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analyzer-de

Gleisplan-Analyser

Wichtige Änderung

Analyser-Markierung geändert
:!: Ab Rev. 12.859+ ist die "autogen-"-Markierung durch die Option Automatisch erzeugt ersetzt.
Bei Fahrstraßen-Kennungen, die noch das führende "autogen-" enthalten, wird dies beim nächsten Analyser-Lauf entfernt und durch die neue Option ersetzt.
Zusätzlich ist im Feld 'Beschreibung' "Generated by the analyser" eingetragen.
Im Dialog Fahrstraßen: Übersicht zeigt ein führendes " * " in der Spalte 'Beschreibung' die aktivierte Option 'Automatisch erzeugt'.
In den Beispielen unten auf dieser Seite ist diese Änderung berücksichtigt.


Eigenschaften

  • Analysiert den Gleisplan und erzeugt automatisch alle möglichen Fahrstraßen.
  • Setzt das Fahrstraßen-Feld in allen Gleis-, Signal- und Rückmelder-Objekten für die Fahrstraßen-Darstellung (optional).
  • Setzt das Block-Feld in allen Gleis-, Signal- und Rückmelder-Objekten für die Block-Belegungs-Darstellung (optional).
  • Das Richtungsgleis kann dazu verwendet werden, Fahrstraßen nur in dieser einen Richtung zu erzeugen.
  • Mit Verbindern können Fahrstraßen über andere Objekte, leere Felder und Gleisplan-Ebenen hinweg erstellt werden.
  • Weichen-Befehle werden der Fahrstraße hinzugefügt.
  • Signalpaare können dem Block (Signale) als Plus(+)- bzw. Minus(-)-Seiten-Signale hinzugefügt werden (optional).
  • Enter- und In-Rückmelder können dem Block (Fahrstraßen) zugewiesen werden (optional).
  • Unterstützung von Modulen.
  • Unterstützung von Fiddle Yard.


Hinweis:
Der Analyser wurde entwickelt, um Einsteigern eine Hilfestellung für einen einfachen und schnellen Einstieg an die Hand zu geben, indem viele Eintragungen automatisch vorgenommen werden.
Bei komplexen oder ungewöhnlichen Szenarien kann der Analyser jedoch an seine Grenzen gelangen oder es werden nicht alle oder unerwünschte Fahrstraßen angelegt.
In solchen Fällen müssen die Eintragungen von Hand korrigiert bzw. ergänzt werden, wobei durch den Analyser korrekt angelegte Fahrstraßen als Vorbild dienen können.
Siehe auch Abschnitt Einschränkungen.


Bedienung

Voraussetzungen

  1. Der Gleisplan muss vor der Analyse gesund sein!
  2. Alle Gleisplan-Symbole, die eine Fahrstraße bilden sollen, müssen ohne Zwischenraum aneinander gefügt sein. Ausnahme: Der Verbinder.
  3. An jeder Position des Gleisplans ist nur ein Symbol erlaubt (Keine Überlappungen)
  4. Der Analyser basiert auf den Symbolgrößen im voreingestellten SpDrS60-Thema. (Siehe auch Themen-Eigenschaften)


Aktivierung

Die Analyse wird manuell ausgelöst. Dies geschieht

  • durch Eingabe von z im Rocrail-Terminal, wenn die -console-Option aktiv ist

oder

  • durch Auswahl des Menü-Eintrags Analysieren im Datei-Menü von Rocview.


Bereinigung

Wenn der Analyser nach Veränderungen am Gleisplan erneut aufgerufen wird, werden alle Fahrstraßen mit gesetzter Option "Automatisch erzeugt" gelöscht.
Damit wird sichergestellt, dass keine ungültig gewordenen Fahrstraßen im Plan enthalten sind, bevor Fahrstraßen neu bzw. wieder neu erzeugt werden.
Dazu musss natürlich bei allen Fahrstraßen für die Änderungen erwartet werden oder die bearbeitet werden sollen, die Option "Automatisch erzeugt" aktiviert sein.

Von Hand hinzugefügte Fahrstraßen ohne Option "Automatisch erzeugt" verbleiben unverändert in der Liste.

Konfiguration der Rückmelder und Signale

Die Grafik zeigt die Positionierung von Rückmeldern (fb) sowie Vor- (sgv) u. Haupt- (sgh) Signalen für einen Block (bk).
Die Rückmelder und Signale werden damit dem Block und den Fahrstraßen beider Blockseiten korrekt zugeordnet.
Auf beiden Blockseiten müssen die Rückmelder und Signale zwischen dem Block und der nächsten Weiche (sw) positioniert sein.
Die Reihenfolge der Objekte zwischen Block und Weiche ist beliebig.
:!: Die Signale müssen - wie dargestellt - mit dem "Symbol in Fahrtrichtung rechts vom Gleis" ausgerichtet sein. (Ausnahme z.B.: SBB-L-Signale)
:!: Enthält die Fahrstraße zwischen zwei Blöcken keine Weiche, können Signale z.T. dem falschen Block zugeordnet sein.

Rückmelder

Die Rückmelder werden den allgemeinen Fahrstraßen all enter + bzw. all enter - zugeordnet.
Die all enter +-Fahrstraße wird für alle Fahrstraßen verwendet, über die in die + Seite des Blocks eingefahren wird (angezeigt durch das kleine + im Blocksymbol).
Die all enter - -Fahrstraße wird dementsprechend für alle Fahrstraßen verwendet, über die in die - Seite des Blocks eingefahren wird.
Die Zuordnung ist auf der Registerkarte Block: Fahrstraßen ersichtlich und kann bei Bedarf manuell geändert werden.
Hinweis:
Die Zuordnung durch den Analyser funktioniert nur, wenn mit "enter"- und "in"-Rückmeldern gearbeitet wird.
Außerdem muss je ein Rückmelder auf jeder Seite zwischen Block und nächster Weiche positioniert sein.
Für Blöcke mit ein, drei oder vier-Meldern ergeben sich keine nutzbaren Einträge.
Bei mehreren Rückmeldern auf einer Blockseite wird nur der dem Block nächstgelegene Rückmelder berücksichtigt.

Signale

Das zu einem Hauptsignal einer Blockseite gehörende Vorsignal muss an der Blockseite gegenüber positioniert sein.
Die Zuordnung ist auf der Registerkarte Block: Signale ersichtlich und kann bei Bedarf manuell geändert werden.

Richtungsgleise

Richtungsgleise (s. auch Gleise: Typ) können dazu verwendet werden, die vom Analyser zu erstellenden Fahrstraßen auf eine bestimmte Richtung zu beschränken. Dazu wird das Richtungsgleis zwischen zwei oder mehreren Blöcken angeordnet:

Beispiel Beschreibung Durch den Analyser erstellte Fahrstraßen
Zwei durch Gleise verbundene Blöcke Von A nach B und von B nach A
Zwei Blöcke mit einem Gleis für beide Richtungen dazwischen Wie oben; Das Gleis für beide Richtungen ist nur ein Hinweis, hat aber keine Funktion
Zwei Blöcke mit einem Richtungsgleis dazwischen, Pfeil nach rechts zeigend Nur von A nach B
Zwei Blöcke mit einem Richtungsgleis dazwischen, Pfeil nach links zeigend Nur von B nach A
Abzweigung ohne Richtungsgleise A nach B, A nach C, B nach A, C nach A
Richtungsgleis in einer Abzweigung A nach B, A nach C und B nach A
Richtungsgleis vor einer Abzweigung A nach B und A nach C


Tipp: Wenn in einem Gleisabschnitt in beiden Richtungen keine Fahrstraße erzeugt werden soll, kann das durch zwei entgegengesetzte Richtungsgleis-Symbole erreicht werden. Alternativ kann für die Zeit der Analyser-Aktivität ein Gleis-Symbol aus dem Abschnitt entfernt werden.


Verbinder

Über Verbinder können entfernte Objekte miteinander verbunden werden: Der Analyser sucht nach einem Gegenstück (zweiter Verbinder) und ignoriert sowohl leere Felder als auch andere, zwischen diesen beiden liegende Objekte.

Beispiele für Verbinder
Vermeiden von Gleiselementen ohne Funktion

Schematische Darstellung von Brücken

Brücke mit zwei Verbindern
Oben Typ = connector
Unten Typ = tracknr mit Nummer = 2
Brücken-Symbol als Typ = tracknr mit Nummer = 3
Damit kann der Analyser die möglichen Fahrstraßen A- < > B+ und C- < > D+ erkennen und erzeugen.


  • Der maximale Abstand zwischen den zusammengehörenden Verbindern eines Verbinder-Paares ist unbegrenzt.
  • Verbinderpaare können sich entweder auf derselben Gleisplan-Ebene befinden und müssen, wie oben abgebildet, in einer Linie liegen und zueinander orientiert sein,
    oder
  • beide Verbinder eines Paares werden in den Eigenschaften des Gleis-Objekts mit derselben Nummer zwischen 10 und 99 konfiguriert.
    Die Lage bzw. Ausrichtung der Verbinder solcher Paare ist dann beliebig und sie werden auch berücksichtigt, wenn sie auf verschiedenen Gleisplan-Ebenen liegen.


Verbinder bei Modulanlagen vermeiden

Bei Modulplänen können an den Modul-Übergängen Verbinder verwendet werden, wenn sie paarweise

  • mit beliebiger (auch unterschiedlicher) Nummer im Bereichs 0 - 9 gegenüberstehen.

oder

  • mit derselben Nummer im Bereich 10 - 99 definiert sind.

Nachteile:
Hat ein Verbinder mit einer Nummer im Bereich 0 - 9 keinen Partner am Übergang, darf in der Richtung bis zum Modulplan-Rand kein anderer Verbinder ohne Partner gegenüberstehen.
Verbinder am Modul-Übergang ohne Partner mit derselben Nummer im Bereich 10 - 99 meldet der Analyser als Fehler.
Wird die Modul-Anlage in einer anderen Zusammenstellung aufgebaut, müssen betroffene Verbinder-Paare mit Nummern im Bereich 10 - 99 angepasst werden.
Werden dabei in der Zusammenstellung zwei Verbinder mit derselben Nummer im Bereich 10 - 99 irgendwo vergessen, können "seltsame" Fahrstraßen entstehen.

Empfehlung:
Um die genannten Nachteile - u.a. Fehler, hohe Aufwände bei Änderungen usw. - zu vermeiden, wird empfohlen, auf Verbinder an den Modul-Übergängen zu verzichten.
Anstelle der Verbinder sollten "gerade Gleiselemente" so positioniert werden, dass sie bei der Zusammenstellung der Module unterbrechungsfrei zueinander passen.
Dadurch ergeben sich aus Sicht des Analyser durchgehende Gleisverbindungen, aus denen problemlos Fahrstraßen erzeugt werden können.

Mit dieser Methode entfallen auf sehr einfache Weise alle Nachteile mit Verbindern an Modul-Übergängen.

An Modul-Übergängen gerade Gleiselemente verwenden :!:


Einschränkungen

  • Der Analyser ist nicht unfehlbar.
  • Nicht alle "seltsamen" Situationen werden erkannt.
  • Der Analyser konfiguriert Rückmelder nur, wenn die Option Rückmelder zu Blöcken zuordnen aktiviert ist. (Standardmäßig "deaktiviert").
  • Bei aktivierter Option "Rückmelder zu Blöcken zuordnen" wird nur dann die Zuordnung der Melder versucht, wenn "enter" und/oder "in" bei den allgemeinen Fahrstraßen noch nicht vollständig vorhanden sind (ob vom Anwender manuell konfiguriert oder aus früheren Analysen bereits vorhanden, ist dabei unerheblich).
    Hinweis: Bereits konfigurierte "enter" und/oder "in" werden nicht verändert (auch wenn sie komplett falsch wären).
  • Das gilt nur für die dem Block nächstliegenden Rückmelder und nur, wenn sie diesem Block eindeutig zuzuordnen sind. (Es gibt da in speziellen Situationen auch Ausnahmen).
  • Wird ein konfigurierter "enter2in" bei einem Block gefunden, dann wird an diesem Block keine Änderung vorgenommen.
  • "enter2in" wird vom Analyser nie zugeordnet (oder gelöscht).
  • Elemente vom Typ "Straße" werden nicht unterstützt.
  • Nur ein Teil der Gleisplan-Objekte des Weichentyps "Zubehör" und des Gleistyps "tracknr" werden erkannt:


Weichentyp "Zubehör"
Zubehör#Beschreibung
1 doppelgleisiger Bahnübergang, veraltet
10 eingleisiger Bahnübergang, unbeschrankt
11 eingleisiger Bahnübergang, einseitig beschrankt
12 eingleisiger Bahnübergang, beidseitig beschrankt
40 doppelgleisige Klappbrücke
41 eingleisige Klappbrücke
Gleistyp "tracknr"
NummerBeschreibung
2 Brücken-Verbinder
3 kreuzende Brücke


Andere Zubehör- u. Gleis- Nummern werden vom Analyser nicht unterstützt. Der Analyser kennt die unterschiedlichen Raster-Größen und Ausrichtungen der Symbole nicht. Deshalb müssen diese Objekte vor einer Auswertung temporär (evtl. auch später wieder) durch normale Gleis-Objekte ersetzt werden.

Hinweis: Niemals doppelgleisige Elemente direkt hintereinander platzieren. Der Analyser erzeugt dann falsche Fahrstraßen :!:

Beispiel

Automatisch erzeugte Fahrstraßen

<stlist>
  <st id="[01+]-[02+]" generated="true" bka="01" bkb="02" bkaside="true" bkbside="true" show="false" x="0" y="0">
    <swcmd id="sw1" cmd="straight"/>
  </st>
  <st id="[01+]-[03+]" generated="true" bka="01" bkb="03" bkaside="true" bkbside="true" show="false" x="0" y="0">
    <swcmd id="sw1" cmd="turnout"/>
  </st>
  <st id="[04+]-[01-]" generated="true" bka="04" bkb="01" bkaside="true" bkbside="false" show="false" x="0" y="0"/>
  <st id="[02-]-[04-]" generated="true" bka="02" bkb="04" bkaside="false" bkbside="false" show="false" x="0" y="0">
    <swcmd id="sw2" cmd="straight"/>
  </st>
  <st id="[03-]-[04-]" generated="true" bka="03" bkb="04" bkaside="false" bkbside="false" show="false" x="0" y="0">
    <swcmd id="sw2" cmd="turnout"/>
  </st>
</stlist>

Hinweis: Der früher verwendete Präfix autogen- ist durch den Parameter generated="true" im Datensatz der Fahrstraße ersetzt1)

Tipps und Tricks

Fahrstraßen beibehalten

Frage: Warum überschreibt der Analyser meine Änderungen an den Fahrstraßen?
Antwort: Der Analyser löscht zunächst alle Fahrstraßen mit gesetzter Option "Automatisch erzeugt" und erzeugt dann die Fahrstraßen neu.

Frage: Wie kann man verhindern, daß eine Fahrstraße neu erzeugt wird?
Antwort: Indem die Option "Automatisch erzeugt" dieser Fahrstraße deaktiviert wird.

Alternative Fahrstraßen

Verhinderung der alternativen Fahrstraßen von A- nach B+ mit Gleiswechsel


- Vorher:

  • "[A-]-[B+]" (direkter Weg)
  • "[A-]-[B+]-42" (alternative Fahrstraße über das Gegengleis)

- Manuelle Aktionen:

  • Deaktivieren der Option "Automatisch erzeugt" bei "[A-]-[B+]"
  • Löschen von "[A-]-[B+]-42"

- Nachher:

  • Aufruf des Analyser lässt "[A-]-[B-+]" unberührt (da die Option "Automatisch erzeugt" nicht gesetzt ist) und erzeugt auch keine neue/alternative Fahrstraße von [A-] nach [B+], da es bereits eine "manuell angelegte" Fahrstraße für diesen Fahrweg gibt.


Meldungen im Server-Log

- ANALYSER: max. recursion depth (101 > 100) reached

  • Bei der Suche von Verbindungen zwischen 2 Blöcken werden mehr als 100 Gleisplanelemente gefunden.
    Siehe diesen Forumbeitrag

⇒ Bitte Bewährtes Vorgehen beachten

Wichtige Hinweise zu Neustarts von Rocrail und Rocview

Während des Analyserlaufs werden die Daten im Rocrail-Server aktuell gehalten. Ein Neustart des Rocrail-Servers ist deshalb nicht erforderlich.
Die Daten werden auch zu den Objekten in Rocview-Clients übertragen, sind aber in Einzelfällen nicht in allen Objekt-Dialogen aktualisiert.
Um die Daten auch hier zu aktualisieren, sollte grundsätzlich nach jedem Analyserlauf, der Rocview-Client neu gestart werden.

:!: Vor einem Neustart von Rocview dürfen keinesfalls die Schaltflächen [ < ], [ > ], [ Übernehmem ] und [ OK ] in den Dialogen bedient werden.
Anderenfalls werden die aktuellen Daten im Rocrail-Server durch ggf. nicht mehr aktuelle Daten der Dialog-Felder überschrieben.
1)
Siehe Wichtige Änderung oben auf dieser Seite.
analyzer-de.txt · Last modified: 2018/11/12 08:56 (external edit)