Der Aufstellblock

Aufgabenstellung

Dieses Beispiel erklärt die Konfiguration eines Aufstellblocks.
Ein Aufstellblock ist ein Abstellgleis, dass in mehrere kurze Gleisabschnitte unterteilt ist.
Dies ermöglicht Rocrail, Züge verschiedenster Längen in einem Gleis hintereinander zu parken.
Fährt der vorderste Zug aus dem AB aus und ist im nächsten Block angekommen, rücken die hinteren Züge nach

Folgendes Bild zeigt einen Schattenbahnhof mit 4 Abstellgleisen. Jedes Abstellgleis soll als Aufstellblock mit je 3 Sektionen eingerichtet werden.
Nehmen wir als Beispiel Aufstellblock 1 mit einer Gesamtgleislänge von 3,20m. Wir wollen 3 Sektionen mit je einem Meter Länge einrichten.

Diese drei Sektionen könnte man für die nötigen Rückmelder jeweils in 10cm und 90cm aufteilen. (Längen abhängig vom Rollmaterial und Konfiguration der Lok-Eigenschaften →Bremskurve)
Dieser Aufstellblock kann nun 3 Züge mit je einer Länge von kürzer 1m aufnehmen, oder einen Zug kürzer 1m und einen Zug von zB 1,8m - der dann 2 Sektionen belegen würde.
Jeder Aufstellblock benötigt einen Enter-Melder. Dieser zeigt Rocrail an, dass ein Zug in den AB eingefahren ist (gelbes Gleisstück).
Pro Sektion ist mindestens ein In-Rückmelder erforderlich, der Rocrail anzeigt, dass ein Zug in einer Sektion angekommen ist (rote Gleisstücke).
Die Rückmelder der grünen Gleisstücke sind alternativ und melden Rocrail einen liegen gebliebenen Wagen etc.
Somit berechnet sich die Mindestanzahl der Rückmelder mit Anzahl der Sektionen + Enter-Melder. In Unserem Beispiel also 3+1=4 Rückmelder.

Konfiguration

In Rocrail könnte dieses Beispiel im Gleisbild so aussehen.
Rechts die 4 Aufstellblöcke mit den jeweils zugeordneten Enter-Meldern.
Links der AB´s die Rückmelder (rote Gleisstücke) der einzelnen Sektionen. (Noch ohne die Belegtmelder der grünen 90cm-Gleisstücke)

Klickt man mit der rechten Maustaste in das Symbol des ersten AB´s kommt man zu dessen Eigenschaften.
Unter Allgemein ist zunächst nur im Feld Einfahrtsmelder der Enter-Rückmelder einzutragen. In unserem Beispiel der Melder mit der ID “Enter_1”.
Im Feld Zugabstand sollte man die Länge der Rückmelder (rote Gleisabschnitte) eintragen.
Die Abschnittslänge kann auf 30 bleiben, da wir die Längen bei den einzelnen Sektionen angeben. Sollte bei einer Sektion keine Länge angegeben sein, wird diese Länge verwendet.

http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=stageblock:stage-gen-de

Unter dem Reiter Abschnitte legen wir die 3 Sektionen dieses Aufstellblocks an.
Dazu muss eine Kennung angegeben werden, sowie die Länge des Abschnitts und der jeweilige Rückmelder.
Die Abschnitte eines AB´s müssen nicht gleich lang sein! Man kann die Längen den baulichen Gegebenheiten, wie zB Segmentgrenzen, anpassen .
Ein Beispiel meiner Anlage: AB mit 9 Sektionen, 2x 45cm, 2x 60cm, 4x 50cm und 1x 60cm. Gegeben durch Segmentgrösse und Segmentgrenzen.

http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=stageblock:stage-sections-de

Möchte man auch die Belegtmelder (grüne Gleisabschnitte) nutzen um liegen gebliebene Fahrzeuge zu erkennen, ist pro Sektion ein weiterer Melder einzufügen

Die Rückmelder sind in den Sektionen unter Belegung einzutragen.

http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=stageblock:stage-sections-de

Die anderen drei Aufstellblöcke werden ebenfalls nach diesem Muster eingerichtet.

Weitere Hinweise

  • Ist in der Konfiguration einer Lok keine Länge angegeben, kann diese Lok in keinen AB einfahren
  • Die Enter-Melder können virtuell ausgelegt und durch einen Rückmelder - zB der Weichenharfe in der Einfahrt - in Abhängigkeit der Fahrstrasse ausgelöst werden.
  • Man gewinnt an Nutzgleislänge, wenn man die Rückmelder (rote Gleisabschnitte) möglichst kurz macht. Dies ist aber von den Einstellungen der Lok abhängig und muss an einem Testgleis ausprobiert werden.
  • Um die Bremswege zu verkürzen, kann man auf den Enter-Melder eine Aktion legen, die zB die Lokfunktion “Rangiergang” einschaltet und die Bremskurve deaktiviert. Auf dem AB kann eine Aktion bei Depart angelegt werden, die diese Funktionsänderungen rückgängig macht.
  • Da die letzten beiden Rückmelder in den Gleisen 3+4 vor der Weiche eng zusammen treffen, müsste man hier die Meldeabschnitte vielleicht etwas verlängern. Sonst besteht die Gefahr, dass die Züge sich berühren.

Downloads

Demo 1

Hier ein Demo-Plan.
Lok3 mit einer Länge von 80cm und Lok4 mit einer Länge von 160cm.
Setzt man die beiden Loks in die Blöcke B1 und B2 und startet die virtuelle Automatik, kann man durch händisches Aktivieren der einzelnen Rückmelder in den AB´s gut erkennen, wie die Loks ihre Geschwindigkeit ändern und langsam vorrücken.
Schliesst man die AB´s 2-4, passen beide Loks in AB_1. Dabei belegt Lok3 eine Sektion und Lok4 zwei Sektionen.
Die Belegung eines AB´s kann man sich anzeigen lassen, indem man mit der Maus über den AB fährt. Es erscheint ein Tooltip mit der Belegung der einzelnen Sektionen.

plan.xml

Demo 2

Dies ist der gleiche Plan. Allerdings wurde auf die “echten” Enter-Melder verzichtet. Ein Melder in der Weichenharfe vor den AB´s und Fahrstrassenabhängige Aktionen lösen die Enter-Melder virtuell aus.

plan.xml

Links

http://forum.rocrail.net/viewtopic.php?f=44&t=8504 Aufstellblock mit Schalter aktivieren / deaktivieren

https://www.youtube.com/watch?v=xGE50qNqMsA Video


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