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Weichenschaltbefehle übertragen

Oft wird die Loksteuerung und das Schalten von Weichen sowie ggf. die Rückmeldung über verschiedene Zentralen abgewickelt. Im manuellen Fahrbetrieb können dann mit dem zentralenspezifischen Fahrregler normalerweise nicht die über eine andere Zentrale angeschlossenen Weichen gestellt werden.
Um die Weichen doch mit dem Lokfahrhandregler stellen zu können (vorausgesetzt, er hat überhaupt eine Weichenstelloption), muss der Weichenstellbefehl von der Lokfahrzentrale auf die Weichenstellzentrale übertragen werden. Dazu ist bei den Rocrail-Eigenschaften eine Übertragungstabelle “Command Mapping” (“Befehls-Zuordnung”) eingerichtet worden, in der die Details dieser Übertragung von der einen zur anderen Zentrale konfiguriert werden.

Beispiel mit 2 Lenz LZV100

Im nachstehenden Beispiel sind 2 Lenz-Zentralen LVZ100 eingesetzt,
“Z1” fährt die Loks
“Z2” stellt die Weichen

demoplan-command-mapping.jpg
Demoplan mit Rocrail.ini

Notierung der Weichenadressen bei Lenz LZV100

Die Notierung der Weichenadressen ist für die Lenzzentralen (Adresse immer = 0, Port = jeweilige Weichenadresse) gemacht, auch wenn hier im Beispiel virtuelle Zentralen eingerichtet sind. Wichtig ist, dass für die Umsetztabelle die Weichenadressen der (abgebenden) Lokfahrzentrale “Z1” auf das Format Adresse / Port umgesetzt werden. So hat die Weiche sw1 die (Lenz) Weichenadresse Adresse=0, Port=19 , woraus in der Umsetztabelle für die abgebende Zentrale “Z1” die Notierung Adresse=5, Port=3 werden muss. Bei der aufnehmenden (Weichenstell-)Zentrale “Z2” ist die Weichenadresse wieder mit Adresse=0, Port=19 anzugeben.

Das Bild links zeigt die von Rocrail gemeldete Adresse beim Schalten der Weiche sw2 (Adresse 16) mit virtueller Zentrale.
Das Bild rechts zeigt die Umsetztabelle für die beiden Lenz LZV100. “Z1” ist hier zur Verdeutlichung durch die Schnittstellenkennung “Lok” ersetzt, “Z2” durch “Weiche”.
beispiel-sw2-adresse-16.jpg tabelle-command-mapping.jpg

Bei der Umsetztabelle erfolgt die Befehlsübertragung immer NUR vom “links” nach “rechts”, d.h. auf der linken Seite muss die Lokfahrzentrale “Z1” bzw. “Lok” (also die Zentrale, an der der externe Handregler angeschlossen ist) als Schnittstellenkennung eingetragen sein, auf der rechten Seite die Zentrale “Z2” bzw. “Weiche”, die die Weiche tatsächlich schaltet.

Andere Zentralen

Für andere Zentralen ist die Notierung der Weichenadresse bei der ab- und aufnehmenden Zentrale ggf. zentralenspezifisch entsprechend anzupassen.
Stand 03.03.2016 (wird bei Bedarf fortgeschrieben):
- für Lenz LZV100 V3.6 getestet, in Ordnung
- für Zimo MX10 im Test, hier sind noch Anpassungen erforderlich, noch nicht funktionfähig.

Fundstellen zu "Command Mapping" und Weichenadressierung


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