Blöcke

Was ist ein Block?

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Ein Block ist ein Gleisabschnitt des Gleisplans, in dem Züge halten sollen, zumindest aber dürfen. Es kann sich jeweils nur ein Zug oder eine Lokomotive gleichzeitig in einem Block befinden. Im Normalfall besteht er aus einem Gleis ohne Weichen und mindestens einem Rückmelder.

Ein Rocrail-Block entspricht nicht exakt einem Block beim Vorbild: Während bei der Bahn z.B. auf freier Strecke der Bereich zwischen zwei Blocksignalen als ein Block aufgefasst wird, besteht dieser Bereich bei Rocrail aus der Fahrstraße zum Block und dem Block selbst. Der Rocrail-Block umfasst also im Allgemeinen nur den Punkt, ab dem der Zug ggf. zu bremsen beginnen muss bis zum Haltepunkt bzw. Signal. Fahrstraße und Block zusammen ergeben die gleiche Funktion, wie sie der Block beim Vorbild hat.

Blöcke sind der Hauptbestandteil der Automatisierung einer Modellbahn mit Hilfe von Rocrail. Die Aufteilung der Gleise in Blöcke sollte schon während des Verlegens des Schienenmaterials berücksichtigt werden, um Rocrail im laufenden Betrieb mit allen nötigen Rückmeldeinformationen zu versorgen.

In einem Gleisplan benötigt man mindestens drei Gleisabschnitte, um einen Block zu definieren: Zwei normale Gleisabschnitte mit einem Rückmeldeabschnitt dazwischen. Wenn eine Lokomotive den Rückmelder in der Mitte auslöst, weiß Rocrail, dass sich etwas in dem Block befindet.

Je mehr Rückmelder in einem Block verwendet werden, desto besser fallen die Ergebnisse im Fahrbetrieb aus.

Besser als ein Rückmelder pro Block ist der Betrieb mit zwei Rückmeldern, einem an jedem Ende eines Blocks. Das teilt das Gleis in fünf Abschnitte: normal, Rückmelder, normal, Rückmelder, normal. Der Rückmelder der einen Seite meldet Rocrail, das etwas in den Block einfährt, der Rückmelder an der anderen Seite meldet, dass es im Block angekommen ist.

Drei Rückmelder (einer an jedem Ende, einer in der Mitte) können einen Zug oder eine Lok in der Mitte eines Blocks anhalten lassen, anstatt bis zum Ende des Blocks zu fahren. (Das bekannte “Schienenbus am Bahnsteig”-Problem.) Noch komplexere Rückmelderkonfigurationen können zum gezielten Abbremsen und Stoppen von Loks verwendet werden.


Wie Blöcke im Gleisplan definiert werden

Anfang und Ende eines Blocks werden durch die entsprechenden Rückmelder definiert.

Achtung: Das Symbol 'Block' im Gleisplan hat nichts mit der physikalischen Ausdehnung des Blocks zu tun, sondern dient nur zur Verwaltung und Darstellung bestimmter Zustände (z.B. Anzeige der Lok, die derzeit den Block belegt, bzw. 'Block ist reserviert').

Jedem Gleis kann man über das Attribut 'Blockkennung' mitteilen, zu welchem Block das Gleisstück gehört. Wenn nun der entsprechende Block in Rocrail als besetzt gemeldet wird, dann ändert sich auch die Darstellung aller Gleise, die über dieses Attribut dem Block zugeordnet wurden.

Wie Blöcke funktionieren

Blöcke funktionieren in Rocrail nur im Automatik Modus. Im Automatik Modus sind alle Loks einem Block zugewiesen, und nur eine Lok kann gleichzeitig in einem Block sein.

Wenn Rocrail die Lokomotiven auf der Modellbahn fahren lässt, benutzt es die Blöcke, um die Positionen der Loks zu überwachen. In jedem Blocksymbol des Gleisplans wird die Lokomotive angezeigt, die ihm zugewiesen wurde, wenn er in Betrieb ist.

Wenn eine Lok den Rückmelder mit dem zugewiesenen in-Ereignis eines Blocks durchfährt, wird in Rocrail ein Ereignis geschaltet, das den Block als belegt/occupied markiert. Wenn dies ein erwartetes Ereignis war, da Rocrail die Lok in diesen Block geschickt hat, wird nun der Name der Lok angezeigt. Sollte dies ein unerwartetes Ereignis sein, so wird im Block-Symbol GHOST angezeigt und eine Geisterzug-Meldung erzeugt.

(Achtung: Dies kann dazu führen, dass Rocrail aus Sicherheitsgründen die Gleisspannung abstellt, wenn der Block über die Einstellungen nicht explizit für Geisterzüge zugelassen wurde.)

Wenn Rocrail eine Lokomotive von einem Block in den nächsten fahren will, prüft es die Verfügbarkeit des Blocks. Ist der Block leer, so wird der Name der Lok in den Block geschrieben, und die Bewegungskommandos zur Lok gesendet.

Während die Lokomotive von einem Block in den nächsten fährt sind beide Blöcke solange mit dieser einen Lok besetzt, bis das in-Ereignis im Zielblock ausgelöst wird. Der Block, aus dem die Lok kommt, wird in diesem Moment freigegeben und eine andere Lokomotive kann einfahren.

Wichtig

Es muss mindestens ein freier Block in einem Gleisplan zur Verfügung stehen, um Rocrail die Lokomotiven bewegen zu lassen. Wenn eine Anlage fünf Blocks hat und in jedem steht eine Lok, kann Rocrail keinen Block als Ziel für einen Zug reservieren.

Wie Blöcke miteinander verbunden sind

Blöcke können nicht von alleine arbeiten, man muss auch Fahrstraßen erstellen, um die Blöcke zu verbinden

Blöcke beschreiben die verschiedenen Plätze oder Positionen auf einer Anlage, Fahrstraßen beschreiben den Weg, um von einen Block in einen anderen zu gelangen.

Eine Fahrstraße verbindet zwei Blöcke und beschreibt, welche Rückmelde-Ereignisse stattgefunden haben müssen, wenn eine Lok sicher von einem anderen Block angekommen ist. Die Fahrstraße wird auch benutzt, um Weichen zwischen den Blöcken zu schalten.

Nachdem die Blöcke für eine Anlage erstellt wurden, sollte man Fahrstraßen definieren, die jeden Block mit den ihm umgebenden Blöcken verbindet. Danach werden in den Blöcken alle Ereignisse für Fahrstraßen, die mit dem Block verbunden, sind erstellt und ggfs. den Rückmeldern zugewiesen.

Der Fahrstraßen-Reiter im Tabellen > Blöcke-Dialog zeigt die Liste der Fahrstraßen, die den gewählten Block benutzen. Man sollte jede Fahrstraße anwählen und dann per Dropdown den Rückmelder für das in Ereignis wählen. Achtung: Der Reiter bleibt leer wenn keine Fahrstraßen definiert sind.

Wie Blöcke Rückmelder verwenden

Nachdem ein Block erstellt wurde, muss Rocrail mitgeteilt werden, welche Rückmelder Ereignisse für diesen Block auslösen. Dies kann über den Fahrstraßen-Reiter im Tabellen > Blöcke-Dialog gemacht werden. Hier wird, basierend auf dem Zielblock, das Ereignis für jeden Rückmelder angelegt.

Siehe auch Rückmelder in Blöcken für weitere Informationen.

Wie der Block-Status dargestellt wird

Farbe und Betriebszustand der BlocksymboleFarbe
Block frei Weiß
Fahrstraße zum Block von der angegebenen Lok reserviert Gelb
Lok befindet sich zwischen enter- und in-Rückmelder Blau
Block von der angegebenen Lok belegt Rosa
Block akzeptiert BiDi-Lok Grün
Block außer Betrieb Grau
Zusätzlich enthalten die Blocksymbole je nach Einstellungen und Betriebszustand
die Block-Kennung, die Kennung und/oder ein Bild der belegenden Lok,
die Kennzeichnung der Block-Einfahrseite oder “GESCHLOSSEN”.


Schriftarten
Farbe Eigenschaften Lok-Status
Blau Fett Manueller Modus

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