Modul-Anlage einrichten

Anforderungen

  1. Kentnisse vom Datei-System
  2. Erfahrener Rocrail-Benutzer


Wie vorzugehen ist

  1. Modul-Dateien erstellen.
  2. Den Server mit einem leeren Modulplan starten.
  3. Die Einzel-Module in den Modulplan einfügen.
  4. Die Modul-Verbindungen einstellen.
  5. Neustart.


Definition eines Moduls

Module müssen mit Rocview im Offline-Modus ohne Server-Verbindung angelegt und mit ihrem eigenen, eindeutigen Datei-Namen gespeichert werden.
Wenn ein oder mehrere Module Teile eines unveränderlichen Anlagenteils sind, wie z.B. eines Bahnhofs, dann sollten sie in Rocrail als ein logisches Modul definiert werden.

Modul-Seiten

Alle Module haben vier logische Seiten, die entsprechend der Haupt-Kompass-Richtungen benannt sind:

DE EN kurz
Nord North n
West West w
Süd South s
Ost East e


Modul-Fahrstraßen

Eine Modul-Fahrstraße hat im allgemeinen einen Modul-Anschluss nach Himmelsrichtung (In Rocrail: “point”) und einen Block, aber wenn kein Block dazwischen liegt, hat sie 2 points.
Es ist vorzuziehen, die Modul-Fahrstraßen manuell anzulegen, wenn zusätzliche Flexibilität erforderlich ist. Richtungs-Pfeile sind nicht erforderlich, aber optisch hilfreich.
Dieser Schritt kann übersprungen werden, wenn keine zusätzliche Flexibilität erforderlich ist und die Erzeugung der Fahrstraßen dem Analyser überlassen wird.


Jede Modulseite kann bis zu 5 Gleis-Verbindungen haben.
Nachdem Modul-Fahrstraßen Teil eines Arrangements wurden, erfolgt die automatische Auflösung der Abschnitte zu einer Fahrstraße zwischen den verbundenen Blöcken. (Modulplan.)
Die jeweils geringeste Geschwindigkeit der als Abschnitte beteiligten Modul-Fahrstraßen wird als gemeinsame Fahrstraßen-Geschwindigkeit verwendet.

Beispiel


Züge fahren nur auf der rechten Seite mit folgenden Fahrstraßen:

Von Block Nach Block Kreuzende Blöcke Befehle
point-ws 3b2 - 3t2=straight
3b2 point-es - 3t2=straight
point-en 3b1 - 3t1=straight
3b1 point-wn - 3t1=straight
point-en point-ws 3b1, 3b2 3t1=turnout, 3t2=turnout


Einen leeren Modulplan erzeugen

  1. Einen neuen leeren Arbeitsbereich mit Rocview öffnen.
  2. Die Rocrail-Eigenschaften-Registerkarte “Allgemein” öffnen.
  3. “plan.xml” in einen nicht existierenden Dateinamen, wie “modules.xml” ändern. Verwenden des voreingestellten “plan.xml” funktioniert nicht, weil er bereits existiert.
  4. Typ Modulplan auswählen.
  5. Den neuen Arbeitsbereich neu starten.


Modul-Gleisplan

Nach dem Neustart des Arbeitsbereichs wurde ein leerer Modul-Gleisplan erzeugt:

Mit einem Rechtsklick auf den leeren Plan, können die Eigenschaften des Modulplans angesehen und geändert werden.

Überschrift

Freier Text für den Titel des Arrangements.
Dieser Text wird in der Titelleiste von Rocview angezeigt.

Untertitel

Der Untertitel wird als Bezeichung für die Modulplan-Fläche verwendet.

Lokomotiven

Die XML-Datei enthält alle Eigenschaften der Lokomotiven.
Standard: lc.xml

Fahrstraßen

Fahrstraßen-XML-Datei. Standard: rt.xml.
Wenn Verbindungen verwendet werden ist sie normalerweise nicht erforderlich, aber sie kann verwendet werden, um Fahrstraßen zu definieren, die mit der momentanen Lösung für Modul-Fahrstraßen nicht möglich sind.

Option

Anlage initialisieren

Bei gesetzter Option werden beim Start alle Weichen und Signale initialisiert, um definierte Einstellungen zu erhalten.

Module speichern

Bei gesetzter Option ist das Speichern der Modul-Dateien erlaubt.

Speichern

Bei gesetzter Option ist das Speichern der Modulplan-Datei erlaubt.

Modul-Fahrstraßen

Verwendet die in Modulen definierten Fahrstraßen.

Module zum Plan hinzufügen

Hinweis: zu diesem Kapitel gibt es ergänzende Screenshots

Mit rechtem Mausklick in den Plan im Kontextmenü Module hinzufügen auswählen:

Mit dem Datei-Manager die XML-Datei eines Moduls auswählen.
Im sich öffnenden Eingabe-Dialog die Kennung des Moduls einstellen.
Diese Kennung ist der eindeutige Name des Moduls in diesem Arrangement.
Dasselbe Modul (die XML-Datei) kann in anderen Arrangements andere Kennungen erhalten.

Nachdem das Modul geladen ist und im Modulplan angezeigt wird:

Verschieben und Drehen

Zunächst muss der Bearbeitungs-Modus aktiviert werden: Menü → Gleisplan → Modulplan bearbeiten
Das Modul kann mit der Maus an einer leeren Raster-Zelle herumgeschoben werden.
Mit einem rechten Mausklick auf eine leere Raster-Zelle erscheint ein Popup-Menü:

Die gewünschte Ausrichtung für dieses Modul auswählen bzw. welche originale Modulseite oben liegen soll.

Modul entfernen

Mit rechtem Mausklick auf eine freie Raster-Zelle des zu entfernenden Moduls und Gleisplan löschen im Kontext-Menü, wird dieses Modul aus dem Modulplan entfernt.

Das Modul wird aus diesem Arrangement nur entfernt.
Die XML-Datei des Moduls wird damit nicht gelöscht :!:


Modul-Eigenschaften

Mit einem rechten Mausklick auf eine leere Raster-Zelle Moduleigenschaften… aus dem Popup-Menü auswählen.
Auf der Registerkarte “Allgemein” des Dialogs können die Modul-Eigenschaften bei Bedarf geändert werden:


Überschrift

Freier Text für den Modul-Titel. Muss eindeutig sein, weil er für das Entfernen von Modulen verwendet wird.

Kennung

Modul-Kennung die eine Referenz für alle Modul-Aktionen ist. Die Kennung muss mit Vorsicht geändert werden, weil das alle Modul-Fahrstraßen ungültig machen kann.

Nummer

Die Zahl wird für die grafische Darstellung verwendet, die Positon, im RocNetNode-Dialog verwendet.

Datei

XML-Datei mit der Definition des Moduls.

X, Y

Modul-Position im Arrangement.

Drehung

Welche Seite des Moduls die obere sein soll, wird mit der Drehungs-Option ausgewählt:

  • Nord = 0° (Entspricht dem Modul ohne Drehung)
  • Ost = 90°
  • Süd = 180°
  • West = 270°


Modul-Verbindungen

Nach dem Hínzufügen eines oder mehrerer Module zum Plan, können die Modul-Verbindungen eingestellt werden.
Mit einem rechten Mausklick auf eine leere Raster-Zelle Moduleigenschften… vom Popup-Menü auswählen und zur Registerkarte Verbindungen wechseln:

Das linke Modul in diesem Beispiel hat die Kennung m2 und das rechte m4.
Die Modul-Verbindung für das linke Modul, m2, ist auf der Ost-Seite m4.
Die Modul-Verbindung für das rechte Modul, m4, ist auf der West-Seite m2.

Gedrehte Module

In diesem Beispiel ist das linke Modul gedreht und seine Süd-Seite ist oben:

Die Modul-Verbindung für das linke Modul, m2, ist auf der WEST-Seite m12.
Die Modul-Verbindung für das rechte Modul, m12, ist auf der WEST-Seite m2.


Real existierende Beispiele


:!: Die in den Beispielen an den Modul-Übergängen vorhandenen Verbinder-Objekte sollen für diesen Zweck nicht mehr verwendet werden.

Manuell angelegte Modul-Verbindungen benötigen keine Verbinder.
Der Analyser kann Modul-Übergänge nur ohne Verbinder bearbeiten.

Test-Beispiel


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