Märklin Gleisbox

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Die MGBOX ist eine auf der MCS2 basierende benutzer-definierte Bibliothek.
Offizielle Unterstützung ist nicht garantiert.


Einführung

Die MGBOX- und die MCS2-Bibliothek sind weitgehend gleich. Die MGBOX-Bibliothek ist in erster Linie dafür entwickelt, die verwendete SID für eine frisch registriete Lok einfache zu erhalten, wenn Gleisbox und MS2 verwendet werden. Rocrail ist mit MGBOX in der Lage die Registrierung für unterschiedliche Steuerungs-Konfigurationen auch ohne Grafik-Oberfläche zu vervollständigen.
Die Konfiguration der MGBOX-Bibliothek ist der Konfiguration der MCS2-Bibliothek sehr ähnlich. Es gibt nur einige kleine Unterschiede, die später beschrieben werden.

Die MGBOX-Bibliothek ist mit folgenden unterschiedlichen Konfigurationen getestet :

  • Gleisbox allein (firmware 1.39),
  • Gleisbox MS2 (Firmware 1.8* oder neuer) Kombination,
  • CS2 mit Firmware 3.8.1,
  • CS2 MS2 Kombination.

Fall sich die MGBOX-Bibliothek nicht korrekt verhält, sollte dies im englischen CS2-Forum gemeldet und/oder einfach zur MCS2-Bibliothek zurückgekehrt werden.

Hauptsächliche betriebliche Unterschiede:

  • Der steuernde CS2/MS2-Fahrregler wird angezeigt, wenn eine Lok betrieben wird.
  • Die Betriebs-Werte (Volt/Amp/Temp) der Zentrale werden in der Statusleiste angezeigt.
  • Grundlegende Integrität-Prüfung der Befehlspakete, um die Ausführung beschädigter Befehle zu verhindern.
  • Unterstützung mehrerer MS2 für Fahrregler.
  • Namentliche Lok-Registrierung. Durch MS2 oder CS2 während des Betriebs geänderte Namen werden nach Neustart in Rocview angezeigt.
  • Bietet eindeutige Namen während der MFX/M4-Registrierung. Grundlage ist der im Dekoder gespeicherte Name. Wenn der Name nicht eindeutig ist, wird die SID-Nummer an den gespeicherten Namen in der Form “Name (SID)” angehängt.
  • Nur in Kombination mit CS2/CS3:
    • CS3 plus; integrierte S88-Unterstützung (ungetestet, wartet auf einen Freiwilligen ;-))
    • Unterstützung mehrerer S88-Linien.
    • PT-Leseanzeige im Rocview-Zentralen-Fenster.


Die einzige Möglichkeit MFX-fähige Lokomotiven zu entfernen ist die vorherige Löschung aus der rocrail.ini.

Protokoll

Neben dem standardmäßigen DCC-28-Protokoll, werden diese unterstützt:

  • DCC-14
  • DCC-128
  • DCC-28 lange Adressen
  • DCC-128 lange Adressen


Voraussetzungen

Die Gleisbox muss über eine Ethernet-CAN-Bridge (bevorzugt) oder eine Serial/USB-CAN-Bridge mit Rocrail verbunden sein.
Für ein korrektes Funktionieren der MFX/M4-Erkennung ist die Aktivierung der Option Gast-Lok erzeugen für BiDi erforderlich.

Hinweis
Um doppelte SID-Zuweisungen zu verhindern, sollten alle Registrierungen durch CS2 oder MS2 erfolgen. Wenn nur eine Gleisbox verwendet wird oder die MS2 im Slave-Mode betrieben wird, kümmert sich Rocrail um die SID-Zuweisungen.


Einstellungen

Zunächst wird über Menü Datei → Rocrail-Eigenschaften… der Dialog geöffnet und die Registerkarte Zentrale ausgewählt. Danach wird im Auswahlfeld “Neu” die Zentrale mgbox markiert und durch Klick auf die Schaltfläche Hinzufügen in die Zentralen-Liste aufgenommen. Die Zentrale NEW - mgbox ist markiert und durch Klick auf die Schaltfläche Eigenschaften öffnet sich der Dialog MGBOX:


Optionen, die sich von der MCS2-Zentralen-Bibliothek unterscheiden

Erkennung

Wenn aktiviert, erfolgt beim Start von Rocrail durch die eingebundene Firmware der Gleisbox oder CS2 eine MFX-Erkennung. Dadurch wird eine erneute Registrierung für alle registrierten Lokomotiven eingefordert.
Wenn nicht aktiviert, erfolgt eine Erkennung durch die eingebundene Firmware der Gleisbox nur, wenn die Gleisbox ein neues Produkt erkennt.
Lok-Erkennungen erfolgen durch Rocrail, wenn keine MS2 angeschlossen ist. Der Hauptteil des Registrierungs-Prozesses ist anwenden einer SID und lesen des Lok-Namens. Wenn eine CS2 vorhanden oder eine MS2 angeschlossen ist, erfolgt die Prozedur durch CS2 odr MS2.
Wenn ein Booster ohne MFX/M4-Rückmelde-Eigenschaften an der Gleisbox angeschlossen ist, sollte die Option deaktiviert bleiben. Wenn deaktiviert erfolgt der Teil des Vergleichs bei der Registrierung nicht durch Rocrail. Es ist trotzdem möglich, Loks entgegen einer fehlerhaften Vergleichsabfrage zu fahren.
Wenn bei einem Vergleichs-Befehl keine MFX-Rückmeldung empfangen wird, wird die Registrierung in der Gleisbox/CS2-Firmware weggewischt und eine Lok reagiert auf keinerlei Befehl.
Falls eine Gleisbox allein oder eine Gleisbox/MS2-Konfiguration mit einem angeschlossenen Booster ohne MFX/M4-Rückmelde-Eigenschaften betrieben wird, ist es möglich eine neue Lok zu registrieren, wenn sie auf einem direkt an der Gleisbox angeschlossenen Gleisstück platziert wird. Rocrail erkennt die neue Ausstattung und stellt die komplette Registrierung sicher.
Für normalen Betrieb sollte diese Option deaktiviert beleiben.

Binden

Deaktiviert: Die Binden-Prozedur wird von Rocrail abgelehnt.
Aktiviert: Der Binden-Befehl wird ausgeführt und das Produkt ist registriert, fall die Gleisbox allein betrieben wird. Wenn eine CS2/MS2 angeschlossen ist, ist die zugewiesen SID registriert. Während einer durch CS2/MS2 gesteuerten Registrierung wird die Prozedur durch Rocrail überwacht. Das Produkt ist registriert und eine Lok wird angelegt, wenn der Vergleich erfolgreich ist.
Im Fall einer CS2- oder MS2-Gleisbox-Konfiguration ist es wichtig, dier Gleisspannung nicht einzuschalten, bevor Rocrail gestartet ist. Anderenfalls wird die Registrier-Prozedur beendet, bevor Rocrail in der lage war die Lok-Daten zu überwachen.
Wenn keine MS2 angeschlossen ist, steuert Rocrail die Registrier-Prozedur, weist die SID zu und fragt den Namen der Lok ab. Nach einer erfolgreichen Registrierung ist der Rocrail-Server informiert und die Lok ist in der Lok-Liste mit der Adresse der zugewiesenen SID und dem gespeicherten Namen als Kennung für die Gast-Lok angelegt.
Wenn bei der Registrierung kein Name gefunden wird, weist Rocrail den Namen “MFX-SIDnr” zu.
Wenn ein anzeigendes Gerät (z.B. MS2 oder CS2) verwendet wird, überwacht Rocrail die Prozedur. Das Produkt ist registriert und eine Lok wird angelegt, wenn der Vergleich erfolgreich ist.

Status melden

Meldet den Status der farbigen Anzeigen in der Statusleiste und zeigt Spannung, Strom und Temperatur an.
Arbeitet sowohl für Gleisbox als auch für CS2 (3.8.1 getestet).
Nur eine Zentrale für Status-Meldung auswählen.

Systeminformation

Zwingt eine angeschlossene MS2 in den Slave-Modus, um als Fahrregler zu arbeiten und auf bequeme Art eine Lokomotive von Rocrail auszuwählen. Dies arbeitet auf die gleiche wie ein MS2, die mit einer CS2 verbunden ist. Die Lokomotiven-Option muss auch im Zentralen-Dialog aktiviert sein.
Die registrierte Lok muss in einer vorherigen Rocrail-Sitzung gespeichert worden sein, um sie in der MS2-Lok-Liste sichtbar zu machen. Eine neu registerierte Lokomotive kann durch abfragen der Eigenschaften der Lokomotive über Rechtsklick im Lok-Bedienfeld gespeichert werden. Wenn erforderlich können weitere Daten eingetragen und mit Hinzufügen und OK gespeichert werden. NICHT die Protokoll- and Adress-Einstellungen ändern. Rocrail neustarten und dann ist die Lok in der Liste auf der MS2 sichtbar.

Bei der MS2 wird eine Lokomotive aus der Rocrail-Lokliste über das MS2-Menü augewählt:
<shift> zusätzlich <Loksymbol> : Neue Lok : Auswählen

Es wird empfohlen die Anzahl der Funktionen und die Funktionen für die Lokomotiven korrekt zu definieren. Wenn nicht definiert, wird das Fn-Symbol angezeigt. Wenn die Lok-Antriebsart in Rocrail korrekt definiert ist, wird das entsprechende Typ-Symbol auf der MS2 automatisch angezeigt.

Wenn diese Option aktiviert ist und eine CS2 auf dem CAN-Bus erkannt wurde, wird diese Option bei der Programmausführung verweigert.

Hinweis: Wenn der CS2 entsprechend benannte und nummerierte Symbole in Rocrail verwendet werden, dann werden die Symbole der MS2-Symbol-Bibliothek (wieder) zugewiesen. Diese Symbole verwenden eine Nomenklatur entsprechend “FktIcon_%_%%_nn.png”, wobei ”%” Buchstaben/Zeichen und “nn” eine fortlaufende Nummer sind. Diese Symbole-Namen sind in der Rocview-Lokomotiven-Funktions-Registerkarte definiert. Wenn die Symbole existieren und korrekt definiert sind werden sie auch in den Rocview-Lokomotiv-Fahrregler-Funktions-Schaltflächen angezeigt.

Der Inhalt der Symbol-Felder:
f0: FktIcon_a_sw_01.png
f1: FktIcon_a_sw_51.png
f2: FktIcon_a_sw_52.png
f3: FktIcon_a_sw_08.png
f4: Fkticon_a_sw_18.png

Diese Konfiguration zeigt den Fahrregler:

Hinweis: Scrollen und Hinzufügen einer Lok verursacht starken Datenverkehr auf dem CAN-Bus. So könnte es eine gute Idee sein, ein zuverlässiges Gateway zwischen Rocrail und der MS2/Gleisbox zu verwenden.
Wenn ungültige Pakete empfangen werden, kann man versuchen, die “Befehls-Pause” im Zentralen-Schnittstellen-Dialog zu erhöhen. Besser ist es, ein Ethernet-Gateway zu verwenden.

Hinweis 2: Ist die MS2 im Slave-Modus und keine CS2 vorhanden, müssen MFX-Registrierung und -Umgang durch Rocrail erfolgen.

Lokomotiven

Dies aktivieren, wenn SID-Zuweisung durch Rocrail erfolgt, z.B. keine MS2 oder CS2 wird für die Registerierung verwendet oder die MS2 wird als Slave-Fahrregler verwendet. Dies informiert den Registrierungs-Prozess, welche SIDs frei sind. Die erste freie SID wird für die Registrierung einer neuen Lok verwendet.
Bemerkung: SID 1 ist für das Protokoll während des Pegistrierungs-Prozesses reserviert. Die Nummerierung beginnt mit 4.

Rückmelder-Konfiguration

Die Rückmelder-Konfiguration für Version 1 bis 3 entspricht der für die MCS2. Zusätzlich ist Version 4, eine Option für Link S88 Unterstützung. Die Unterstützung ist auf 32 Link S88 Einheiten begrenzt, wovon jede mit lokalen Kontakten konfiguriert ist und die zusätzlichen Rückmelde-Einheiten an die drei externen Busse angeschlossen sind. Die Konfiguration wurde von der CS2 übernommen, weshalb eine CS2 in der Konfiguration vorhanden sein muss.
CS3 plus: S88-Unterstützung erfordert auch Rückmelder Version 4.
Einheiten repräsentiert die Anzahl von 16-Kontakt-Einheiten, die am S88-Bus der CS2 angeschlossen sind.


Personal Tools