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Fahrstraßenauswahl über Berechtigungen Platzierung, Pendelzug, Zuglänge

Allgemeine Beschreibung

Meine Piratenbahn hat einen eingleisigen Streckenabschnitt (Blockbereich B1 - B1B, unten im Plan), der in einer Kurve (Halbkreis) liegt und bis zu 6% Steigung hat. Dieser Abschnitt soll von lokbespannten Zügen bergauf immer nur mit Lok auf der bergseitigen Zugseite (also Lok vor dem Zug) befahren werden. Auf dieser Strecke verkehren neben “normalen” lokbespannten Zügen (“normal” heißt hier: kein Pendelzug) auch lokbespannte Pendelzüge sowie Triebwagen (Pendelzüge ohne “extra” Lok).

“Normale” Züge fahren bei mir immer mit Lok vor dem Zug, sie fahren abwärts über diesen Streckenabschnitt in eine Kehrschleife (Blöcke GAK - GK2 - GK - GIK) und anschließend wieder diesen Streckenabschnitt bergauf. Vorherige und nachfolgende Fahrstraßenbedingungen lassen einen Richtungswechsel nicht zu, so dass diese Züge im Nachfolgenden nicht weiter als Besonderheit betrachtet werden müssen. In den Berechtigungen der Fahrstraßen sind diese natürlich berücksichtigt.

Pendelzüge fahren über diesen Streckenabschnitt in einen außerhalb der Kehrschleife gelegenen Kopfbahnhof (Blöcke B2R, B2L, B3R, B3L), dürfen (müssen) aber unter bestimmten Voraussetzungen auch den Kehrschleifenbereich nutzen.
Blocklängenbedingt sind die Blöcke B3R und B3L den Triebwagen (Zuglänge unter 1m) vorbehalten, die Blöcke B2R und B2L fassen Pendelzüge bis 2,5m und sollen von den Triebwagen nicht angefahren werden. Mit dem Block B2R besteht die Möglichkeit, einen Pendelzug über die Strecke mit dem Block PK zu wenden.
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Rocrailplan Piratenbahn Automatikbetrieb

Forderungskatalog

Daraus ergibt sich für die Fahrstraßenbedingungen folgender Forderungskatalog (Zugtypen und damit Blocktypen verwende ich nicht, mögliche Kriterien sind Zuglänge, Pendelzug ja/nein, Platzierung).
Ob bei einem Pendelzug der Fahrregler auf “vorwärts” oder “rückwärts” steht, spielt hier keine Rolle, weil im Automatkbetrieb Züge immer vorwärts fahren (unabhängig von der Stellung des Fahrreglers). Das klingt zwar etwas verwirrend, ergibt sich aber aus dem Zusammenspiel aus Stellung des Fahrreglers mit der Platzierung.

1. Ein “normaler” Zug fährt immer nur über den Streckenabschnitt B1 - B1B abwärts, durch die Kehrschleife GK und abschließend über den Streckenabschnitt B1B - B1 aufwärts.

2. Ein Triebwagen (Pendelzug unter 1m) fährt über den Streckenabschnitt B1 - B1B abwärts und soll nur in den Kopfbahnhof nach Block B3R oder B3L fahren. Die Rückfahrt erfolgt immer aus B3R - B3L über den Streckenabschnitt B1B - B1 aufwärts. Eine Fahrt im Bereich der Kehrschleife GK ist (derzeit) nicht vorgesehen. Für Triebwagen ist die Antriebsseite ohne Bedeutung, meist sind alle Achsen angetrieben.

3. Ein lokbespannter Pendelzug fährt über den Streckenabschnitt B1 - B1B abwärts und soll in der Regel in den Kopfbahnhof nach Block B2R oder B2L fahren. Für die Rückfahrt über den Streckenabschnitt B1B - B1 aufwärts ist zwingend die Lok auf die bergwärtige Seite des Zuges gestellt zu haben.

4. Lokbespannte Pendelzüge, die mit Steuerwagen voraus den Streckenabschnitt B1 - B1B abwärts befahren, dürfen/sollen ab einer Zuglänge von 150cm über die Kehrschleife und die Strecke mit Block PK nach Block B2R im Kopfbahnhof fahren.

5. Lokbespannte Pendelzüge, die mit Lok voraus den Streckenabschnitt B1 - B1B abwärts befahren, müssen zwingend über den Kopfbahnhofblock B2R gedreht werden (das ist die Folge aus dem 2. Teil der Forderung 3). Die Blöcke G29, G32 und G59 sind in diesem Zusammenhang nicht eingebunden (sie sind derzeit noch nicht mit Rückmeldern bestückt) und stehen daher für dieses Beispiel nicht zur Verfügung.

1. "Normale" Züge

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“Normale” Züge dürfen von B1/B1B die Gefällestrecke abwärts kommend nicht in den Kopfbahnhof B2R, B2L, B3R, B3L fahren. Daher sind diese Kopfbahnhofsblöcke mit “Pendelzug nur” berechtigt. Deshalb ist für diese Züge eine Fahrstraße B1B - GAK (also in die Kehrschleife hinein) mit der Berechtigung “Pendelzug nein” eingerichtet. Im Kehrschleifenblock GK beginnt die Fahrstraße GK-GIK, die nur Züge mit Lok voraus zuläßt. Damit werden hier bereits alle Züge abgefangen, die nicht mit Lok vorne am Zug fahren und damit nicht über die Steigungsstrecke B1B-B fahren dürfen. Die Fahrstraße GIK-B1B ist der zweite Teil dieser “Lok-voraus-Strecke” GK-B1B/B1. Der Block GK als Entscheidungspunkt ist erforderlich um bei den anderen Fällen Realisierunsmöglichkeiten offen zu lassen und weil der Block GIK für manche Lösungen auch in Gegenrichtung befahren werden können muss.
Die beiden Bilder zeigen die Berechtigungseinstellungen der Fahrstraßen GK-GIK (links) und GIK-B1B (rechts)
fsb-gk-gik.jpg fsb-gik-b1b.jpg

Eine Übersicht der für diese Betrachtungen interessanten Fahrstraßen im Bereich Kopfbahnhof (links) und der Kehrschleife (rechts)
fahrstrassenuebersicht-bereich-bens-station.jpg fahrstrassenuebersicht-bereich-ks-gh.jpg

Die Vorgehensweise zur Berechtigungsvergabe ist im Wiki unter Blöcke bzw. Fahrstraßen beschrieben.

2. Triebwagen

Die Berechtigungssteuerung für die Einfahrt in die Blöcke B3R und B3L erfolgt über die Kriterien Pendelzug = ja und Zuglänge unter 1m. Der Längenbereich 1,00m bis 1,50m ist bei mir als Pendelzug nicht vorhanden und wurde daher auch nicht berücksichtigt.

3. Pendelzüge (1)

Für (lokbespannte) Pendelzüge (bei mir mit Mindestlänge 150cm) wird die Einfahrt in den Kopfbahnhof nach Block B2L und B2R über die Platzierung geregelt (Fahrstraße B1B-B2L nur für Steuerwagen voraus (Platzierung = Getauscht) und und B1B-B2R nur für Lok voraus (Platzierung = Standard) ). Da ein Pendelzug aus dem Block B2L heraus nicht gewendet werden kann, ist damit gewährleistet, dass der Zug in Block B2L immer so einfährt, dass sich die Lok für die Ausfahrt auf die Steigungsstrecke vor dem Zug, also auf der Bergseite befindet.
fsb-b1b-b2l.jpg fsb-b1b-b2r.jpg

Für die Ausfahrt aus Block B2L ist keine Fahrstraßenbedingung hinsichtlicht Platzierung erforderlich, da die korrekte Lokposition bereits bei der Einfahrt überprüft wurde.
In Block B2R kann der Pendelzug auch mit “falscher” Lokposition eingefahren sein (dann muss dieser Pendelzug “gedreht” werden, siehe 5.) Daher besitzt hier die Ausfahrfahrstraße auf die Steigungsstrecke B2R-B1B die Platzierungsberechtigung “Standard”.
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4. Pendelzüge (2) über Kehrschleife

Für Pendelzüge, die mit Steuerwagen voraus die Gefällestrecke B1-B1B befahren und daher für die Rückfahrt nicht gedreht werden müssen, steht die Fahrstraße B1B-GAK-P in die Kehrschleife zur Verfügung. Über den Fahrweg GK-GIK-PK-B2R erreichen sie dann den Block B2R und stehen korrekt für die Ausfahrt auf die Steigungsstrecke.
fsb-b1b-gak-p.jpg fahrstrassen-bereich-bens-station.jpg
Diese Extrafahrstraße B1B-GAK-P für Pendelzüge mit Steuerwagen voraus ist erforderlich, weil die “normalen” Züge mit “Lok vor dem Zug”, also Platzierung = Standard fahren.
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Im Block GK erfolgt die Steuerung für die Pendelzugfahrt zum Kopfbahnhof Block B2R (Fahrstraße GK-B2R mit den kreuzenden Blöcken GIK und PK).
fs-gk-b2r.jpg fsb-gik-b1b.jpg fahrstrassen-bereich-ks-gh.jpg

5. Pendelzüge (3) drehen

Über die Fahrstraße B1B-B2R kommen Pendelzüge mit Lok voraus in den Kopfbahnhof. Damit stehen sie für die Rückfahrt über die Steigungstrecke falsch, weil sich bei der Ausfahrt die Lok hinten am Zug befindet. Also muss dieser Pendelzug “gedreht” werden. Dazu fährt er über die Fahrstraßen B2R-G53 nach Block G53 oder über B2R-G56 nach Block G56. Beide Fahrstraßen sind nur für Pendelzüge mit Platzierung = Getauscht berechtigt, so dass beide Fahrstraßen von “korrekt” stehenden Pendelzügen (mit Platzierung = Standard) nicht genutzt werden können. In den Kopfblöcken G53 / G56 wird die Platzierung der Züge geändert, so dass die Pendelzüge dann mit Lok voraus wieder díesen Block verlassen und über den Block GIK auf die Steigungsstrecke B1B-B1 fahren können.
fs-b2r-g56.jpg fsb-b2r-g56.jpg
Die Platzierungsberechtigung “Standard” der Fahrstraße G56-GIK verhindert, dass falsch gedrehte Züge auf die Steigungsstrecke fahren.
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Test und Dokumentation anhand einer Beispielfahrt

Beispiel: Wechsel der Platzierung zeigt an ausgewählten Bildschirmkopien die Fahrt eines lokbespannten Pendelzuges mit Zuglänge über 150cm.


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