Dialog: **WODURCH** eine Aktion ausgelöst werden soll

Beschreibung

Aktionssteuerungen lösen Aktionen aus, wenn sich der Status von Rocrail-Objekten ändert.
Deshalb ist der hier beschriebene Dialog aller Aktions-Steuerungen ein Teil des auslösenden Objektes (z.B. Rückmelder, Weichen usw.) und nicht Teil der Aktions-Konfiguration.

In den meisten Fällen befindet sich die Schaltfläche 'Aktionen…', die diesen Dialog öffnet, auf der Registerkarte 'Allgemein' des Objekt-Dialogs. Einzelheiten sind in der Beschreibung des jeweiligen Objekt-Dialogs zu finden.

In diesem Dialog, im folgenden “Aktionssteuerung” genannt, wird definiert, welche Aktion bei welcher Status-Änderung ausgeführt werden soll (WODURCH).
Es können auch mehrere Aktionen mit jeweils einer Status-Änderung definiert werden. Dabei ist es auch möglich, dass eine Aktion mehrfach durch unterschiedliche Status-Änderungen und/oder verschiedene Aktionen durch die gleiche Status-Änderung ausgelöst werden.

Voraussetzung

Für die Einstellungen in diesem Dialog ist unbedingt erforderlich, dass die auszulösenden Aktionen im Dialog Aktionen: Übersicht bereits definiert sind.

Einstellung



Die Liste enthält die für eine Auslösung definierten Aktionen.

Aufwärts / Abwärts

Bewegt die ausgewählte Aktions-Steuerung in der Liste auf oder ab.

Kopieren

Kopiert die ausgewählte(n) Aktions-Steuerung(en) als XML-Text in die Zwischenablage.
Dies kann auch für eine Experten-Sicht in einen Text-Editor eingefügt werden. Es kann manuell modifiziert und in die Zwischenablage zurück-kopiert werden.

Das Listenfeld erlaubt Mehrfachauswahl, um mehrere Aktions-Steuerungen kopieren zu können.

Einfügen

Fügt der Liste die Aktions-Steuerung(en) hinzu.

Kennung

Auswahlliste, die die in der Aktionen: Übersicht definierten Aktionen anbietet.

Status

Mit diesem Eintrag wird bestimmt, wie sich der Zustand des auslösenden Objekts ändern muss, damit die Aktion ausgeführt wird.
Abhängig vom Typ des auslösenden Objekts werden nur die dazu passenden Werte in der Auswahlliste des Status-Kombinationsfeldes angeboten.
Das Feld ist editierbar und kann z.B. mit Parametern (Zählerwert, Gleisnummer usw.) gefüllt bzw. ergänzt werden.

Mögliche Statuswerte der aufrufenden Objekte
Objekttyp Status Bemerkung
Rückmelder on, off, true, false, <Zählerwert>3, shorton, longon4
Ausgang on, active, off, shorton, longon4, longclick Ausgangs-Objekte enthalten keine Lok-Information.
Weiche turnout, straight, left, right, none, lock, unlock “none” wird verwendet, wenn die Aktion nicht durch einen Links-Klick auf das Objekt-Symbol,
sondern nur aus dem Befehls-Menü des Zubehör(Weichen)-Objektes aktiviert werden soll.
Signal red, yellow, green, white, blank,
aspect number
Lokomotive run, stop, stall, min, mid, max, cruise,
dirchange, lights, energy, f1-f28, eventtimeout
Sub-Status für Energie: high (> 75%), middle (>= 40%) und low (< 40%)
Block ghost, enter, occupied, reserved, free, closed,
depart1, acceptident2, exit4 (unerwartet), codemismatch
occupied = Belegungs-Zustand, der durch das in-Ereignis des Blocks entsteht.
codemismatch = Code passt nicht.
Aufstell-Block ghost, enter, occupied, reserved, free, closed,
depart1, exit, section
“exit” wird ausgelöst, wenn nach dem in-Ereignis das exit-Ereignis folgt. Voraussetzung: Exit-Rückmelder
Im Fall von “section” (Abschnitt) muss im Sub-Status die Kennung des gewünschten Abschnitts oder auf * eingestellt werden.
Fahrstraße go, lock, unlock Lock (verriegeln) wird ausgeführt, wenn die Fahrstraße gesetzt ist. (Die Fahrstraße ist reserviert aber die Weichen sind noch nicht gestellt).
Unlock (freigeben) wird ausgeführt, wenn die Fahrstraße aufgelöst ist.
Fahrplan bleibt leer
Drehscheibe goto <Gleisnummer>, next, prev, turn180,
lighton, lightoff, calibrate,
atposition <Gleisnummer>
Wenn “goto” oder “atposition” ohne Gleisnummer verwendet wird, löst jeder “goto”-Befehl die Aktion aus.
Wenn “goto” mit Gleisnummer verwendet wird, löst nur ein “goto” mit der entsprechenden Gleis-Nr. die Aktion aus
System go-cmd, go-event, stop-cmd, stop-event, stoplocs,
save, shutdown, analyse, reset, ebreak,
init, initready, short-circuit, on-auto, off-auto, exception-xxxx
System-Aktionen befinden sich im Rocview-Tabellen-Menü
Das init-Ereignis wird ausgelöst, nachdem alle Zentralen-Bibliotheken geladen wurden.
Für die Verarbeitung von exception-xxxx muss die Option Trace-Aktionen prüfen
auf der Rocrail-Registerkarte 'Automatik' aktiviert sein. 
Text bleibt leer Wird bei Änderung (update) von dynamischem Text ausgelöst
Booster load, shortcut
MVTrack
Messstrecke
in

1) Depart (Abfahrt) wird der Status beim Reservieren der Fahrstraße zum nächsten Ziel, wenn ein Zug aus dem Block abfährt, nicht jedoch bei einem durchfahrenden Zug!
2) Akzeptiert einen neuen Code im Auto-Modus.
3) Der Rückmelder zählt den 'on'-Status. Die Aktion wird gestartet, wenn der Zahlenwert im Statusfeld mit dem Zähler des Rückmelders übereinstimmt.
4) Der short-/longon Status wird für zwei verschiedene Aktionen mit dem selben Rückmelder/Ausgang verwendet. Die Aktion wird bei off ausgeführt. Es wird nicht empfohlen, short-/longon mit anderen Status zu kombinieren.
:!: Bei manueller Eingabe der Statuswerte Kleinschreibung beachten.

Beispiele: Anwendung der Statuswerte

Sub-Status

Der Sub-Status wird bei dieser Kombination verwendet:

  • Aufstell-Block und Status “section” (Abschnitt).
  • Lok-Funktion “off” (aus).
  • Lok-Energie “high,middle,low” (hoch, mittel, niedrig).

Laufzeit

Wenn größer als Null eingestellt ist, wird die Laufzeit in der Aktions-Definition überschrieben.

Zeitgeber

Wenn größer als Null eingestellt ist, wird der Zeitgeber in der Aktions-Definition überschrieben.

Lokomotive

Nicht alle auslösenden Objekte - z.B. Ausgänge - liefern die Kennung einer Lokomotive als Parameter für die auszulösende Aktion.
Dann kann in diesem Feld eine gewünschte Lok-Kennung eingestellt werden.
Üblicherweise bleibt das Feld bei den meisten Aktionssteuerungen frei.

  • Block-Objekte überschreiben diesen Wert mit der Kennung der Lok, von der sie reserviert wurden.
  • Rückmelder-Objekte überschreiben diesen Wert mit einer erkannten Identifizierung (RFID, Railcom, …).

Hinweis: Nach einem Neustart von Rocrail kann dieses Feld den letzten Wert anzeigen, der für diese Aktion verwendet wurde.

Beschreibung

Optionale Beschreibung z.B. in Aktionssteuerungen von Bauwerken als Bezeichnung im Befehls-Menü des Symbols im Gleisplan.

Zurücksetzen

Nach Auslösen der Aktion wird bei Rückmelder-Objekten der Zähler zurückgesetzt.
Ist die Option nicht gesetzt, wird der Zählvorgang fortgesetzt und für höhere Zählerstände definierte Aktionen können ausgelöst werden.
Bei der auszulösenden Aktion mit dem höchsten Zählerstand muss die Option gesetzt sein, weil der Rückmelder sonst die Aktionen mit kleineren Zählerwerten nicht mehr auslösen kann.

Alle Bedingungen müssen WAHR sein

Standardmäßig müssen alle definierten Bedingungen dieser Aktions-Steuerung WAHR sein = logisch UND.
Bei Deaktivieren dieser Option muss nur eine der Bedingungen WAHR sein = logisch ODER.

Beim Befehl / Ereignis

Definiert für Weichen-, Ausgangs- und Signal-Objekte, ob eine Aktion bei einem Befehl und/oder bei einem Ereignis auf Aktivierung geprüft wird.
Ereignisse werden normalerweise durch die Zentrale erzeugt.
Wenn beide Optionen aktiviert sind und die Zentrale nach Befehlen auch Ereignisse erzeugt, wird diese Aktion zweimal auf Aktivierung geprüft.


Modus

Automatik

Die Aktion wird nur im Automatik-Betrieb ausgeführt.

Manuell

Die Aktion wird nur im manuellen Betrieb ausgeführt.

Beide

Die Aktion wird im manuellen- und im Automatik-Betrieb ausgeführt.

Schaltflächen

Hinzufügen

Die im Feld Kennung ausgewählte Aktion wird der Liste hinzugefügt.

Löschen

Die markierte Aktion wird aus der Lsite gelöscht.

Ändern

Nach Änderungen für eine Aktion müssen die Einstellungen durch diese Schaltfläche aktiviert werden.

System-Aktionen

Über Menü → Tabellen → System-Aktionen kann das Auslösen von Aktionen durch System-Ereignisse von Rocrail definiert werden.
Es können die gleichen Aktionen und Bedingungen verwendet werden, wie in den Aktionssteuerungen der Objekte.
Im Feld Status wird das System-Ereignis ausgewählt, durch das die Aktion ausgelöst werden soll.
Siehe Tabelle oben System -> Status

Der typische Anwendungsfall von System-Aktionen ist die Herstellung eines definierten Ausgangszustandes für Objekte und Aktionen.

Einfache Beispiele:

  • Bei “init” → alle Taster im Plan auf “rot”
  • Bei “on-auto” bzw. “off-auto” → ein Script starten, dass . . .
  • Bei “short-circuit” → einen Ausgang schalten, der einen externen Alarm auslöst.
  • . . .

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