Märklin Central Station 2

InhaltZentralenMärklin CS2


Checkliste

:!: Bitte erste die Checkliste lesen bevor Problemen mit S88 usw. im Forum gemeldet werden.


cs2.jpgcs2-back.jpg

Firmware Versionen

Version Status Bemerkung
2.0.1 OK -
2.1.7 - 2.2.0 Problem Rückmelder reagieren verlangsamt.
3.6.2 Problem Die Rückmelder werden nur gemeldet, wenn die Modell-Zeit ausgeschaltet ist.
Im CS2-Menü → SETUP → Modellzeit → AUS.
Siehe Forum(DE)


Einrichtung

Aus dem Menü Datei → Rocrail Eigenschaften… wählen und im Dialog auf den Reiter Zentrale wechseln. Soll die CS2 die einzige Zentrale sein, so müssen zunächst eventuell vorhandene Zentralen aus der Liste gelöscht werden. Danach wird aus dem Ausklappmenü Neu die Zentrale mcs2 (Märklin CS2) gewählt und durch Drücken von Hinzufügen in die Liste übernommen. Die Zentrale NEW - mcs2 markieren und auf Eigenschaften klicken. Es öffnet sich der Dialog CS2:



Die einzigen einzustellenden Parameter sind die IP-Adresse der CS2 (UDP-Broadcast-Adresse / CAN-UDP-Gateway) im Feld Hostname sowie die Anzahl der 16-Rückmelder-Module im Feld Rückmelder.


Schnittstellenkennung

Dies ist der Name, unter der Rocrail die Zentrale anspricht. Die Schnittstellenkennung NEW wird mit einem geeigneten Namen, z. B. mcs2 überschrieben (Beispiel oben).

Hostname

Hier wird die IP-Adresse der CS2 eingetragen. Siehe auch Einrichtung der CS2 und Netzwerk-Einstellungen weiter unten.

UDP Ports

Default, auch wenn die Felder auf Null stehen sind:

CS2 Port Direction PC
send 15730 from CAN to Ethernet receive
receive 15731 from Ethernet to CAN send

Andere Werte sind für CS2 Kompatibel Zentralen.

Rückmelder

Anzahl der an die CS2 angeschlossenen 16fach-Rückmeldemodule.

Rückmelder-Geräte-Kennung

Die für Betriebsbeginn verwendete Geräte-Kennung.

Rückmelder-Bereich

:!: Nur für die CC-Schnitte; Bei CS2 auf Null stellen.
Dieser Rückmelder-Adress-Bereich wird für die Abfrage des Status beim Start verwendet.
(CAN-Befehl 0×11 mit DLC=7.)
Für Version 2 oder höher.

Version

Die Version muss auf 3 eingestellt sein, um die Rückmelder-Ereignisse für Firmware-Versionen 2.0 und höher zu aktivieren.
Die Werte im Feld Rückmelder werden einmal beim Start verwendet, um den aktuellen S88-Status zu erhalten.

Typ

Ethernet

Direkte Kommunikation mit der CS2. (Voreinstellung)

Serial

Alternative Kommunikation unter Verwendung einer seriellen Schnittstelle wie CC-Schnitte.
Die SLCAN-Option übersetzt die CAN-Meldungen in das Lawicel-ASCII-Format für die Verwendung mit gemeinsamer Seriell-zu-CAN-Schnittstelle wie USBTin.

Systeminformationen

Nicht verwendet.

Lokomotiven

Nicht verwendet.

Erkennen

Sendet alle 5 Sekunden einen “discover”-Befehl.
Standardmäßig für CS2 deaktiviert, kann aber für eine unbediente 'Gleisbox' in Kombination mit einer USB-CAN-Schnittstelle hilfreich sein.

Binden

Bindet die UID mit einer SID und informiert den Rocrail-Server.
Eine Überprüfung meldet auch eine UID/SID zum Server.
Wenn keine Lok mit der Einstellung Identifizierung mit der eindeutigen Kennung UID übereinstimmt, wird eine Gast-Lok eingerichtet, wenn "Gast-Lok erzeugen für BiDi" aktiviert ist.

Status melden

Meldet Gleisspannung EIN/AUS und Rückmelder zum Server.
Diese Option ist nur von Interesse, wenn mehr als ein CS2-kompatibles Gerät definiert ist.

Programm Rückmeldung (Program FB)

Nicht verwendet.

Schaltzeit (ms)

Aktivierungszeit für Weichen und Ausgänge.

Befehls-Pause

Zeit zwischen den Kommandos die zur Zentrale gesendet werden.
Normal soll es 10ms sein. Nur für bestimmte kompatible Zentralen darf es ein wenig erhöht werden. (Gleisbox)

Weichen-Befehle melden

Standardmäßig werden Weichen-Befehle gemeldet.
Diese Option abschalten, wenn Weichen-Dekoder den neuen Weichen-Status zurückmelden, um Feld-Ereignisse zu aktivieren.
Dieser Pausenwert wird auch für das Warten auf das nächste Byte im Fall eines Typ "Serial" verwendet. (CC-Schnitte).

Protokoll

Das CAN-basierte, binäre Protokoll über Ethernet ist leicht verständlich und kann sehr schnell ausgewertet werden.
Die UDP-Lösung erlaubt es mehrere CS2s und PCs im selben Netzwerk miteinander zu verbinden.
Leider beschreibt das unten angegebenen Dokument nicht das Format, das von Rückmeldern oder anderen Ereignissen generiert wird. Laut Märklin ist dies die gesamte verfügbare Information.

Beschreibung des Protokolls:

Firmware: http://medienpdb.maerklin.de/digital22008/files/GPL/

Eine ausführliche Darstellung der Einrichtung von CS2 und Rocrail findet sich im Benutzerhandbuch 100224_rocail-cs2-schritt_fuer_schritt_doku_v1_7.pdf


Einrichtung der CS2

Auf der Registerkarte Setup der CS2 den Schraubenschlüssel für den Bearbeitungsmodus wählen. In den Bereich IP wechseln. Sollte ein DHCP-Server im Netzwerk laufen, dann können die Einstellungen auf Automatisch gesetzt werden. Die CS2 bindet sich dann selbst ins Netzwerk ein.

Bei nicht vorhandenem DHCP-Server muss die Verbindung manuell konfiguriert werden. Es müssen dann alle Felder ausgefüllt werden, die IP Adresse alleine reicht nicht!

In den Bereich CAN wechseln. Bei CAN-Gateway starten muss broadcast ausgewählt werden. Die Ziel-Adresse (Gateway-Adresse bzw. Broadcast-Adresse, siehe Netzwerk-Einstellungen weiter unten) muss in den ersten drei Bereichen die gleichen Zahlenwerte wie die IP der CS2 bzw. des Rechners haben. In den meisten Fällen ist der vierte Zahlenwert mit 255 auszufüllen.

Werden feste Adressen im Netzwerk vergeben, so kann anstatt der Broadcast-Adresse unter Ziel-Adresse die IP-Adresse des Rechners angegeben werden, auf dem der Rocrail-Server läuft.

Hinweis: Bei einigen Softwareständen kann es passieren, dass nach Eingabe einer manuellen IP-Adresse und nach einem Neustart der CS2 diese Adresse wieder verstellt ist – daher ggf. nochmals prüfen.

Beispielkonfiguration

mit manueller IP-Adresszuweisung. Die IP-Adressen sind als Beispiele zu verstehen: Selbstverständlich funktionieren auch andere IP-Adressen, sofern die Bedingungen unter Netzwerk-Einstellungen weiter unten beachtet werden.

Die IP-Adresse des Rechners, auf dem der Rocrail-Server läuft lautet 192.168.178.48.

IP-Konfiguration

IP-Adresse: IP-Adresse der CS2
IP-Netzmaske: Subnetzmaske des Netzwerks
IP-Gateway: IP-Adresse des Gateways, zumeist Adresse des Routers
DNS-Server: Adresse des DNS-Servers, zumeist Adresse des Routers
CAN-Konfiguration

CAN-Gateway starten: broadcast
Ziel-Adresse: Rechner-IP, alternativ Broadcast-Adresse
(hier: 192.168.178.255)


Passende Zentraleneigenschaften in Rocrail
Hostname: IP-Adresse der CS2 wie oben definiert


Hinweis: Das Beispiel bezieht sich auf die CS2-Software-Version 2.0.1


Netzwerk-Einstellungen

Die größte Schwierigkeit bei der Einrichtung der CS2 bereitet Nutzern in der Regel die richtige Einstellung des Netzwerks. Speziell die Einrichtung der (Sub-) Netzmaske und der Broadcast-Adresse erfordern gewisse Kenntnisse von TCP/IP-Netzwerken. Die Subnetzmaske legt fest, welcher Teil des TCP/IP-Adressbereichs zum lokalen Netzwerk (Netzwerkteil) gehört und welcher Teil zum Host-Netzwerk (Host- oder Geräteteil). Die Broadcast-Adresse ist die jeweils höchste Adresse im lokalen Netzwerk - die niedrigste Adresse ist die Netzwerkadresse.

Wenn beispielsweise die TCP/IP(4)-Adresse 192.168.1.100 mit der (Sub-) Netzmaske 255.255.255.0 verwendet wird, dann erstreckt sich der Adressbereich des lokalen Netzwerks von 192.168.1.0 bis 192.168.1.255. D. h. in diesem Falle ist 192.168.1.255 die Broadcast-Adresse. Wird dieselbe TCP/IP-Adresse mit der Netzmaske 255.255.0.0 verwendet, dann beginnt der TCP/IP-Adressbereich bei 192.168.0.0 und endet mit 192.168.255.255 (welche dann die Broadcast-Adresse ist).

Weitere Informationen zu TCP/IP-Netzwerken und insbesondere zur Bedeutung von Netzmasken finden sich im Wikipedia-Artikel Netzmaske. Auf den Seiten des Jana Servers steht ein Netzwerkrechner unter anderem zur Berechnung der Broadcast-Adresse zur Verfügung.

Sowohl die Einrichtung der Netzwerkkarte im Rechner als auch die Einrichtung der CS2 müssen unter Berücksichtigung dieser Regeln erfolgen. Beide müssen eine TCP/IP-Adresse innerhalb des Adressbereichs des lokalen Netzwerks erhalten, es muss eine identische Netzmaske verwendet werden und die in der CS2 eingestellte Broadcast-Adresse muss die höchste Adresse des lokalen Netzwerks, vorgegeben durch die verwendete Subnetzmaske, darstellen.

Alle diese Angaben können vernachlässigt werden, wenn ein DHCP-Server verwendet wird der in der Lage ist, einem Gerät stets dieselbe TCP/IP-Adresse zuzuweisen, wenn dieses danach fragt. Wird ein DHCP-Server verwendet, der diese Funktion nicht unterstützt, so besteht die Gefahr, dass die CS2 jedes mal eine andere TCP/IP-Adresse erhält, wenn sie eingeschaltet oder mit dem Rechner verbunden wird. Dies würde bedeuten, dass die Einstellungen in Rocrail auch jedes Mal neu eingestellt werden müssten.


Einstellungen für mfx-Dekoder

Mfx-Dekoder benötigen besondere Aufmerksamkeit, wenn sie in Rocrail definiert werden: Die Adresse, die die CS2 einem neuen mfx-Dekoder zuweist, basiert nicht auf der Dekoderadresse (Motorola-Adresse). Um die Adresse herauszufinden, die in das Adressfeld des Reiters Schnittstelle der Lok eingetragen werden muss, sind die folgenden Schritte auszuführen:

CS2 mit aktueller Firmware (Stand: 12/2014)

  • MFX-Lok auf das Gleis stellen und Anmeldung abwarten
  • Das Schraubenschlüssel-Symbol auf der CS2 anklicken
  • Im Feld Lok-Adresse steht die Adresse (sid) im Klartext:
  • Diese Adresse kann nun in Rocrail für die Lok hinterlegt werden.

CS2 mit älterer Firmware

  • Die CS2 auf einen USB-Speicherstick sichern
  • Den USB-Stick an einen Rechner anschließen
  • Den CS2-Ordner auf dem Stick öffnen und die Sicherungsdatei backup.zip suchen und entpacken.
  • Die Datei locomotive.cs2 (einfache ASCII-Datei) mit einem Text-Editor öffnen.

Eine mfx-Lok hat einen ähnlichen Eintrag wie diesen:

lokomotive
.sid=0x6
.name=Meine neue Lok
.adresse=0x53
.typ=mfx

Die Adresse, die in Rocrail eingestellt werden muss, ist die .sid-Adresse. Bitte beachten, dass es sich um hexadezimale Zahlen handelt, die zuerst in dezimale Zahlen umgewandelt werden müssen.

Beispiel: Eine Lok hat die sid 0×11. Da dies dezimal der 17 entspricht, muss 17 in das Adressfeld eingetragen werden.
Tipp: Eine schnelle Umrechnung von hexadezimalen in dezimale Zahlen ermöglicht Google: Für die Umrechnung im obigen Beispiel einfach 0×11 to decimal in die Suche eingeben. Der erste Treffer lautet 0×11 = 17.

Damit Rocrail zwischen MM- und mfx-Dekodern unterscheiden kann, muss das Protokoll in den Schnittstelleneinstellungen der Lokeigenschaften eingestellt werden: motorola für MM-Dekoder, serverdefined für mfx-Dekoder.
Wenn manuell erzeugt, immer eine mfx-Adresse > 1 zuweisen.


S88-Rückmelder

Die S88-Abfrage wurde in Revision 342 implementiert, wobei ein nicht-offizieller Abfragebefehl benutzt wird. Dieser Befehl wurde mit der Firmware Version 1.05 der CS2 getestet. Da er jedoch durch Märklin nicht offiziell dokumentiert wurde, kann es sein, dass er zukünftig noch verändert wird oder durch neuere Firmwareversionen nicht mehr unterstützt wird.

Um die S88-Abfrage zu aktivieren, muss die Anzahl der 16-Rückmelder-Module in den Eigenschaften der Zentrale eingetragen werden. Durch Eingabe des Wertes 0 wird die Abfrage deaktiviert.

Beginnend mit Firmware Version 2.0 hat sich die Behandlung von Rückmeldeereignissen durch die CS2 geändert: Abfragen ist nicht mehr möglich. Stattdessen versendet die CS2 solche Ereignisse automatisch. Dazu muss im Feld Version der Zentraleneigenschaften von Rocrail “2” eingegeben werden - die eventuell eingestellte Anzahl von Rückmeldemodulen wird dadurch ignoriert - und

:!: In den CS2-Einstellungen unter CAN-Gateway “broadcast” anstelle von “auto” ausgewählt werden.

Es ist auf jeden Fall eine beidseitige Kommunikation erforderlich. Dazu muss in der CS2 unter setup / CAN im Feld Ziel-Adresse die IP-Adresse des Computers, auf dem der Rocrail-Server läuft, oder die Broadcast-Adresse des Netzwerks eingetragen werden und in Rocrail unter den Eigenschaften der Zentrale unter Hostname die IP-Adresse der CS2.

Die Adressierung ist einfach: Der erste Eingang des ersten Moduls bekommt in Rocrail Adresse 1; von da an wird aufwärts gezählt.

Rückmelder-Ereignisse

Die im Rückmelder-Ereignis gemeldete Geräte-Kennung ist dem Bus-Feld der Rocrail-Rückmelder-Adressierung zugeordnet; Das Bus-Feld muss übereinstimmen, um ein Rückmelder-Ereignis in Rocrail zu aktivieren.
Für mehr Informationen siehe: Can-Digital-Bahn "GleisReporter deLuxe"

Adressierung von Zubehördekodern

Die Adressierung von Weichen, Signalen, etc. kann bei Rocrail auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die CS2 wird empfohlen, PADA-Adressierung (vgl. auch Adressierung von Zubehördekodern) zu benutzen.

Dabei wird die Adresse z.B. einer Weiche im Feld “Port” eingetragen, wobei das Feld “Adresse” auf 0 (Null) stehen bleibt. Für eine Weiche, die auf der CS2 mit Adresse 5 angezeigt wird, wird daher in Rocrail Adresse 0 und Port 5 angegeben. Oder allgemein:

Adresse = 0 und Port = <Adresse wie auf CS2>

DCC-Unterstützung

Neuere CS2 Firmwareversionen unterstützen auch das DCC-Format. Für einen korrekten Schaltbefehl muss das Protokoll in den Objekteigenschaften richtig eingestellt sein:

Lokdekoder

Für MFX-Dekoder das Protokoll auf serverdefined einstellen, für DCC-Dekoder auf NMRA-DCC (nicht NMRA-DCC long) und für MM-Dekoder auf motorola.

Schaltdekoder

Für MM1/2 Dekoder das Protokoll auf default einstellen, für DCC-Dekoder auf NMRA-DCC.


Steuerung von Objekten auf der CS2

Alle Nachrichten, die von der CS2 gesendet werden sobald eine Weichenstellung, eine Lok-Funktion (s. Hinweis unten), die Lokomotivgeschwindigkeit oder Fahrtrichtung auf der Benutzeroberfläche der CS2 geändert wird, werden in Rocrail 1.4 ab Revision 1058 ausgewertet und in Rocview angezeigt. Das bedeutet z. B., dass wenn auf der CS2 eine Weiche von gerade nach abzweigend gestellt wird, diese Weiche in Rocrail und Rocview ebenfalls von gerade nach abzweigend wechselt, vorausgesetzt die Weiche wurde in Rocrail definiert.

Hinweis: Damit an der CS2 vorgenommene Änderungen von Lok-Funktionen in Rocview korrekt angezeigt werden können, muss die Option Erlaube Fahrregler ohne Kennung in den Rocrail Eigenschaften / Automatik aktiviert und der Server neu gestartet werden.

Personal Tools