Schritt-für-Schritt-Anleitungen
- Schnell-Einstieg | Schritt-für-Schritt-Anleitungen | Rocrail unter Windows installieren | Rocrail unter Linux installieren | Video-Anleitungen | Die Demobahn
Der Einstieg für Einsteiger
Diese Seite als PDF zum Download: Rocrail Schritt-für-Schritt (Version vom 14. November 2012)
Weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen
- Schritt-für-Schritt CS2 Speziell für die Märklin CS2. Benutzer der CS2 werden Schritt für Schritt durch die Einrichtung der Zentrale geführt.
- Schritt-für-Schritt für den Mac. Ältere Seite speziell für Mac-Nutzer.
Video-Anleitungen
Für den schnellen Einstieg in Rocrail und zur Lösung spezieller Problemstellungen gibt es zahlreiche Videos.
| Wurden bereits zuvor ggf. erfolglose Änderungen an Einstellungen vorgenommen, wird diese Anleitung höchstwahrscheinlich nicht zum Erfolg führen! Auch eine Neuinstallation hilft dann nicht weiter! Tipp: In einem solchen Fall leisten die oben verlinkten Video-Anleitungen wertvolle Hilfe. |
Vorwort
Diese Seite soll insbesondere Anfängern den Einstieg in Rocrail erleichtern. Sie führt vom Download des Programms über die Installation und die Einrichtung der Zentrale bis hin zum Fahrplanbetrieb und kann daher vielleicht auch manch Fortgeschrittenem noch Anregungen geben.
Diese Anleitung wurde weitest möglich allgemeingültig gehalten, d. h. sie soll für sämtliche Betriebssysteme und Zentralen gleichermaßen gelten. Die Dialoge und Einstellungsseiten werden daher - je nach verwendetem Betriebssystem - etwas anders aussehen als dargestellt, der Inhalt bleibt aber derselbe. Durch gelegentliche Änderungen in der Übersetzung können in der jeweils aktuellen Version von Rocrail unter Umständen auch einzelne Funktionen anders bezeichnet sein.
Auf spezielle Einstellungen für einzelne Zentralen kann im Rahmen dieser allgemeinen Einführung nicht gesondert eingegangen werden. Die notwendigen Schritte müssen daher der jeweiligen Wiki-Seite zur verwendeten Zentrale entnommen werden.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung wurde in der Absicht erstellt, Anfänger möglichst lückenlos von den ersten Schritten bis zur automatischen Anlagensteuerung zu führen. Es mag Stellen geben, an denen das noch nicht vollständig gelungen ist. Die Autoren freuen sich daher über Anregungen, die gerne im Wiki-Forum platziert werden können!
Tipps zur Nutzung der Wiki-Seiten
- Zum schnellen Navigieren auf umfangreichen Seiten eignet sich das Inhaltsverzeichnis (Table of Contents) rechts oben auf jeder Seite
1.0 Grundlagen
1.1 Rocrail herunterladen
Rocrail kann für alle Betriebssysteme über das Download-Portal heruntergeladen werden.
1.2 Rocrail installieren
Weitere Informationen je nach verwendetem Betriebssystem (nachdem die Installation abgeschlossen wurde, zu dieser Seite zurückkehren und mit Kapitel 1.3 fortfahren):
1.3 Der erste Start
Rocview (nicht Rocrail!) aus dem Startmenü starten. Rocview öffnet sich und ein Dialog erscheint.
|
| Rocrail Spenden-Dialog |
Dies ist der Spenden-Dialog. Er erscheint bei jedem Programmstart, solange kein Spenden-Schlüssel eingeben wurde. Den Dialog mit einem Klick auf OK bestätigen.
Hinweis: Rocrail wird auf freiwilliger, unentgeltlicher Basis entwickelt und gepflegt. Trotzdem wird für Entwicklung und Pflege auch Geld benötigt, z. B. für die Anschaffung von Hardware zu Testzwecken und zur Deckung von Server-Kosten.
Es wird daher anheim gestellt, einen kleinen Beitrag als Spende zu leisten, wenn das Programm gefällt und langfristig verwendet werden soll.
Wie gespendet werden kann steht auf den Seiten Spenden-Dialog und Spenden.
Nachdem der Spenden-Dialog bestätigt wurde präsentiert sich Rocview zunächst mit englischer Benutzeroberfläche. Zum Wechseln der Spracheinstellung wird aus dem Menü View der Punkt Language und dann Deutsch ausgewählt, wie in der folgenden Abbildung dargestellt.
|
| Einstellung der Sprache |
Daraufhin erscheint ein Dialog, der mit OK bestätigt wird.
|
| Aufforderung zum Neustart von Rocview zur Übernahme der Spracheinstellung |
Rocview schließen und erneut aus dem Startmenü starten. Ein neues, leeres Rocview mit deutscher Benutzeroberfläche sieht wie folgt aus:
|
| Leeres Rocview: Ohne Gleisplan und offline (keine Server-Verbindung) |
Über das Menü Datei kann ein Arbeitsbereich geöffnet werden. Mit dieser Funktion starten Rocrail (der Server) und Rocview (der Client) mit gemeinsamer Verbindung zur Steuerung der Modellbahnanlage.
Der Standard-Arbeitsbereich findet sich je nach Betriebssystem in der Regel unter den Eigenen Dateien oder im Homeverzeichnis. Dort sollte sich auch ein Ordner mit der Bezeichnung Rocrail befinden. Diesen Ordner auswählen.
| |
| Arbeitsbereich öffnen | Arbeitsbereich auswählen |
Im Hintergrund öffnet sich auch der Rocrail Server (schwarzes Fenster).
Hinweis: Der Server läuft bei einigen Betriebssystemen (Linux, OSX, …) unsichtbar im Hintergrund, bei anderen (Windows, …) ist das Server-Fenster, so wie im nächsten Absatz beschrieben, sichtbar.
Der Rocrail-Server ist für den Benutzer nur ein Textfenster, das am Bildschirm Server-Nachrichten anzeigt. Dieses Fenster muss während der gesamten Nutzungszeit von Rocrail zwingend geöffnet bleiben. Nicht versuchen, das Serverfenster zu schließen! Die Serversoftware ist diejenige Komponente von Rocrail, die kontinuierlich mit der Zentrale kommuniziert.
|
| Beispiel eines Rocrail-Server-Fensters auf einem Windows-Rechner |
Tipp: Damit später nicht immer wieder der Ordner des Arbeitsbereiches von Neuem ausgewählt werden muss, kann unter dem Menü Datei der Punkt Rocview Eigenschaften… ausgewählt werden und in dem folgenden Dialog der Standard-Arbeitsbereich festgelegt werden.
Hinweis: Die Option Lade Arbeitsbereich beim Programmstart darf jetzt noch nicht aktiviert werden, damit Rocview vorläufig auch noch ohne Serververbindung gestartet werden kann.
In der Ursprungs-Konfiguration wird die Virtuelle Zentrale verwendet. Es sollte ein Gleisplan mit zwei Lokomotiven, der V200 und der E03 erscheinen. Diese virtuelle Anlage benötigt keinerlei Verbindung zu einer Zentrale oder einer Anlage. Sie dient nur als Beispiel um zu zeigen, wie Rocrail funktioniert.
|
| Der geladene Demoplan (plan.xml). Die wichtigsten Bedienelemente und Anzeigen sind beschrieben. *: Die Anzeige der Stromaufnahme funktioniert nur mit Zentralen, die diese Funktion unterstützen. **: Eine Beschreibung der Status-Anzeigen findet sich auf der Seite Status der Zentrale. |
1.4 Rocrail kennenlernen: Der Demoplan
Um besser mit dem Plan arbeiten zu können, kann die Ansicht vergrößert werden.
|
| Zoom verwenden |
Der Demo-Plan besteht aus drei Blöcken, sechs Rückmeldern (grüne Kreise), zwei Weichen sowie den Verbindungsgleisen. Die Richtungsgleise (grüne Pfeile) dienen nur der Orientierung. Weichen können durch einen Klick auf ihr Symbol umgeschaltet werden. Die Rückmelder lassen sich durch einen Klick Aktivieren und durch einen weiteren Klick wieder Deaktivieren.
Hinweis: Das Simulieren der Rückmelder funktioniert mit der virtuellen Zentrale; wenige andere Zentralen unterstützen das Simulieren der Rückmelder ebenfalls. Siehe Unterstützte Zentralen (englische Seite) für weitere Details.
Die Demo-Anlage ist mit zwei Rückmeldern pro Block eingerichtet. Der jeweils erste, in Fahrtrichtung vor dem Blocksymbol liegende wird enter genannt, der zweite, in Fahrtrichtung hinter dem Blocksymbol liegende, heißt in. Der enter-Rückmelder teilt Rocrail mit, dass eine Lok den Block erreicht hat, der in-Rückmelder ist das Signal dafür, dass die Lok nun vollständig in den Block eingefahren ist. Es wird später noch erläutert werden, dass Blöcke auch mit nur einem oder auch mit mehreren Rückmeldern eingerichtet werden können.
Jetzt kann der virtuelle Betrieb gestartet werden. Dazu bitte sicherstellen, dass kein Rückmelder mehr aktiv ist. Anschließend nacheinander den Fahrstrom
und den Automatik-Betrieb
einschalten.
Lok E03, die sich schon in Block 01 befindet, wird durch einen Doppelklick auf das Blocksymbol gestartet. Danach ist im Beispiel Block 03 als Ziel ausgewählt und deshalb gelb markiert (Status: reserviert). Auch die Gleise, die zur Fahrstraße von Block 01 nach Block 03 gehören, werden gelb ausgeleuchtet. Die Lok fährt nun virtuell zu Block 03. Ein Klick auf den Rückmelder vor dem Block löst das enter-Ereignis aus.
Tipp: Wird der Mauspfeil über eine Objekt bewegt, so gibt es seinen Namen preis. Der Richtige Rückmelder heißtfb3a.
Hinweis: Das Ziel könnte auch Block 02 sein. Rocrail wählt ein Ziel zufällig aus, sofern wie hier mehrere gleichwertige zur Verfügung stehen. Der Rückmelder hieße dannfb2a.
Block 03 hat als Zeichen dafür, dass die Lok ihn erreicht hat, seine Farbe nach blau gewechselt. Die Lok fährt nun auf das Blockende zu. Um dieses zu simulieren wird der nächste Rückmelder aktiviert: fb3b (oder fb2b, falls Block 02 das Ziel war). Jetzt ist die Lok angekommen und bleibt stehen. Block 03 ist rot eingefärbt um anzuzeigen, dass er belegt ist. Block 01 ist (erst) jetzt wieder frei und erscheint in weiß.
Die Rückmelder sollten nun wieder deaktiviert werden. Die Lok fährt nach einer Wartezeit virtuell wieder los und sucht sich nach dem Zufallsprinzip entweder Block 02 oder Block 03 als Ziel. Auch die Weiche wird dazu automatisch in die richtige Lage gebracht. In dem nun gelb markierten Block können nacheinander wieder die passenden Rückmelder aktiviert werden. Die Lok kann auf diese Weise im Kreis geführt werden.
| |
| 1. Der Demoplan | 2. Lok durch Doppelklick gestartet, zufälliges Ziel Block 03 |
| |
| 3. Simulieren von enter in Block 03 | 4. Simulieren von in in Block 03 |
|
|
| 5. Das nächste Ziel ist Block 01 |
Soll der virtuelle Betrieb beendet werden, so wird die Lok in einem beliebigen Block zum stehen gebracht und der Automatik-Betrieb wieder ausgeschaltet.
2.0 Anbindung der eigenen Zentrale
2.1 Mit der Zentrale verbinden
Den Computer und die Zentrale gemäß der Anleitung der Zentrale verbinden. Bei Unklarheiten bitte den Hersteller kontaktieren und den Abschnitt für die jeweilige Zentrale im Rocrail-Wiki nachlesen.
2.2 Zentrale einrichten
Den Rocrail-Eigenschaften-Dialog öffnen,
|
| Menü Datei / Rocrail Eigenschaften… |
zum Reiter Zentrale wechseln, die Virtuelle Zentrale markieren und durch Klick auf Entfernen löschen.
|
| Rocrail: Zentrale. Virtuelle Zentrale auswählen und entfernen |
Nun die richtige Zentrale über das Auswahlfeld Neu unten im Dialog wählen und auf Hinzufügen klicken.
Hinweis: Die meisten Zentralen lassen sich nicht direkt auswählen. Meistens muss das Schnittstellen-Protokoll aus der Liste gewählt werden und dann ggf. in den Eigenschaften die Zentrale. Welches Schnittstellenprotokoll das richtige ist, steht im Wiki auf der Seite der jeweiligen Zentrale.
Die neu hinzugefügte Zentrale markieren und durch drücken auf Eigenschaften gemäß den Anweisungen für diese Zentrale konfigurieren.
Beispiel: Besitzer der Uhlenbrock Intellibox 1 folgen dem Link zu den Zentralen, suchen sich dann den Hersteller Uhlenbrock und dann Intellibox. Auf dieser Seite sind die beiden möglichen Protokolle p50x und LocoNet erklärt. Im obigen Dialog wird also z. B. p50x ausgewählt, die neue Zentrale markiert und auf Eigenschaften geklickt. Der daraufhin erscheinende Dialog wird wiederum auf der Seite der Intellibox erklärt.
In der Regel müssen zumindest die Schnittstellenkennung (bei einer neu anlegten Zentrale lautet sie NEW) ggf. die Schnittstellengeschwindigkeit sowie ein Port, Bus oder Gerät angegeben werden, über das der Rechner mit der Zentrale verbunden ist.
Hinweis: Rocview und Rocrail müssen beendet und neu gestartet werden, damit die neu angelegte Zentrale übernommen wird.
2.3 Die Konfiguration überprüfen
Die Zentrale entsprechend ihrer Anleitung in Betrieb nehmen und mit Hilfe von Rocview den Fahrstrom der Zentrale ein- und ausschalten (
-Symbol oben in der Leiste). Überprüfen, ob die Zentrale auf den Befehl reagiert.
3.0 Eine neue Gleisplan-Datei anlegen
Die Gleisplan-Datei enthält alle Objekte, die von Rocrail verwaltet werden, dazu gehören u. a. auch die Lokomotiven. Der Gleisplan-Datei kommt also eine zentrale Bedeutung zu.
Wenn Rocrail neu installiert wurde und zunächst der Standard Arbeitsbereich in Rocview geöffnet wird, dann öffnet sich der Demo-Gleisplan. Der Name der Demogleisplan-Datei ist plan.xml.
Um statt des Demo-Planes eine eigene Gleisplan-Datei zu verwenden wird, sofern noch nicht geschehen, zunächst Rocview gestartet und der Arbeitsbereich geöffnet. Der Demo-Plan erscheint. Nun wird im Menü Datei Rocrail Eigenschaften… ausgewählt:
|
| Rocrail Eigenschaften aus dem Menü wählen |
Das unten dargestellte Fenster erscheint. Der Name der Gleisplan-Datei wird nun von plan.xml in einen vom Benutzer zu wählenden Namen geändert, z. B. Anlage.xml:
Hinweis: Der Name wird im nächsten Schritt noch einmal benötigt, daher gut merken bzw. in die Zwischenablage kopieren.
|
| Namen der Gleisplandatei ändern |
Das Dialogfenster mit OK schließen und Rocview beenden.
Rocview erneut starten, aber keinen Arbeitsbereich öffnen!
Im Menü Datei den Punkt Neu wählen und die folgende Meldung, in der auf die fehlende Verbindung zu einem Server hingewiesen wird, mit OK bestätigen:
| |
| Einen neuen Gleisplan anlegen | Meldung über fehlende Server-Verbindung bestätigen |
Im Fenstertitel steht nun Rocrail: New plan. Der neue Plan wird jetzt über das Menü Datei und dem Punkt speichern unter… gespeichert. Es öffnet sich ein Dialog bzw. Dateimanager, der auf den Pfad mit den Gleisplan-Dateien zeigt. Dort muss auch der Demo-Plan plan.xml vorhanden sein. Den neuen Plan unter dem oben verwendeten Namen, im Beispiel Anlage.xml, speichern:
| |
| Den neuen Plan speichern | Gleisplan unter neuem Namen speichern |
Tipp: Wenn Gleisplan-Dateien in diesen Ordner abgelegt werden, dann müssen später auch keine Pfadeingaben in den Rocrail Eigenschaften eingestellt werden, da dies der Standardordner ist.
Nachdem die Gleisplan-Datei gespeichert wurde, den Arbeitsbereich öffnen. Rocview öffnet nun den gerade erstellten, neuen und leeren Plan und im Fenstertitel erscheint Rocrail: Anlage.
4.0 Lokomotiven anlegen
Damit eine Lokomotive mit Rocrail gesteuert werden kann, muss sie zunächst angelegt werden.
Aus dem Menü Tabellen den Punkt Lokomotiven… auswählen.
Es öffnet sich das Fenster Lokomotiven:
|
| Fenster Lokomotiven / Übersicht |
Auf die Schaltfläche Neu klicken. Es erscheint eine Lokomotive mit dem Namen NEW:
|
| Eine neue Lok ist angelegt |
Auf diesem Reiter gibt es noch folgende Optionen:
Funktionen wiederherstellen
Bei aktivierter Option werden die Funktionen der Lok (Beleuchtung, Dampferzeuger etc.), die in der letzten Sitzung aktiv waren, nach einem Neustart wiederhergestellt.
anzeigen
Die Lok wird im Lokbedienfeld angezeigt (standardmäßig aktiviert). Manchmal kann es sinnvoll sein einzelne Loks, wenn sich diese z. B. gerade in Reparatur befinden, nicht anzuzeigen. Der Hintergrund des Lokbedienfeldes wird gelb eingefärbt, wenn eine oder mehrere Loks ausgeblendet wurden.
Geschwindigkeit wiederherstellen
Wird diese Option aktiviert, so wird die Geschwindigkeit der Lok aus der letzten Sitzung beim Start von Rocrail wiederhergestellt.
Hinweis: Diese Option ist nur sinnvoll, wenn die Lok ausschließlich manuell gefahren wird.
Nachdem wie zuvor beschrieben eine neue Lok durch Anklicken der Schaltfläche Neu erstellt wurde und der Eintrag dieser Lok, falls nicht automatisch der Fall, ggf. markiert wurde, wird als nächster Schritt zum Reiter Allgemein gewechselt und dort die Kennung der Lokomotive eingegeben:
|
| Reiter Allgemein: Eingabe des Lok-Namens |
Die vorgegebene Kennung NEW wird dabei mit der gewünschten Kennung überschrieben.
Hinweis: Die Lokomotiv-Kennung wird von Rocrail zur eindeutigen Identifizierung der Lok verwendet und ist daher sehr wichtig. Die gleiche Kennung darf auch nicht mehrfach vergeben werden.
Bei manchen Zentralen muss die Kennung in Rocrail exakt mit der in der Zentrale verwendeten Kennung übereinstimmen. Siehe ggf. Hinweise auf der Wiki-Seite der Zentrale.
Tipp: Kennungen sollten kurz sein, damit sie später auch in den Blocksymbolen angezeigt werden können. Oft eignet sich eine Baureihenbezeichnung wieBR 298im Beispiel als Kennung
Die übrigen Felder sind optional und können zunächst unverändert bleiben. Über ihre Bedeutung informiert die Seite Lokomotiven: Allgemein.
Als nächstes zum Reiter Schnittstelle wechseln und dort u. a. die Digital-Adresse der Lok eingeben:
|
| Reiter Schnittstelle |
Adresse
Hier wird die Digital-Adresse der Lokomotive eingegeben. Dieser Eintrag besonders wichtig, da Rocrail eine Lok ohne Digital-Adresse nicht steuern kann.
Hinweis: Manche Zentralen verwenden nicht die Adresse sondern die Kennung der Lokomotive zu deren Identifizierung (z. B. ECoS). Siehe ggf. Hinweise auf der Wiki-Seite der Zentrale.
Hinweis: Märklin mfx-Dekoder bedürfen - abhängig von der verwendeten Zentrale - unter Umständen besonderer Einstellungen. Details finden sich auf der Wiki-Seite der entsprechenden Zentrale.
Schnittstellenkennung
Die Kennung der Zentrale, die die Lokomotive steuert. Wird nur eine Zentrale verwendet, was die Regel sein dürfte, dann braucht hier nichts eingetragen zu werden.
Bus
Manche Zentralen (Selectrix, …) erlauben es z. B., das Digitalsignal auf zwei Bussen getrennt für Lokomotiven und Magnetartikeln auszugeben. In diesem Falle muss hier der richtige Bus angegeben werden. In der Regel bleibt der Eintrag jedoch auf 0 (Null) stehen.
Protokoll
Hier wird das Digital-Protokoll angegeben, mit der die Lokomotive gesteuert werden soll.
Tipp: Meistens wird das Digital-Protokoll über die Zentrale festgelegt und braucht daher hier nicht angegeben zu werden.
Hinweis: Es empfiehlt sich der Übersicht halber trotzdem hier den richtigen Eintrag zu wählen. Einige Zentralen erfordern diese Angabe. Details sind auf der Seite Lokomotiven: Schnittstelle angegeben.
Hinweis: Märklin mfx-Dekoder benötigen - abhängig von der verwendeten Zentrale - unter Umständen besondere Einstellungen. Details finden sich ggf. auf der Wiki-Seite der entsprechenden Zentrale.
Protokollversion
Dieser Eintrag kann bei Verwendung einer Hardware-Zentrale unverändert bleiben. Bei Sofware-Zentralen (DDX, …) ist diese Angabe unter Umständen erforderlich. Details auf der Seite Lokomotiven: Schnittstelle
Fahrstufen
Die Anzahl der Fahrstufen, die der Lok-Dekoder unterstützt muss hier angegeben werden. Übliche Werte sind 14, 28 oder 128.
Hinweis: Die eingestellte Fahrstufen-Anzahl des Lok-Dekoders, der Zentrale und Rocrail müssen, insbesondere bei DCC, übereinstimmen, ansonsten leuchtet unter Umständen die Lokbeleuchtung (F0) nicht oder blinkt.
Anzahl Funktionen
Die Anzahl der vom Dekoder unterstützten Funktionen.
V_Min
Die Minimalgeschwindigkeit, die Rocrail in bestimmten Situationen im Automatik-Betrieb verwendet.
V_Mid
Die mittlere Geschwindigkeit, die Rocrail in bestimmten Situationen im Automatik-Betrieb verwendet.
V_Reise
Die Reiseschwindigkeit, die Rocrail in bestimmten Situationen im Automatik-Betrieb verwendet, beträgt normalerweise 80% von V_Max. Wird hier ein von 0 (Null) verschiedener Wert eingegeben, so wird diese Geschwindigkeit stattdessen verwendet. Für den Anfang kann der Wert daher auf Null belassen werden.
V_Max
Die Maximalgeschwindigkeit. Siehe auch weiter unten bei V_Modus.
V_RMin, V_RMid, V_R_Reise, V_RMax
Haben die gleiche Bedeutung wie V_Min, V_Mid, V_Reise und V_Max jedoch für die Fahrtrichtung Rückwärts. Lokomotiven mit unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten für beide Fahrtrichtungen (z. B. viele Dampflokomotiven mit Schlepptender) können auf diese weise vorbildgerecht eingerichtet werden.
Hinweis: In der Regel brauchen für die Fahrtrichtung Rückwärts keine getrennten Geschwindigkeiten angegeben zu werden und der Wert bleibt jeweils auf 0 (Null) stehen. Damit gelten V_Min, V_Mid, V_Reise und V_Max für Vorwärts und Rückwärts gleichermaßen.
Tipp: Bei Lokomotiven, die sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten für Vorwärts und Rückwärts aufweisen, ist die Einstellung ggf. sinnvoll, jedoch sollte diese Korrektur - wenn möglich - besser am Dekoder selbst vorgenommen werden.
V_Step
Diese Option steht standardmäßig nicht zu Verfügung und soll nur für ältere Dekoder ohne Lastregelung und ohne Brems- und Beschleunigungsfunktion (Märklin DELTA, c80, etc.) verwendet werden.
Hinweis: Um V_Step zu Aktivieren muss die Option Lastregelung deaktiviert werden.
V_Step bewirkt, dass die Fahrstufen schrittweise hoch- bzw. heruntergeschaltet werden. Details siehe Lokomotiven: Schnittstelle
V_Modus
Der V_Modus kann entweder auf Prozent oder km/h eingestellt werden:
V_Modus Prozent
Ist der Haken bei Prozent gesetzt, so beziehen sich alle Geschwindigkeitsangaben auf Prozent der höchsten Fahrstufe. Bei z. B. 28 Fahrstufen entspricht 100 % der höchsten Fahrstufe, also 28. 50 % entsprechen der Hälfte der höchsten Fahrstufe, also 14.
Hinweis: V_Max begrenzt im Prozent_Modus die Höchstgeschwindigkeit der Lok, wenn Werte kleiner 100 eingegeben werden.
Hinweis: Es ist nicht sinnvoll, die Höchstgeschwindigkeit einer Lokomotive alleine mit V_Max einzustellen, da dabei die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrstufen reduziert würde.
Beispiel: Eine Lok mit Motorola-Dekoder und nur 14 Fahrstufen fährt bei höchster Fahrstufe 200 km/h, soll aber höchstens 120 km/h schnell sein. Wird V_Max nun auf 60 % reduziert, was etwa Fahrstufe acht entspricht, dann stehen also für 120 km/h nur noch acht Fahrstufen zur Verfügung. Dadurch ändert sich die Geschwindigkeit der Lok rechnerisch um 120km/h:8=15km/h pro Fahrstufe. Die gewünschte Höchstgeschwindigkeit sollte daher - wenn möglich - am Dekoder selbst eingestellt werden und für V_Max Werte um 100 % verwendet werden. Die Höchstgeschwindigkeit sollte - falls nötig - nur bei Dekodern ohne interne Geschwindigkeitseinstellung über die Einstellung von V_Max reduziert werden.
V_Modus km/h
Ist der Haken bei Prozent nicht gesetzt, so wird der km/h-Modus verwendet.
Hinweis: In diesem Modus beeinflusst V_max die Höchstgeschwindigkeit nicht.
Bei V_Max muss diejenige Geschwindigkeit angegeben werden, die die Lokomotive bei höchster Fahrstufe erreicht. Dieser Wert dient Rocrail als Berechnungsbasis für die übrigen Geschwindigkeiten. Beispiel: Wurde eine Lokomotive z. B. ihrem Vorbild entsprechend auf 80 km/h Höchstgeschwindigkeit bei höchster Fahrstufe eingestellt, dann muss bei V_Max 80 eingetragen werden. Soll die Lok bei V_Mid z. B. 35 km/h schnell fahren, dann ist bei V_Mid der Wert 35 einzutragen.
Hinweis: Eine lineare Geschwindigkeitskurve (nicht Beschleunigungskurve) ist jedoch Voraussetzung dafür, dass die Lok dann auch tatsächlich 35 km/h schnell fährt. Kann diese Bedingung nicht erfüllt werden, so sollte besser der Prozent-Modus verwendet werden.
Masse
Wird nur in Verbindung mit der Zentrale Dinamo benötigt.
Platzierung
Bestimmt die Fahrtrichtung der Lokomotive. In der Regel muss der Haken bei Standard gesetzt bleiben. Details siehe Lokomotiven: Schnittstelle.
Dir Pause
Nur selten für einige ältere Dekoder erforderlich. Details siehe Lokomotiven: Schnittstelle
Lastregelung
Wird bei modernen Dekodern mit Lastregelung aktiv gelassen. Bei älteren Dekodern ohne Lastregelung kann die Option deaktiviert werden, wodurch auch V_Step (s. oben) zur Verfügung steht.
Hinweis: Rocrail passt die Geschwindigkeit von Lokomotiven ohne Lastregelung im Automatik-Betrieb in gewissen Grenzen an Steigungen und Gefällen an, sofern Steigungen und Gefälle in den Blockeingenschaften angegeben wurden.
Nun wird auf den Reiter Einzelheiten gewechselt.
|
| Reiter Einzelheiten |
Für die Grundfunktionen sind hier keine weiteren Eingaben notwendig, jedoch kann die Antriebsart bereits passend eingestellt werden.
Hinweis: Rocrail beachtet im Automatik-Betrieb, dass Elektrolokomotiven nur auf elektrifizierten Strecken fahren können.
Tipp: Sollen Elektrolokomotiven trotz nicht vorhandener Oberleitung gefahren werden, so werden später die Blöcke als elektrifiziert gekennzeichnet, auch wenn das nicht der Fall ist. Die Antriebsart kann hier deshalb wenn gewünscht korrekt eingestellt werden.
Da auch auf den übrigen Reitern keine für die Grundfunktionen wichtigen Einstellungen vorgenommen werden müssen, kann nach dem Einstellen der Antriebsart das Anlegen der Lok mit einem Klick auf übernehmen abgeschlossen werden.
Wird nun wieder zurück auf den Reiter Übersicht gewechselt, so wird dort die gerade angelegte Lok mit ihrer richtigen Kennung angezeigt. Bei Bedarf können weitere Loks auf die gleiche Weise angelegt werden.
4.1 Eine Lok steuern
Wurden bereits Lokomotiven angelegt, so erscheinen diese links im Lok-Bedienfeld.
|
| Lok Bedienfeld |
Eine Lok wird durch einen Klick in die entsprechende Zeile ausgewählt und kann dann mit dem Schieberegler links neben der Uhr gesteuert werden.
Ein Wechsel der Fahrtrichtung erfolgt durch eine Klick auf die Schaltfläche >>, die dann nach << wechselt. Die Funktionen können mit den Tasten F0 bis F4 geschaltet werden. Weitere Funktionstasten lassen sich über die Schaltfläche FG (Funktionsgruppe) erreichen. Um die gewünschte Funktionsgruppe zu erreichen, muss sooft auf FG geklickt werden, bis diese erscheint.
Weiterhin kann eine Lokomotive über ein Fahrregler-Fenster gesteuert werden, dass sich mit einem Klick auf das Symbol
in der Symbolleiste oder durch eine Doppelblick auf die Kennung der Lok öffnen lässt.
|
| Fahrregler |
Die zu steuernde Lok wird im Auswahlfeld gewählt. Die Fahrtrichtung wird durch einen Klick auf die Schaltfläche mit dem Dampflok-Piktogramm umgeschaltet. Die Schaltfläche Stopp sorgt für ein Abbremsen der Lokomotive mit der im Dekoder eingestellten Bremsverzögerung. Mit der Schaltfläche HALT wird ein Nothalt ausgelöst, d. h. der Fahrstrom abgeschaltet. Über einen Fahrregler lassen sich die Funktionen F0 (hier als Fn bezeichnet) bis F12 direkt erreichen.
Tipp: Es lassen sich mehrere Fahrregler gleichzeitig öffnen, um mehrere Lokomotiven parallel steuern zu können. Ein neuer Fahrregler liegt über dem zuletzt geöffneten und muss entsprechend verschoben werden.
5.0 Der Gleisplan
Der Gleisplan von Rocrail wird zur Visualisierung und zum grafischen Schalten von z. B. Weichen und Signalen benötigt. Sämtliche Fahrbefehle oder Automatiksteuerungen können im Prinzip jedoch auch ohne Gleisplan nur über die Verbindung von Blöcken über Fahrstraßen stattfinden.
Im Gleisplan sollen auch keine „Entfernungen“ im echten Längenmaßstab gezeichnet werden. Die tatsächlichen Längen von Blöcken und Fahrstraßen können bei Bedarf in den Objekten selbst eingegeben werden.
Somit kann und soll der Gleisplan in Rocrail abstrahiert oder symbolisch gezeichnet werden. Eine maßstäbliche Abbildung ist nicht erforderlich.
Das Modell des Gleisplanes in Rocrail ist 1:1 von der „großen Bahn“ abgeleitet und bietet die Möglichkeit, mit geringster Größe die maximale Anlagengröße am Bildschirm abzubilden.
Hinweis: Rocrail ist kein Gleisplan-Programm! Jedes Objekt im Gleisplan beansprucht Ressourcen des Betriebssystems. Objekte ohne Funktion für die Steuerung der Anlage sollten daher für eine optimale Leistungsfähigkeit vermieden werden.
5.1 Einen eigenen Gleisplan anlegen
Im Menü Gleisplan wird der Punkt Gleisplan hinzufügen… gewählt.
|
| Einen Gleisplan hinzufügen |
In dem erscheinenden Dialog muss ein Name für den Gleisplan angegeben werden, z. B. Hauptstrecke oder der Name einer Ortschaft etc. Als Ebene empfiehlt sich zunächst die voreingestellte Ebene 0.
Tipp: Sollen mehrere Strecken, Ortschaften etc. auf verschiedene Gleispläne aufgeteilt werden, so werden diese auf die Ebenen verteilt. Anfänger sollten jedoch mit einem kleinen Plan auf nur einer Ebene beginnen.
Hinweis: Eine Ebene kann nicht doppelt vergeben werden. Wenn eine schon verwendete Ebenen-Nummer eingeben wird, wird kein neuer Gleisplan erstellt.
|
| Dialog Gleisplan-Eigenschaften |
Den Dialog mit OK bestätigen. Es erscheint ein leerer Gleisplan. Damit der Plan bearbeitet werden kann muss im Menü Gleisplan noch auf Plan bearbeiten umgeschaltet werden.
Tipp: Zu besseren Orientierung empfiehlt es sich die Rasteransicht im Menü Ansicht, Raster einblenden zu aktivieren.
5.2 Den Gleisplan bearbeiten
Wenn nicht schon geschehen, im Menü Gleisplan auf Plan bearbeiten umschalten.
Einfügen von Gleisplan-Objekten
Mit der rechten Maustaste auf die Position im Gleisplan klicken, an der das Objekt platziert werden soll. Das gewünschte Objekt aus dem Menü wählen.
Hinweis: Zum Ausprobieren sollten zunächst nur Gleise verwendet werden; viele andere Objekte starten Abfragen, die erst im nächsten Kapitel erklärt werden.
Drehen von Gleisplanobjekten
Sämtliche Gleisplanobjekte können nach dem Absetzen auf dem Gleisplan in die gewünschte Lage gedreht werden. Dazu mit der rechten Maustaste auf das Objekt klicken, im Menü Lage drehen auswählen und diesen Vorgang so lange wiederholen, bis das Objekt die gewünschte Lage hat. Das zuletzt erzeugte, verschobene oder allgemein aktivierte Objekt kann mit der Tastenkombination Alt-R schnell und einfach schrittweise gedreht werden.
Verschieben von Gleisplanobjekten
Mit der linken Maustaste auf ein Objekt klicken und die Taste gedrückt halten. Mit der gedrückten linken Maustaste das Objekt an die gewünschte Position schieben und die Taste loslassen.
Kopieren von Gleisplanobjekten
Mit der rechten Maustaste auf ein Objekt klicken und selektieren auswählen, dann kopieren und OK drücken. Das kopierte Objekt liegt auf dem aktuellen und muss nur noch “verschoben” werden.
Entfernen von Gleisplanobjekten
Mit der rechten Maustaste auf ein Objekt klicken und entfernen wählen.
6.0 Grundlegende Gleisplan-Objekte
Die folgenden Objekte werden benötigt, um Züge mit Rocrail über die Anlage zu steuern. Mit Gleisen, Weichen und Signalen kann der manuelle Betrieb aufgenommen werden. Als Beispiel wird ein kleiner Kreis in Anlehnung an den Demoplan entworfen, der auch als Testanlage einfach aufzubauen ist.
Die für den automatischen Ablauf erforderlichen Objekte werden im nächsten Kapitel erläutert.
6.1 Gleise
Das kleine Beispiel soll mit einer Kurve oben links beginnen. Hierzu wird an der gewünschten Stelle mit der rechten Maustaste auf den Gleisplan geklickt und aus dem Menü Gleis → Kurve gewählt (Schritt 1 in den Abbildungen unten).
Da die Kurve falsch herum orientiert ist wird sie mit der rechten Maustaste angeklickt und aus dem Menü Lage → Drehen gewählt (Schritt 2).
Tipp: Schneller geht das Drehen mit der Tastenkombination Alt+R
| |
| Schritt 1 | Schritt 2 |
Nun sollen 12 gerade Gleise rechts an die Kurve angesetzt werden. Dazu rechts von der Kurve mit der rechten Maustaste auf den Plan klicken und aus dem Menü Gleis → Gerade wählen (Schritt 3).
Da als letztes eine Gerade ausgewählt war, können die übrigen elf Geraden durch einfaches Klicken mit der linken Maustaste positioniert werden (Schritt 4)
| |
| Schritt 3 | Schritt 4 |
In gleicher Weise werden nun drei Geraden unterhalb der Kurve eingezeichnet (Schritt 5).
Jede dieser drei Geraden muss nun noch durch Auswahl von Lage → Drehen oder die Tastenkombination Alt+R in die richtige Lage gebracht werden (Schritt 6).
Tipp: Wenn die erste Gerade sofort nachdem sie platziert wurde gedreht wird, so lassen sich die übrigen Geraden mit einem einfachen Klick mit der linken Maustaste in der richtigen Lage platzieren. Rocrail merkt sich die letzte verwendete Lage.
| |
| Schritt 5 | Schritt 6 |
Unterhalb folgt jetzt wieder eine Kurve, die wie in Schritt 2 beschrieben eingezeichnet wird (Schritt 7).
Auch diese Kurve ist noch nicht richtig orientiert und muss durch zweimaliges Wählen von Lage → Drehen in die richtige Lage gebracht werden (Schritt 8).
Mit dem bisherigen Wissen kann nun der Kreis vervollständigt werden, indem weitere Geraden und Kurven eingezeichnet werden (Schritt 9).
Als kleine Übung soll nun die jeweils mittlere der senkrechten Geraden entfernt werden. Dazu mit der rechten Maustaste auf das Gleis klicken und aus dem Menü Entfernen wählen (Schritt 10).
| |
| Schritt 7 | Schritt 8 |
| |
| Schritt 9 | Schritt 10 |
Die entstandenen Lücken sollen mit Richtungsgleisen aufgefüllt werden, die die Fahrtrichtung der Züge anzeigen. Dazu wird auf eine der Lücken geklickt und Gleis → Richtung gewählt. Das Gleis wird entsprechend gedreht und mit dem anderen Gleis genauso verfahren (Schritt 11).
Hinweis: Die Richtungsgleise dienen nur zur Orientierung des Benutzers. Die Fahrtrichtung der Züge wird durch sie nicht beeinflusst.
|
| Schritt 11 |
Somit ist der Plan eines Gleisovals entstanden. Im nächsten Teil soll es etwas erweitert werden.
6.2 Weichen
Nachdem im vorangegangenen Teil ein Gleisoval erstellt wurde, wird es nun mit einer Ausweichstrecke und Weichen ergänzt.
6.2.1 Weichen einzeichnen
Zunächst werden zwei gerade Gleise entfernt, wie im Bild unten dargestellt und dann ein Parallelgleis eingezeichnet (Schritt 12)
|
| Schritt 12 |
Mit einem Klick mit der rechten Maustaste auf die linke Lücke im Kreis wird über Weichen → Weiche rechts eine Weiche eingefügt. Ein Dialog fordert zur Eingabe einer Kennung, dem Namen der Weiche, auf. In diesem Beispiel soll die erste Weiche die Kennung W01 bekommen (Schritt 13).
| |
| Schritt 13: Eingabe der Kennung und Resultat | |
In gleicher Weise wird nun in die rechte Lücke eine Weiche links platziert, die die Kennung W02 bekommt. Außerdem müssen noch zwei Kurven ergänzt und in die richtige Lage gedreht werden. Damit ist die erweiterte Beispielanlage fertig (Schritt 14).
|
| Schritt 14 |
6.2.2 Weichen konfigurieren
Die Weichen sind nun zwar eingezeichnet, damit sie aber auch geschaltet werden können, müssen sie konfiguriert werden. Dazu wird mit der rechten Maustaste auf die linke Weiche geklickt und Eigenschaften… gewählt. Es öffnet sich der folgende Dialog:
|
| Weichendialog, Reiter Allgemein |
Die Kennung der Weiche ist bereits eingetragen und sonst muss hier zunächst nichts geändert werden. Über die Bedeutung der einzelnen Option informiert die Seite Weichen: Allgemein. Der Reiter Ortschaft wird übersprungen und direkt zum Reiter Schnittstelle gewechselt:
|
| Weichendialog, Reiter Schnittstelle |
Auf dem Reiter Schnittstelle gibt es die folgenden Optionen:
Schnittstellenkennung
Die Schnittstellenkennung identifiziert die Zentrale, über die die Weiche gesteuert werden soll.
Tipp: Da in der Regel nur eine Zentrale verwendet wird, kann die Schnittstellenkennung leer bleiben.
Hinweis: Wenn die Schnittstellenkennung leer bleibt, verwendet Rocrail die erste Zentrale aus der Liste, sofern mehrere Zentralen eingerichtet wurden.
Bus
Bei Zentralen, die mehrere Busse unterstützen (z. B. Selectrix) muss hier der richtige Bus angegeben werden. Details auf der Seite Weichen: Schnittstelle
Tipp: In der Regel bleibt die Busbezeichnung auf 0 (Null) stehen.
Protokoll
Bei einigen Zentralen ist die Angabe des Digitalprotokolls notwendig. Details auf der Seite Weichen: Schnittstelle.
Tipp: In der Regel kann die Einstellung bei default belassen werden.
Adresse und Port
Diese beiden Felder enthalten die wichtigsten Daten zur Steuerung der Weiche. Angegeben wird hier die Adresse des Dekoders und der Ausgang (Port) des Dekoders, an den die Weiche angeschlossen ist.
Tipp: Alternativ kann bei vielen Zentralen PADA-Adressierung benutzt werden. Dabei bleibt das Feld Adresse auf 0 (Null) und im Feld Port wird die Weichenadresse eingetragen.
Hinweis: PADA wird nicht von allen Zentralen unterstützt. Weitere Adressierungsarten werden auf der Seite Adressierung beschrieben.
Adressierungsarten:
| Rocrail-Standard | PADA | |||
|---|---|---|---|---|
| Weichenadresse | Adresse | Port | Adresse | Port |
| 1 | 1 | 1 | 0 | 1 |
| 2 | 1 | 2 | 0 | 2 |
| 3 | 1 | 3 | 0 | 3 |
| 4 | 1 | 4 | 0 | 4 |
| 5 | 2 | 1 | 0 | 5 |
| 6 | 2 | 2 | 0 | 6 |
| usw. | ||||
Im Beispiel wird W01 die Weichenadresse 1 zugewiesen; sie wird also am ersten Ausgang des ersten Dekoders angeschlossen.
Invertiert
Sollte die Weiche falsch herum schalten, so kann diese Option ausgewählt werden.
Weitere Einstellungen müssen in der Regel nicht vorgenommen werden. Welche Bedeutung die einzelnen Optionen haben, wird auf der Seite Weichen: Schnittstelle beschrieben.
Die Konfiguration der ersten Weiche kann damit durch klicken auf übernehmen abgeschlossen werden.
Ein Wechsel auf den Reiter Übersicht zeigt auch die zweite Weiche W02 an. Sie wird wie in der Abbildung markiert und dann auf den Reiter Schnittstelle gewechselt. Die Konfiguration erfolgt genauso wie für Weiche W01.
|
| Weichendialog Reiter Übersicht |
W02 soll im Beispiel die Adresse 2 bekommen (Adresse=1 + Port=2, oder Adresse=0 + Port=2).
Hinweis: Es bleibt dem Leser überlassen, welche Adressen den Weichen tatsächlich zugeordnet werden. Natürlich können und sollen solche Adressen verwendet werden, die ein direktes Ausprobieren an der eigenen Anlage ermöglichen.
Wenn die Eingaben auf dem Reiter Schnittstelle abgeschlossen sind auf übernehmen und dann OK klicken.
6.2.3 Weichen testen
Zum Testen der Weichen muss die Zentrale betriebsbereit sein und der Fahrstrom eingeschaltet werden. Mit einem Klick auf die Weichensymbole lassen sich die Positionen der Weichen umschalten. Die Weichenposition auf dem Gleisplan muss mit der auf der Anlage übereinstimmen. Falls das nicht der Fall ist, so muss die Option Invertiert aktiviert oder deaktiviert werden (s. oben).
Tipp: Damit die Symbole beim Klicken auf die Weichen zum Umschalten nicht ausversehen verschoben werden können, im Menü Gleisplan wieder auf Bedienung umschalten.
Sollte die Weiche auf der Anlage nicht schalten, überprüfen ob die Zentrale und der Fahrstrom eingeschaltet wurden. Wenn sich die Weiche über die Zentrale ansteuern lässt, über Rocview jedoch nicht, die Adresse (und ggf. Schnittstellenkennung und Protokoll) überprüfen.
Im Erfolgsfall lassen sich nun auf der kleinen Anlage Züge fahren und die beiden Weichen schalten. Damit der Fahrbetrieb etwas realistischer wird, kommen im nächsten Teil Signale dazu.
6.3 Signale
In diesem Teil wird die Beispielanlage aus Schritt 14 im vorangegangenen Abschnitt mit drei Signalen erweitert.
6.3.1 Signale einzeichnen
Ggf. im Menü Gleisplan wieder auf Plan bearbeiten umschalten. Dann werden an drei Stellen zunächst Gleise gelöscht, wie in der Abbildung unten dargestellt (Schritt 15).
|
| Schritt 15 |
Mit der rechten Maustaste auf die rechts oben im Kreis entstandene Lücke klicken und Signal wählen. Es öffnet sich ein Dialog in den - analog zur Weichenkennung im vorangegangen Abschnitt - die Signalkennung eingegeben wird. Das Signal soll die Kennung S01 bekommen. In die Lücke darunter wird nun ebenfalls ein Signal platziert, dass die Kennung S02 erhält. Die Lücke unten links im Kreis wird durch ein weiteres Signal mit der Kennung S03 geschlossen. Nun sollten die Signal-Symbole noch entsprechend der vorgesehenen Fahrtrichtung in die richtige Position gedreht werden, so wie in der Abbildung unten dargestellt (Schritt 16).
|
| Schritt 16 |
6.3.2 Signale konfigurieren
Auch die Signale müssen nun erst konfiguriert werden, bevor sie sich schalten lassen.
Als erstes soll das Signal mit der Kennung S01 oben rechts mit der rechten Maustaste angeklickt werden. Aus dem Menü Eigenschaften wählen. Daraufhin öffnet sich der Dialog Signale: Allgemein:
|
| Dialog Signale, Reiter Allgemein |
Auf diesem Reiter müssen für die Grundfunktionen keine Angaben gemacht werden.
Das Beispiel geht nun davon aus, dass ein zweibegriffiges Form- bzw. Flügelsignal mit Spulenantrieb aufgestellt wurde, das an einen Weichendekoder angeschlossen ist.
Hinweis: Es gibt viele verschiedene Arten, ein Signal anzuschließen. Manche Signale werden an Weichendekodern betrieben, andere an Schaltdekodern, wieder andere an speziellen Signaldekodern. Besonders Signaldekoder können sehr verschieden ausgeführt sein. Entsprechend gibt es in Rocrail viele Möglichkeiten ein Signal zu konfigurieren. Manche werden weiter unten noch beschrieben, alle Kombinationsmöglichkeiten können im Rahmen dieser Einführung jedoch nicht erklärt werden. Es wird deshalb zunächst der einfachste Fall eines Spulensignals beschrieben, das wahrscheinlich bei den meisten Modellbahnern in irgendeiner Form vorhanden sein dürfte.
Hinweis: Weitere Informationen zur Signalkofiguration finden sich auf der Seite Signale bzw. ihren Unterseiten.
Nun wird auf den Reiter Einzelheiten gewechselt und entsprechend unter Signaltyp Formsignal und unter Begriffe 2 gewählt.
|
| Dialog Signale, Reiter Einzelheiten: Auswahl des Signaltyps |
Die übrigen Einstellungen werden unverändert belassen und zum Reiter Schnittstelle gewechselt.
|
| Dialog Signale, Reiter Schnittstelle |
Für die Schnittstellenkennung und den Bus gelten dieselben Voraussetzungen, wie sie bei den Weichen beschrieben wurden. Das Protokoll wird entsprechend dem verwendeten Dekoder eingestellt. Nun wird die Signaladresse - im Beispiel ist es Adresse 3 - eingestellt (Adresse 1 und 2 sind auf der Beispielanlage bereits durch die beiden Weichen belegt). Die Adressangabe erfolgt für das Ausgangspaar ROT indem als (Dekoder-) Adresse 1 und als Port 3 angegeben wird, so wie in der Abbildung dargestellt. Alternativ kann ggf. wieder die PADA-Adressierung benutzt werden: Adresse=0 und Port=3. Außerdem wird die Option Weiche aktiviert, so dass das Signal wie eine einfache Weiche angesprochen wird. Zusätzlich muss evtl., wenn die Signalbegriffe vertauscht sind, die Option Umkehren aktiviert werden, so wie in der Abbildung schon beispielhaft geschehen.
Zum Schluss werden die Eingaben mit Übernehmen bestätigt und zum Reiter Übersicht gewechselt.
|
| Dialog Signale, Reiter Übersicht |
In der Übersicht sind alle drei angelegten Signale aufgeführt. Signal S02 wird markiert und zum Reiter Einzelheiten gewechselt. Das Signal kann auf die gleiche Weise wie Signal S01 konfiguriert werden.
Hier soll jedoch noch eine Alternative aufgeführt werden, die über die Verwendung von Mustern führt.
| |
Einrichtung von Signal S02 mit Mustern |
|
Auf dem Reiter Einzelheiten wird zunächst wieder festgelegt, dass es sich um ein zweibegriffiges Formsignal handelt. Anschließend werden die Muster entsprechend der Abbildung eingestellt.
Hinweis: Sollte sich später herausstellen, dass die Signalbegriffe vertauscht sind, so muss in der Zeile green G1 statt R1 und in der Zeile red R1 statt G1 ausgewählt werden.
Als nächstes wird zum Reiter Schnittstelle gewechselt und die Signaladresse 4 eingetragen (so, wie in der Abbildung oder wiederum in PADA-Adressierung). Zuletzt muss noch die Steuerung von Standard auf Muster umgestellt werden.
Anschließend auf Übernehmen klicken und zurück auf den Reiter Übersicht wechseln. Dort S03 markieren und wieder zum Reiter Einzelheiten gehen.
Das dritte Signal soll nun als dreibegriffiges Formsignal eingerichtet werden. Dazu braucht auf dem Reiter Einzelheiten nur Formsignal ausgewählt zu werden.
Auf den Reiter Schnittstelle wechseln. Das dreibegriffige Signal braucht zwei Signaladressen, eine für rot / grün, die andere für gelb. Das Signal bekommt im Beispiel die Adressen 5 und 6 zugewiesen. In der Abbildung unten sind sie in der PADA-Adressierung eingetragen.
| |
Einrichtung des Signals S03 |
|
Zu beachten ist, dass hier auch die Ausgänge (rot / grün) gesetzt werden müssen.
Hinweis: Sollte sich später herausstellen, dass die Signalbegriffe vertauscht sind, so müssen die Ausgänge (rot / grün) getauscht werden.
Alternativ kann auch S03 mit Mustern konfiguriert werden, wie die folgenden Abbildungen zeigen.
| |
Alternative Konfiguration von S03 mit Mustern |
|
Wenn alle Eingeben abgeschlossen wurden auf Übernehmen und dann auf OK klicken.
Durch die vorgenommenen Änderungen haben sich nun auch die Symbole für S01 und S02 im Gleisplan geändert: Diese beiden Signale werden mit zwei Begriffen, S03 mit drei Begriffen dargestellt (Schritt 17).
|
| Schritt 17: Darstellung zwei- und dreibegriffiger Signale |
Damit sind alle drei Signale konfiguriert und können im manuellen Betrieb verwendet werden. Die Einrichtung der für den manuellen Betrieb notwendigen Objekte ist damit abgeschlossen. Auf der Beispielanlage können nun zwei Züge im Wechsel fahren, wobei es dem Bediener obliegt, Weichen und Signale richtig zu stellen und die Züge rechtzeitig anzuhalten.
Um die Züge im Automatik-Betrieb fahren lassen zu können fehlen noch einige Objekte, die im nächsten Kapitel schrittweise hinzugefügt werden.
7.0 Objekte für den Automatik-Betrieb
Mit dem bisherigen Plan können Züge nur manuell über die Anlage gesteuert werden. Wie die für den Automatik-Betrieb erforderlichen Objekte angelegt und eingerichtet werden erklärt dieses Kapitel.
7.1 Blöcke
Blöcke sind, vereinfacht ausgedrückt, überwachte Gleisabschnitte, in denen Züge halten können. Blöcke bestehen in der Regel aus Rückmeldeabschnitten bzw. Rückmeldekontakten, Gleisen und Signalen. In Rocrail werden Blöcke durch ein Blocksymbol gekennzeichnet, dass den Blocknamen anzeigt. Außerdem kann das Blocksymbol verschiedene Betriebszustände, den Status der Blockbelegung und ggf. den Namen der Lok anzeigen, die den Block belegt oder ihn reserviert hat. Die Blocksymbole kennzeichnen nicht die physische Ausdehnung (Länge) des Blocks auf der realen Anlage.
Wo Blöcke platziert werden können bzw. sollen, hängt also zunächst einmal davon ab, wo Züge halten sollen. Auf der Beispielanlage ist dies schon durch die drei Signale ersichtlich. Später wird jedes Signal zu einem Block gehören.
7.1.1 Blöcke einzeichnen
Der Gleisplan wird im ersten Schritt etwas modifiziert, indem an drei Stellen jeweils vier gerade Gleise entfernt werden, wie in der Abbildung gezeigt (Schritt 18).
|
| Schritt 18 |
Nun wird der erste Block platziert indem mit der rechten Maustaste in die obere Lücke geklickt wird und Block aus dem Menü gewählt wird. Es öffnet sich ein Dialogfenster, dass zur Eingabe einer Kennung auffordert. Sie soll hier 01 lauten. Das Fenster mit OK verlassen. Ggf. muss das Blocksymbol noch so verschoben werden, dass es genau in die Lücke passt.
Tipp: Ganz links in die Lücken klicken, dann wird das Symbol sofort richtig platziert.
Entsprechend wird nun in die Lücke darunter ein weiterer Block gesetzt, der die Kennung 02 bekommt. In die unterste Lücke, vor dem dreibegriffigen Signal, kommt der dritte Block mit der Kennung 03 (Schritt 19).
|
| Schritt 19 |
7.1.2 Blöcke konfigurieren
Blöcke bedürfen im Augenblick keiner umfangreichen Konfiguration. Die Konfigurationsmöglichkeiten werden auf der Seite Blöcke und ihren Unterseiten beschrieben.
An dieser Stelle können jedoch die Signale zugeordnet werden: Dazu wird mit der rechten Maustaste auf Block 01 geklickt und Eigenschaften ausgewählt. Im sich öffnenden Fenster wird auf den Reiter Signale gewechselt. Dort wird unter Signale bei Vorwärtsfahrt das Signal S01 ausgewählt und die Änderung mit übernehmen gespeichert.
Hinweis: “Vorwärtsfahrt” bezieht sich hier auf die Fahrtrichtung im Block (+nach-). Von-nach+wäre dementsprechend “Rückwärtsfahrt”.
Im nächsten Schritt wird auf den Reiter Übersicht gewechselt, Block 02 ausgewählt und wieder auf den Reiter Signale gewechselt. Hier wird entsprechend Signal S02 unter Signale bei Vorwärtsfahrt ausgewählt und wieder mit übernehmen bestätigt.
Anschließend wird wieder vom Reiter Übersicht Block 03 gewählt und auf dem Reiter Signale das Signal für Block 03 eingetragen. Da in diesen Block von der Minus-Seite her eingefahren wird, muss das Signal hier jedoch unter Signale bei Rückwärtsfahrt eingetragen werden.
Zum Schluss wird auch diese Änderung mit übernehmen gespeichert und der Dialog mit OK geschlossen.
Tipp: Der Gleisplan-Auswerter kann die Zuweisung der Signale auch automatisch erledigen. Hierzu muss unter Menü Datei → Rocrail Eigenschaften… → Reiter Gleisplan-Auswerter die Option Signale zu Blöcken zuordnen aktiviert und anschließend Rocrail neu gestartet werden. Die Zuweisung der Signale erfolgt dann beim Analysieren, wie im Kapitel 7.3.1 beschrieben.
7.2 Rückmelder
In diesem Teil werden die Rückmelder in den Gleisplan eingearbeitet und anschließend konfiguriert.
Die beiden Parallelgleise, die vielleicht zu einem Bahnhof gehören, werden mit je zwei Rückmeldern ausgestattet. Diese haben jeweils die Funktion enter und in. Dies ist die Standardkonfiguration für Rocrail: Ein Rückmelder am Anfang eines Blockes (enter), der Rocrail mitteilt, dass der Zug den Block erreicht hat, ein Rückmelder am Ende des Blocks (in) an der Position, wo der Zug ggf. zum Stehen kommt. Ab enter wird er Zug abgebremst, falls er in dem Block halten muss. Bei in ist der Zug vollständig in den Block eingefahren und der Block dahinter kann freigegeben werden. Muss der Zug halten, so wird mit Beginn des in-Melders das Abbremsen zum Stillstand ausgelöst.
Für den dritten Block, der sich auf freier Strecke befindet, soll auf der Beispielanlage nur ein realer Rückmelder verwendet werden, der enter2in. Der reale Rückmelder befindet sich an der Stelle, an der sonst der enter-Rückmelder platziert würde. Das in-Ereignis wird nach einer bestimmten, einstellbaren Zeit nach Ansprechen des Rückmelders ausgelöst.
Die Details zu den möglichen Rückmelde-Ereignissen und ihrer Verwendung werden ausführlich auf der Seite Rückmelder und Blöcke beschrieben.
7.2.1 Rückmelder einzeichnen
Als erstes wird wieder der Gleisplan bearbeitet, indem an fünf Stellen jeweils ein gerades Gleis entfernt wird, so wie in der Abbildung gezeigt (Schritt 20).
|
| Schritt 20 |
Nun mit der rechten Maustaste in die Lücke links von Block 01 klicken und Rückmeldung aus dem Menü wählen. Es erscheint das schon bekannte Dialogfenster, das zur Eingabe einer Kennung auffordert. Die Kennung für den ersten Rückmelder soll 01_enter lauten. Das Fenster mit OK schließen.
In gleicher Weise werden nun die übrigen Rückmelder eingesetzt:
- Rechts von Block 01 Rückmelder
01_in - Links von Block 02 Rückmelder
02_enter - Rechts von Block 02 Rückmelder
02_in - Rechts von Block 03 Rückmelder
03_enter2in
Der modifizierte Gleisplan mit den fünf Rückmeldern sieht jetzt so aus (Schritt 21):
|
| Schritt 21 |
7.2.2 Rückmelder konfigurieren
Den Rückmeldern müssen nun noch Adressen zugewiesen werden. Dazu mit der rechten Maustaste auf Rückmelder 01_enter klicken und Eingenschaften aus dem Menü wählen. Es öffnet sich der Dialog Rückmelder, Reiter Allgemein:
|
| Dialog Rückmelder, Reiter Allgemein |
Auf diesem Reiter wird nichts verändert und zum Reiter Schnittstelle gewechselt. Details werden auf der Seite Rückmelder: Allgemein dargestellt.
|
| Rückmelder Reiter Schnittstelle |
Für die Schnittstellenkennung gilt wieder das bei den Weichen Gesagte. An dieser Stelle soll nur die Adresse eingegeben werden. Für 01_enter ist es die 1.
Anschließend auf Übernehmen klicken und zum Reiter Übersicht wechseln.
|
| Übersicht über die Rückmelder |
Wie in der Abbildung dargestellt, wird 01_in markiert. Dann zum Reiter Schnittstelle wechseln und diesem Rückmelder Adresse 2 zuweisen. Auf Übernehmen Klicken und zum Reiter Übersicht zurückgehen, dort den nächsten Rückmelder auswählen usw.
Die Rückmelder sollen in der Reihenfolge ihrer Auflistung die Adressen 1, 2, 3, 4 und 5 bekommen.
Nachdem der letzte Rückmelder konfiguriert wurde auf Übernehmen und dann auf OK klicken. Damit ist die Einrichtung der Rückmelder abgeschlossen. Im nächsten Teil werden Blöcke, Rückmelder und Fahrstraßen zusammengeführt.
7.3 Fahrstraßen
Fahrstraßen verbinden die Blöcke miteinander und bestimmen, welche Fahrwege ein Zug nehmen kann.
Hinweis: Die Gleissymbole, die die Blöcke im Gleisplan miteinander zu verbinden scheinen, dienen nur dem Bediener als Orientierung. Rocrail wertet diese Verbindungen ohne weiteres Zutun nicht aus! Die Verbindung der Blöcke untereinander erfolgt alleine durch Fahrstraßen.
7.3.1 Fahrstraßen anlegen
Aus dem Menü Datei wird Analysieren → Analysieren gewählt. Im Mitteilungsfenster des Servers wird danach die Erstellung von vier neuen Fahrstraßen bestätigt:
| |
| Starten der Fahrstraßen-Auswertung und Ergebnis | |
Rocrail muss im Anschluss an das Analysieren beendet und neu gestartet werden.
Es wurden vier Fahrstraßen generiert, weil nur diese Fahrstraßen möglich sind, wenn der Gleisplan in Fahrtrichtung (im Uhrzeigersinn, wie durch die Richtungsgleise vorgegeben) benutzt wird: Block 01 (Minus-Seite) nach Block 03 (Minus-Seite), Block 02 (-) nach Block 03 (-), 03 (+) nach 01 (+) und 03 (+) nach 02 (+).
Hinweis: Der Gleisplan-Auswerter verwendet die Richtungsgleise zur Bestimmung der gewünschten Fahrtrichtung. Ohne die im Beispielplan eingezeichneten Richtungsgleise würden zusätzlich auch die vier Fahrstraßen für die umgekehrte Richtung generiert.
Hinweis: Damit der Gleisplan-Auswerter korrekt funktioniert müssen die Objekte des Gleisplanes ohne Zwischenräume miteinander verbunden werden. Außerdem darf sich in jeder Plan-Koordinate nur ein Objekt befinden (Überlappungen sind nicht erlaubt).
Die durch den Auswerter erstellten Fahrstraßen können betrachtet werden, indem der Punkt Fahrstraßen… aus dem Menü Tabellen ausgewählt wird:
|
| Liste der durch den Auswerter generierten Fahrstraßen |
Die vier weiter oben beschriebenen, automatisch generierten Fahrstraßen werden auf dem Reiter Übersicht aufgelistet. Wenn nun z. B. die erste Fahrstraße (autogen-[01-]-[03-]) ausgewählt wird und dann auf den Reiter Befehle gewechselt wird, so ist zu erkennen, dass auch die Weiche W02 bereits korrekt in die Liste eingetragen ist.
Der Auswerter hat außerdem die Fahrstraßen-Kennungen zu jedem Gleis hinzugefügt. Der Eintrag der Fahrstraßen-Kennungen dient der Fahrstraßen-Darstellung im Automatik-Betrieb, bei der zu einer reservierten Fahrstraße gehörige Gleise in gelb dargestellt werden. Die Kennungen können betrachtet werden, indem mit der rechten Maustaste auf ein beliebiges Gleis geklickt und Eigenschaften aus dem Menü gewählt wird.
Wurde, wie im Tipp im Kapitel 7.1.2 beschrieben, der Gleisplan-Auswerter entsprechend konfiguriert, so hat er außerdem die Signale automatisch den Blöcken zugeordnet.
Im Augenblick ist es nicht unbedingt erforderlich, sich eingehend mit diesen automatisch generierten Einträgen zu beschäftigen, aber es kann helfen, dass zu Grunde liegende Konzept zu verstehen.
Hinweis: Der Gleisplan-Auswerter wurde als Hilfe für Einsteiger und für einfache Gleispläne eingeführt, ersetzt jedoch nicht in allen Fällen das Anlegen oder Bearbeiten von Fahrstraßen, Signalzuordnungen usw. von Hand! Bei komplexen Anlagenplänen und Situationen kann der Gleisplan-Auswerter unter Umständen scheitern oder nicht alle gewünschten oder unerwünschte Fahrstraßen anlegen. Die vom Gleisplan-Auswerter generierten Fahrstraßen und sonstigen Einträge können aber immer als Grundlage für eigene Änderungen dienen.
Details zum Gleisplan-Auswerter finden sich hier.
7.3.2 Fahrstraßen konfigurieren
Fahrstraßen werden in Kombination mit den Rückmeldern in den Block-Eigenschaften jedes Blocks konfiguriert.
Nachdem Blöcke… aus dem Menü Tabellen gewählt wurde, erscheinen alle drei Blöcke der Beispielanlage in der Liste auf dem Reiter Übersicht:
|
| Reiter Übersicht der Block-Eigenschaften |
Block 01 wird wie in der Abbildung oben markiert und dann zum Reiter Fahrstraßen gewechselt:
|
| Fahrstraßen in Block 01 |
Drei Fahrstraße werden aufgeführt: Die allgemeinen Fahrstraßen all und all-reverse sowie die spezifische Fahrstraße autogen-[03+]-[01+] = from “03” to “01”. Die spezifische Fahrstraße besagt, dass nur diese eine Fahrstraße zu Block 01 führt und das diese zur + -Seite des Blocks führt.
Zur + -Seite bedeutet, ein Zug fährt auf der + -Seite des Blocks ein und auf der - -Seite aus. Die Fahrtrichtung + nach - ist als vorwärts definiert. Entsprechend bedeutet von - nach + rückwärts. Die Fahrstraße all wird für die Fahrtrichtung vorwärts verwendet und all-reverse für rückwärts. Die unten stehende Tabelle fasst den Zusammenhang zwischen der Fahrtrichtung und den allgemeinen Fahrstraßen zusammen.
Tabelle: Fahrtrichtung und Fahrstraße
| Von | Nach | Richtung | Fahrstraße |
|---|---|---|---|
+ | - | vorwärts | all |
- | + | rückwärts | all-reverse |
Da die Fahrtrichtung in diesem Block also vorwärts ist, wird Fahrstraße all markiert:
|
| Fahrstraßen, Rückmelder und Ereignisse in Block 01 |
Unterhalb der Zeile Rückmelder von Block all (all) aus: steht eine Reihe von Auswahlfeldern zur Verfügung. Es muss nun angegeben werden, welche Rückmelder für einen Zug gelten sollen, der über die Fahrstraße all in den Block einfährt. Im Block 01 sind dies die Rückmelder 01_enter und 01_in. Diese beiden werden in den beiden oberen Auswahlfelder unterhalb des Wortes Kennung eingetragen (Abbildung oben). Schließlich muss jedem Rückmelder noch ein Ereignis zugeordnet werden. Da die Namen der Rückmelder sprechend gewählt wurden, ist diese Zuordnung leicht vorzunehmen: 01_enter erhält enter und 01_in erhält in als Ereignis. Die Änderungen werden abschließend mit Übernehmen bestätigt.
Um Block 02 zu konfigurieren wird der Reiter Übersicht gewählt, dort Block 02 markiert und wieder auf den Reiter Fahrstraßen zurückgekehrt.
Hinweis: Solange keine Fahrstraße markiert wurde, erscheinen möglicherweise Rückmelder-Kennungen und -Ereignisse von der zuletzt bearbeiteten Fahrstraße in den Auswahlfeldern. Diese haben keine Bedeutung. Es muss zunächst eine Fahrstraße markiert werden, bevor mit der Konfiguration begonnen wird!
Der Tabelle Fahrtrichtung und Fahrstraße folgend ist die Fahrtrichtung in diesem Block ebenfalls vorwärts. Deshalb wird auch in diesem Block die Fahrstraße all markiert und die Rückmelder werden in der gleichen Weise wie für Block 01 hinzugefügt: Die Rückmelder sind 02_enter (Ereignis: enter) und 02_in (Ereignis: in). Die unten stehende Abbildung zeigt dies noch einmal:
|
| Fahrstraßen, Rückmelder und Ereignisse in Block 02 |
Nachdem die Änderungen mit Übernehmen bestätigt wurden, wird Block 03 auf dem Reiter Übersicht ausgewählt, wieder auf den Reiter Fahrstraßen gewechselt und die Rückmelder und Ereignisse für Block 03 werden eingetragen:
|
| Fahrstraßen, Rückmelder und Ereignisse in Block 02 |
Bei diesem Block werden vier Fahrstraßen angezeigt: Die beiden allgemeinen Fahrstraßen all und all-reverse und die beiden spezifischen Fahrstraßen, von denen die eine von Block 01 und die andere von Block 02 kommt. Die beiden spezifischen Fahrstraßen führen auf die - Seite des Blocks.
Wiederum der Tabelle Fahrtrichtung und Fahrstraße folgend ist die Fahrtrichtung in diesem Block also rückwärts (weil Züge auf der - Seite des Blocks einfahren werden). Deshalb muss an dieser Stelle die Fahrstraße all-reverse ausgewählt werden.
03_enter2in wird als Rückmelder-Kennung gewählt und das zuzuordnende Ereignis ist enter2in. Weil in Block 03 nur ein Rückmelder vorhanden ist, wird nur dieser eine konfiguriert. Der enter2in-Rückmelder stellt einen enter-Melder dar, der nach einer einstellbaren Zeit zusätzlich das in-Ereignis auslöst. Der dafür verantwortliche Zeitgeber ist der Ereignis-Zeitgeber 1. Im Beispiel wurde ein Wert von 5000 (Millisekunden) eingetragen.
Hinweis: Der korrekte Wert für den Zeitgeber muss hinterher im Automatik-Betrieb durch Ausprobieren ermittelt werden: Wenn der Zug zu früh anhält, so muss die Zeit verlängert werden, überfährt der Zug das Signal so muss die Zeit so lange verringert werden, bis der Zug sicher vor dem Signal zum Halten kommt.
Tipp: Der Ereigniszeitgeber kann auch bei jeder Lok individuell auf dem Reiter Einzelheiten der Lokeigenschaften eingestellt werden. Der Lok-Zeitgeber hat Vorrang vor dem Ereignis-Zeitgeber der Blöcke sofern ein Wert größer 0 (Null) eingetragen wurde.
In jedem Block steht zusätzlich noch ein zweiter Ereignis-Zeitgeber bereit (Ereignis-Zeitgeber 2), der für in Gegenrichtung fahrende Züge verwendet werden kann. Details hierzu finden sich auf der Seite Blöcke: Fahrstraßen.
Nachdem alle Änderungen mit Übernehmen bestätigt wurden, kann der Dialog mit OK geschlossen werden.
Tipp: Auch das Konfigurieren der Fahrstraßen kann der Gleisplan-Auswerter in vielen Fällen selbständig durchführen. Hierzu muss unter Menü Datei → Rocrail Eigenschaften… → Reiter Gleisplan-Auswerter die Option Rückmelder zu Blöcken zuordnen aktiviert werden und Rocrail beendet und neu gestartet werden.
Wenn alle Einstellungen richtig erfolgt sind, steht dem Fahren im Automatik-Betrieb nun nichts mehr im Wege. Wie die Züge im Automatik-Betrieb bewegt werden erklärt das folgende Kapitel.
8.0 Der Automatik-Betrieb
Der Automatikbetrieb erlaubt das vollständig automatische Fahren von Zügen auf der Anlage. Dabei werden alle Weichen und Signale richtig gestellt und belegte Streckenabschnitte und Blöcke für weitere Züge gesperrt.
Rocrail bietet zwei Möglichkeiten im Automatikbetrieb:
- Züge fahren entsprechend der angelegten Fahrstraßen von Block zu Block und suchen sich - nach gewissen Kriterien - selbständig und zufällig das nächste Ziel aus (Kapitel 8.1). Damit fahren die Züge gewissermaßen ziellos über die Anlage wodurch sich jedoch häufig der gewünschte, abwechslungsreiche Betrieb ergibt.
- Die Züge fahren nach festgelegten Fahrplänen wobei sie nur bestimmte Strecken verwenden (Kapitel 8.2). Dabei versuchen sie die vorgegebenen Abfahrtzeiten einzuhalten, sofern es die Betriebssituation zulässt und der Fahrplan entsprechend konfiguriert wurde.
Tipp: Beide Möglichkeiten können für verschiedene Züge gleichzeitig genutzt werden: Während einige Züge nach Fahrplänen fahren, suchen sich andere ihre Ziele Block für Block.
8.1 Von Block zu Block
Fahren von Block zu Block ist mit der bisher erfolgten Konfiguration sofort möglich.
Zunächst ist sicherzustellen, dass der Fahrtrom eingeschaltet wurde, dann wird der Automatikbetrieb eingeschaltet: Entweder über das schon bekannte Symbol oder über das Menü Automatik → Automatikmodus.
Sollte sich noch keine Lok in einem Block befinden, so wird dies jetzt nachgeholt. Dazu kann entweder
- mit der rechten Maustaste auf das Blocksymbol (hier soll es Block 01 sein) geklickt und Lokbelegung setzen… gewählt werden. Im sich öffnenden Fenster auf die Lok-Kennung und anschließend auf das Bild klicken. Hier wird das Lokbild angezeigt sofern es hinterlegt wurde, ansonsten die Eisenbahngleise und die holländische Landschaft mit Windmühle:
Die Beispiellok aus Kapitel 4.0 befindet sich damit in Block 01 (Schritt 22):
|
| Schritt 22. “BR 298” wurde in Block 01 gesetzt |
Sollte der Richtungspfeil in Block 01 nun nicht wie in der Abbildung oben nach rechts zeigen, so muss die Lok in der Spalte Kennung mit der rechten Maustaste angeklickt werden und Einfahrtseite des Blocks tauschen ausgewählt werden:
|
| Wechseln Block-Eingangs-Seite |
Hinweis: Wenn der Pfeil nach links zeigt, so versucht Rocrail die Lok später im Gegenuhrzeigersinn zu starten, was aber wegen der fehlenden Fahrstraße (Block 01+nach Block 03+) auf der Beispielanlage nicht möglich ist. Beim Setzen einer Lokbelegung muss daher immer darauf geachtet werden, dass die vorgegebene Fahrtrichtung auch tatsächlich die gewünschte ist.
Exkurs: Mit Fahrtrichtung ist hier die (Bewegungs-) Richtung im Block gemeint, so wie bei der Einrichtung der Fahrstraßen in Kapitel 7.3 besprochen.
Die Fahrtrichtung einer Lok kann bei (Bewegungs-) Richtung “vorwärts” (+nach-im Block) trotzdem “rückwärts” (Tender voraus bei Dampflokomotiven) sein:
Würde eine Lok Tender voraus (also im Beispiel mit dem Tender nach rechts zeigend) aufgegleist, so müsste zusätzlich die Platzierung (siehe auch Bild oben) geändert werden, damit sie einen Rückwärts-Fahrbefehl bekommt, um nach rechts aus dem Block zu fahren.
Zusammengefasst bezeichnet Fahrtrichtung die Bewegungsrichtung im Block oder auf einer Fahrstraße, während mit Platzierung die Orientierung der Lok gemeint ist.
Die Fahrtrichtungsbestimmung ist ein recht komplexes Thema. An dieser Stelle sollte nur sichergestellt sein, dass die Lok “richtig herum” aufgegleist wird, die Lok bei einem Fahrbefehl “vorwärts” auch tatsächlich vorwärts fährt und der Pfeil im Block in die gewünschte Richtung zeigt.
8.1.1 Fahren mit Zielwahl
Beim Fahren mit Zielwahl wird der Lok bzw. dem Zug vor der Abfahrt mitgeteilt, in welchem Zielblock als nächstes angehalten werden soll. Dieser Zielblock kann der nächste Block oder auch ein weiter entfernter Block sein. Es muss aber sichergestellt sein, dass die Lok über eine oder mehrere Fahrstraßen dorthin gelangen kann.
Hinweis: Rocrail sucht nicht notwendigerweise den kürzesten Weg aus, wenn der Weg über mehrere Fahrstraßen verläuft. Das Ziel wird nur dann sicher erreicht, wenn unterwegs keine Abzweigungen möglich sind oder diese zuvor gesperrt wurden.
Tipp: Fahren mit Zielwahl eignet sich sehr gut zum Testen von Fahrstraßen, indem die Lok jeweils einen Block weiter geleitet wird.
8.1.1.1 Zielwahl durch Ziehen und Ablegen
Um die Lok nun erstmalig im Automatikbetrieb fahren zu sehen, kann sie einfach mit gedrückter linker Maustaste per Ziehen und Ablegen in den Block 03 verschoben werden (Schritt 23) worauf sie direkt losfährt (Schritt 24)
| |
| Schritt 23: Lok von Block 01 nach Block 03 verschieben | Schritt 24: Lok fährt zu Block 03 |
8.1.1.2 Zielwahl aus dem Kontextmenü
Statt mit Ziehen und Ablegen wie oben beschrieben kann die Lok auch aus dem Kontextmenü des Blocks gestartet werden: Ein Rechtsklick auf das Symbol von Block 01 öffnet das Menü. Dort wird der Befehl Ziel setzen… ausgewählt.
|
| Kontextmenü von Block 01 |
Daraufhin öffnet sich ein weiteres Fenster, aus dem das Ziel ausgewählt und mit OK bestätigt wird:
|
| Ziel wählen |
Nun muss noch einmal das Kontextmenü von Block 01 aufgerufen werden und Lok starten gewählt werden:
|
| Lok starten |
8.1.2 Fahren ohne Zielwahl
Beim Fahren ohne Zielwahl wird der Lok bzw. dem Zug kein Zielblock mitgeteilt. Die Lok fährt dementsprechend zum nächsten verfügbaren Block und sucht sich dann erneut ein Ziel. Diese Zielwahl ist in der Grundeinstellung von Rocrail nur von den Blockbelegungen abhängig (belegte Blöcke kommen als Ziel nicht in Frage). Stehen mehrere freie Blöcke zur Verfügung, so wird zufällig einer ausgewählt.
Zum Fahren ohne Zielwahl wird entweder im Kontextmenü des Blocks Lok starten (siehe ggf. im vorangegangenen Abschnitt) oder aus dem Menü Automatik der Punkt alle Züge starten gewählt oder die Lok durch einen Doppelklick auf das Blocksymbol gestartet. Zuvor sind ggf. die unter 8.1 aufgeführten Schritte auszuführen.
Das Fahren im Automatikbetrieb wird beendet, indem Alle Loks stoppen aus dem Menü Automatik gewählt wird oder das entsprechende Symbol
in der Symbolleiste angeklickt wird.
Einzelne Loks können außerdem zum Halten gebracht werden, indem aus dem Kontextmenü eines Blocks den die Lok gerade belegt oder reserviert hat (Blockfarbe rot, blau oder gelb) Automatischer Lokhalt gewählt wird.
Die automatische Zielwahl kann durch weitere Einstellungen in Rocrail beeinflusst werden, so dass z. B. bestimmte Züge - wenn möglich - nur bestimmte Strecken befahren, einige Streckenabschnitte für bestimmte Züge oder Zugtypen gesperrt sind und Bahnsteige entsprechend des Zugtyps gewählt werden. Beschreibungen hierzu finden sich auf der Seite Typen von Blöcken und Zügen und den dort verlinkten Seiten.
8.2 Nach Fahrplan
Ein Fahrplan ist eine Liste mit Blöcken. Wird eine Lok mit einem Fahrplan gestartet, so werden die Blöcke entsprechend der Liste nacheinander angefahren. Voraussetzung ist daher ein fahren im Automatikbetrieb, siehe Kapitel 8.1.
Beim Start eines Fahrplans sollte die Lok im ersten Block des Fahrplans stehen.
Hinweis: Steht die Lok in einem Block der nicht zum Fahrplan gehört, versucht Rocrail den Zug im Automatikmodus in den ersten Block zu verschieben, um anschließend den Fahrplan abarbeiten zu können.
Hinweis: Steht die Lok in einem Block der zum Fahrplan gehört, aber nicht im ersten Block, so werden die davor liegenden Fahrplan-Punkte übersprungen und der Fahrplan ab dem aktuellen Block abgearbeitet.
8.2.1 Fahrplan anlegen
Aus dem Menü Tabellen den Punkt Fahrpläne… auswählen. Es öffnet sich das Fenster Fahrpläne:
![]() |
| Fenster Fahrpläne / Übersicht |
Auf die Schaltfläche Neu klicken. Es erscheint ein Fahrplan mit dem Namen NEW:
![]() |
| Ein neuer Fahrplan ist angelegt |
Als nächster Schritt wird zum Reiter Ziele gewechselt und dort die Kennung des Fahrplans eingegeben:
![]() |
| Reiter Ziele |
Der erste Eintrag in die Liste ist der Startblock des Fahrplans, im Auswahlfeld Block wird 01 ausgewählt und mit Hinzufügen in die Liste übernommen. Anschließend wird 03 und 01 ausgewählt und in die Liste übernommen. Somit ist ein Fahrplan erstellt, der in Block 01 startet, über Block 03 verläuft und in Block 01 endet.
8.2.1.1 Lokomotive mit Fahrplan starten
Zunächst ist sicherzustellen, dass der Fahrstrom eingeschaltet wurde, dann wird der Automatikbetrieb eingeschaltet: Entweder über das schon bekannte Symbol oder über im Menü Automatik der Punkt Automatikmodus.
Eine Lokomotive in Block 01 setzen, in Block 03 darf keine Lokbelegung gesetzt sein.
In den Lokeigenschaften im Punkt Details kontrollieren, dass kein Haken bei 'Fahrplan Abfahrtszeiten benutzen' gesetzt ist.
In Block 01 die rechte Maustaste betätigen. Es erscheint folgender Dialog:
![]() |
| Fahrplan starten |
Starte mit Fahrplan –> Einmal Rund mit der linken Maustaste bestätigen.
Die Lok startet in Block 01, fährt über Block 03 nach Block 01 und hält dort wieder.
8.2.2 Ortschaften
Eine Ortschaft besteht aus mehreren Blöcken eines Zielortes, z. B. alle Gleise die zu einem Bahnhof gehören.
In diesem Beispiel könnten Block 01 und Block 02 einen kleinen Bahnhof darstellen.
Der Vorteil einer Ortschaft besteht darin, dass mehrere Loks mittels Fahrplänen in einen Bahnhof einfahren können. Rocrail wählt in diesem Fall das nächste freie Gleis aus.
8.2.2.1 Anlegen einer Ortschaft
Aus dem Menü Tabellen den Punkt Ortschaften… auswählen. Es öffnet sich das Fenster Ortschaften, wo auf die Schaltfläche Neu zum Anlegegen einer neuen Ortschaft geklickt wird. Die Ortschaft erhält automatischen NEW:
| |
| Fenster Ortschaft | Anlegen einer neuen Ortschaft |
Im Feld Name einen Namen für die Ortschaft eintragen und Schaltfläche Ändern drücken. Die Ortschaft wird von 'New' in den neu vergebenen Namen umbenannt.
Durch auswählen eines Blocks im Auswahlfeld und drücken der Schaltfläche Hinzufügen alle Böcke, die zu der Ortschaft gehören sollen, in die Blockliste hinzufügen. Hierbei ist zu beachten, dass die Reihenfolge der Eintragungen eine wichtige Rolle spielt. Anhand der Reihenfolge der Blöcke sucht Rocrail den nächsten freien Block in einer Ortschaft.
|
| Blöcke zu einer Ortschaft hinzufügen |
8.2.2.2 Fahrplan mit Ortschaft
Der Im Kapitel 8.2.1 erstellte Fahrplan wird nun für die Verwendung von Ortschaften abgeändert.
|
| Eine Ortschaft im Fahrplan verwenden |
Dazu den ersten Eintrag Block 01 markieren. Im Auswahlfeld Ortschaften die neu erstellte Ortschaft auswählen und im Auswahlfeld Block das Leerfeld auswählen. Durch Betätigen der Schaltfläche Ändern werden die Änderungen übernommen. Auf die gleiche Weise den weiteren Eintrag Block 01 ändern.
Wird nun die Lok mit diesem Fahrplan gestartet, so wird man keine Änderung gegenüber dem Fahrplan aus Kapitel 8.2.1 feststellen.
Setzt man eine zweite Lok in Block 02 und startet diese mit dem Fahrplan, so fährt diese über Block 03 nach Block 02, da Block 01 durch eine andere Lok belegt ist.
8.2.3 Zeitlich gesteuerte Fahrpläne
Soll ein Fahrplan zeitlich gesteuert abgearbeitet werden, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
- Absolut, d.h. Die Abfahrtszeiten sind entsprechend der Modelluhrzeit.
- Relativ, d.h. Die Abfahrtszeiten sind relativ zur Startzeit des Fahrplans
- Stündlich, d.h. Der Fahrplan wird innerhalb der Einstellungen From/To Hours stündlich gestartet. Stunden werden in den Fahrplaneinträgen ignoriert.
Hierbei muss in den Lokeigenschaften im Punkt Details der Haken bei Fahrplan Abfahrtszeiten benutzen gesetzt sein.
Beispiel: Relative Abfahrtzeiten:
|
| Fahrplan mit relativen Abfahrtzeiten |
Wird dieser Fahrplan gestartet, so bleibt die Lok im Startblock stehen.
1 Minute nach dem starten des Fahrplans fährt die die Lok nach Block 3 und hält dort.
2 Minuten nach dem starten des Fahrplans fährt die die Lok zum Zielblock.
8.2.4 Fahrplan wiederholen
Mit dieser Funktion wird ein Fahrplan sooft wiederholt, wie im Feld angegeben.
8.2.5 In Verzögerung
Mit dieser Funktion kann für jeden Block- oder Ortschaft-Eintrag eines Fahrplans eine Verzögerung des In-Ereignisses in Millisekunden eingestellt werden. Ein Eintrag überlagert den Block Ereignis-Zeitgeber für enter2in.
Diese Funktion kann z.B. bei Rangierfahrten mittels Fahrplan zum punktgenauen Abstellen von Waggons verwendet werden, oder für Züge, die nach dem 'In-Ereignis' noch ein wenig weiter fahren sollen.
8.2.6 Nachfolge Fahrplan
Beim Erreichen des letzten Fahrplan-Zieles (und nach Abschluss der Wiederholungen) wird der 'Nachfolge Fahrplan' ausgeführt.
Der ausgewählte Fahrplan wird im Anschluss gestartet. Es kann auch der selbe Fahrplan angegeben werden, um z.b. eine Endlos-Schleife zu erstellen.
|
| Einen Nachfolgefahrplan angeben |
9.0 Weitere Schritte
Nachdem nun Lokomotiven angelegt wurden, ein Gleisplan mit Gleisen, Weichen und Signalen erstellt wurde, die Objekte für den Automatik-Betrieb hinzugefügt wurden und Fahrpläne eingerichtet wurden, ist Rocrail fertig konfiguriert und kann die Anlage steuern.
Viele Einstellungen sind bisher nur grob vorgenommen worden, um möglichst rasch zum Fahrbetrieb zu kommen und lassen sich noch weiter verfeinern.
So können bei den Lokomotiven noch genauere Angaben, beispielsweise zur Beschreibung und zum Kaufdatum, gemacht werden. Insbesondere kann auch die Länge (des Zuges) angegeben werden, so dass Rocrail in der Lage ist, lange Züge nur in entsprechend dimensionierte Blöcke mit eingestellter Längenangabe einfahren zu lassen, während zu kurze Blöcke nicht angefahren werden. Außerdem kann das Service-Intervall angegeben werden, so dass Rocrail automatisch daran erinnert die Lok einer Wartung zu unterziehen. Es gibt noch viele weitere Details z. B. zur Zugart, die es Rocrail ermöglichen, Züge anhand der Zugart bestimmte Strecken oder Bahnhofsgleise befahren zu lassen.
Blöcke können so eingerichtet werden, dass Züge eine bestimmte Zeit im Block warten - z. B. in Bahnhöfen - oder nach Möglichkeit nicht im Block halten. Weiterhin können Blöcke für bestimmte Zugarten gesperrt werden (Berechtigungen).
Signale können so eingestellt werden, dass sie nur manuell freigegeben werden können.
Über Ausgänge lassen sich beliebige Verbraucher steuern, z. B. Entkupplungsgleise oder Bahnhofsbeleuchtungen.
Über Aktionen lassen sich viele Funktionen automatisch, zeitgesteuert oder ereignisabhängig aktivieren.
Der Automatik-Betrieb lässt sich für komplexere Anlagen noch weiter anpassen. Insbesondere sei auf Pendelzüge, Kritische Abschnitte, Signalbegriffe und der übernächste Block sowie auf Typen von Blöcken und Zügen verwiesen.
Rocrail bietet noch viele weitere Optionen, die der Benutzer im Laufe der Zeit kennen und schätzen lernen wird. Da Rocrail darüber hinaus ständig weiterentwickelt wird und immer wieder neue Funktionen hinzu kommen, sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.
Viel Spaß mit Rocrail!
Trace: » stepbystep-en » daily-de » stepbystep-de


































































































