Adressierung & Co.

Schnittstellen-Kennung (IID)

Eindeutige Identifikation einer Zentrale.

  • Schnittstellen-Kennungen sind Groß/Kleinschreibungs-sensitiv.
  • Schnittstellen-Kennungen müssen eindeutig sein.
  • Kommas und andere Sonderzeichen sind nicht erlaubt.
  • Keine Leerzeichen verwenden; Stattdessen Punkte oder Unterstriche verwenden.


Kennung (ID)

Eindeutige Identifikation von Objekten eines bestimmten Typs.

  • Kennungen sind groß/kleinschreibungs-sensitiv.
  • Kennungen müssen innerhalb einer Objekt-Gruppe eindeutig sein.
  • Kommas und andere Sonderzeichen sind nicht erlaubt.
  • Keine Leerzeichen verwenden; Stattdessen Punkte oder Unterstriche verwenden.


Kennungs-Listen

Objekt-Kennungs-Listen in Rocrail müssen mit Kommas separiert werden aber ohne zusätzliche Leerzeichen.


Bus

Die Bedeutung der Bus-Variablen ist vom verwendeteten System abhängig:

System Wert Bereich
BiDiB Eindeutige Kennung 32 Bit
MERG CBUS Knoten-Nummer 16 Bit
RocNet (en) Knoten-Kennung 16 Bit
Selectrix Bus 7 Bit
Roco Z21 Rückmelder-Typ 0…2

Für alle anderen Systeme kann dieser Wert auf “0” gesetzt werden und hat keine Auswirkung.


Adressierung von Rückmeldern, Weichen, Signalen und Ausgängen

Diese Seite beschreibt die in Rocrail verwendete Adressierung und wie die verschiedenen Hersteller-Adress-Einstellungen in Rocrail und umgekehrt zugeordnet werden.
Speziell zur Adressierung von Weichen, Signalen und Ausgängen siehe auch Adressierung von Zubehör-Dekodern - Ein praktischer Leitfaden

Das Lesen dieser Seite ist nicht sinnvoll, wenn man sich erstmalig mit Rocrail beschäftigt. Sie kann jetzt übersprungen werden und wird erst bei der Konfiguration von Geräten wieder interessant.

Adresswert Null gilt in Rocrail als “Nicht verwendet”.
Rocrail verringert den Adresswert um Eins, wenn die darunter liegende Hardware die Adressierung mit einem Offset von Null beginnt.


Glossar

iid Interface ID Schnittstellenkennung
bus Systembus zusätzliche Identifikation; systemabhängig
module Modul Ein Modul besitzt eine Anzahl von Ports
modulesize Modulgröße Anzahl der Ports pro Modul (swmodsize)
port oder pair Port oder Paar Gruppe von 2 Ausgängen (gates)
gate oder coil Ausgang Ein Ausgang, der den Zustand EIN oder AUS haben kann
address Adresse Die Adresse eines Ausgangs berechnet sich wie folgt:
Module * Modulgröße + 2 * Port + Ausgang
mod, modulo oder % ModuloRest einer Division


Grundlagen der Adressierung

Die meisten Geräte einer Modellbahnanlage werden mit Einzeladressen gesteuert. Z.B. Lok-Dekoder werden in der Regel durch eine Einzeladresse gesteuert.
Einige Geräte, insbesondere an stationären bzw. Zubehör-Dekodern angeschlossene Weichen und Signale, werden durch ein Adress- und Port-Paar gesteuert. Das ist möglich, weil ein Dekoder zwei oder mehr Geräte bedienen kann.

Der Originalstandard ist ein Einzeldekoder, der vier Geräte steuern kann. Der Dekoder hat eine Einzeladresse, aber einen zusätzlichen Port-Parameter zur Auswahl eines von vier Geräten an dieser Adresse.(NMRA)

Ein Port (=Anschluss, Ausgangspaar) kann ein oder mehrere Gates (Ausgänge) haben. Lok-Dekoder haben kein Gate, es wird nur die Adresse verwendet. Eine typische Weiche mit Spulenantrieb benötigt jedoch zwei Gates, je eins für die beiden Weichenstellungen Gerade und Abbiegen. Der Standard für stationäre Geräte ist zwei Gates für jeden Port jeder (Modul-)Adresse.

NMRA Zubehör-Dekoder

Modul 1…1023
Port 0 Port 1 Port 2 Port 3
gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1


Es gibt drei Schemata zur Adressierung von Zubehör-Dekodern:

  1. NMRA-gemäße Adressierung (MADA = modulbezogen), die eine Adresse eines Moduls spezifiziert und dann den Port des Moduls. Jedes Modul hat eine Größe, die der Anzahl der Ports (Anschlüsse, Ausgangspaare) entspricht, die es steuern kann. Jeder Port hat zwei Gates (Ausgänge), eins für jede Leitung, die ein Gerät schaltet. Die Anzahl der Ports ist mit “4” vorgegeben
  2. Port-Adressierung (PADA = portbezogen), die eine Adresse eines Gerätes mit zwei Gates spezifiziert.
  3. Flat-Adressierung (FADA = flach, fortlaufend), die eine Adresse eines einzelnen Gates spezifiziert.


Adressierung von DCC Zubehör-Dekodern nach NMRA:

  • Dekoderadresse = 1…1023
    • Port/Paar = 0…3
      • Ausgang = 0…1


Adressierung von DCC Zubehör-Dekodern in Rocrail (MADA):

(MADA = Module Accessory Decoder Address.)

Rocrail verwendet fast die gleichen Adressräume wie die NMRA Norm. Ausnahme sind die Ports, die in Rocrail von 1 bis 4 gezählt werden und nicht wie von NMRA definiert von 0 bis 3.

Attribut DCC Rocrail (MADA)
Adresse 1…1023 1…* (0 entspricht “nicht benutzt”!) 1)
Port 0…3 1…4 (0 entspricht “nicht benutzt”!) 2)
Ausgang 0…1 Rot, Grün
swmodsize 4 4

In Rocrail ist Gate 0 der rote Anschluss und Gate 1 der grüne Anschluss des Dekoders.


1 2 MADA (addr)
1 2 3 4 1 2 3 4 MADA (port)
gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1


PADA-Adressierung von Zubehör-Dekodern

Wenn die Adresse auf “0” gesetzt wird und der Port > “0” ist, wird in einigen Zentralen PADA aktiviert.

Berechnung der PADA aus der Modul-Adressierung:

PADA = (addr-1) * 4 + port


Berechnung der Modul-Adressierung aus der PADA:

addr = (PADA-1) / 4 +1
port = (PADA-1) mod 4 +1


Die PADA-Punkte zu einem Gate-Paar, beginnend mit 1 für das erste im System:

Modul 1 Modul 2
1 2 3 4 5 6 7 8 PADA (port)
gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1 gate 0 gate 1


Hinweis: Nicht alle Zentralen unterstützen PADA! Prüfen, ob die PADA-Adressierung von der Zentrale unterstützt wird


FADA-Adressierung von Zubehör-Dekodern

Wenn der Port auf “0” gesetzt ist, wird die FADA-Adressierung benutzt.

Berechnen der FADA aus der Modul-Adresse:

FADA = (addr-1) * 8 + (port-1) * 2 + gate


Berechnung der Modul-Adresse aus der FADA:

addr = (FADA / 8) + 1
port = (FADA mod 8) / 2 + 1
gate = (FADA mod 8) mod 2


Modul 1 Modul 2
Port 1 Port 2 Port 3 Port 4 Port 1 Port 2 Port 3 Port 4
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 FADA (Adr.)


Hinweis: Nicht alle Zentralen unterstützen FADA! Prüfen, ob die FADA-Adressierung von der Zentrale unterstützt wird


Adressierung von Rückmeldern


Hier wird nur die Einstellung der Adresse betrachtet. Die übrigen Felder werden auf der Seite Rückmelder: Schnittstelle behandelt.

Rückmelder werden in Rocrail immer flach (fortlaufend) adressiert: Die Adresse der Rückmelder beginnt mit 1 und wird hochgezählt. Für 16-fach-Rückmeldemodule lautet die Berechnung:

Adresse = ( Modul - 1 ) * 16 + Anschluss
Beispiel: Wenn 16-Port-S88-Melder verwendet werden, hat Anschluss 5 des zweiten Moduls die Adresse ( 2 - 1 ) * 16 + 5 = 21
Hinweis: Bei Lenz hat das erste Rückmeldemodul die Modul-Adresse 65 und es wird von 8-fach-Rückmeldemodulen ausgegangen. Der am ersten Ausgang des ersten Moduls angeschlossene Rückmelder hat die Adresse 512. Die Berechnung dazu lautet
( 65 - 1 ) * 8 + 1 - 1 = 512 oder allgemein
Adresse = ( Modul - 1 ) * 8 + Anschluss - 1


MultiPort

Kann ein Modul Multi-Ports zur gleichen Zeit auslesen, erhält man keinen Status, sondern einen Wert zurück.
Eine Multiport-Addresse wird wie folgt berechnet:

lowAddress * 1000 + subAddress

Beispiel:

lowAddress = 81
subAddress = 1
Sensor address = 81 * 1000 + 1 = 81001


Hinweis: Seit LocoIO geschrieben wurde, ist ein Rocrail-Modul in der Lage, Multi-Ports zu lesen und zu schreiben.

Adressierung von Weichen

Adresse ist die Anzahl einer 4-Port-Gruppe.

Wenn Weichenmodule mit 4 Ports verwendet werden, hat das erste Modul die Adresse 1, das zweite die Adresse 2 usw. Werden Module mit 8 Ports verwendet, hat das erste Modul die Adresse 1 für die Ports 1 bis 4 und Adresse 2 für die Ports 5 bis 8.

In die unteren Felder für Adresse und Port werden die Daten für den zweiten Weichenantrieb (z.B. bei Dreiwegweichen und Doppelkreuzungsweichen) eingetragen. Die Zählweise entspricht der des ersten Antriebes.

Hinweis für Märklin K83 User: Der dokumentierte Adressraum der K83-Dekoder beginnt bei Adresse 2. Das bedeutet, dass die Einstellung 01101010 am Dekoder der Adresse 2, Port 1 bis 4 entspricht. Es gibt eine undokumentierte Einstellung für die Adresse 1. Hierzu ist der Dekoder auf 10101010 einzustellen.

FADA

Wenn der Port auf “0” gesetzt und die Adresse > “0” ist, wird die FADA-Adressierung aktiviert.
Beispiel:
FADA Adresse 4 ist gleich addr=1, port=3 und gate=red.
FADA Adresse 5 ist gleich addr=1, port=3 and gate=green.

Anmerkung nur für Hornby-Nutzer: Ab Version svn 3174 wurde Offset von Adressen geändert und die normale Adressierung entsprechend FADA/PADA - d.h. address1, port 2 wird von Elite behandelt, wie address 1, port 2 und nicht wie port 1, wie oben beschrieben. Das muss in die Datei “rocrail.ini” im Abschnitt “digint” in die Zeile sublib=“elite” hinter lib=“lenz” eingefügt werden.

Entkuppler

Die Optionen “Rot” und “Grün” werden für Entkuppler benötigt, weil diese nur einen Ausgang pro Port verwenden. Es können also 2 Entkuppler an einem Port angeschlossen werden.

Adressierung von Signalen

Bei der Adressierung von Signalen wird pro Signal die laufende Nr. des Dekoders angegeben. Diese Adresse ist wieder die Anzahl einer 4-Port-Gruppe. Der erste Dekoder hat die Nummer 1. An einem Dekoder können mehrere Signale angeschlossen werden. Die Angaben unter Port 1 bis 4 geben analog zu Weichen-Dekodern den Port des Moduls wieder. Weil eine Lampe eines Signals nur einen Ausgang des jeweiligen Ports benötigt, ist noch anzugeben ob die jeweilige Lampe am Ausgang “Rot”(“0”) oder “Grün” (“1”) angeschlossen ist.

Addressierung von Ausgängen

Prinzipiell werden Adresse und Port bei Ausgängen wie bei Entkupplern und Weichen gezählt. Auch hier können zwei Ausgänge mit einem Port geschaltet werden (Rot=“0”/Grün=“1”).

1) Wenn die Adresse auf “0” gesetzt ist, wird die “PADA”-Adressierung für Zubehör-Dekoder verwendet
2) Wenn der Port auf “0” gesetzt ist, wird die “FADA”-Adressierung für Zubehör-Dekoder verwendet

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