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103v113v7:german:63330_dioden

Diodentrick im Uhlenbrock 63330


Diodentrick im Uhlenbrock 63330

Allgemeine Beschreibung

Nein, der Diodentrick ist nicht neu. Nein, ich habe ihn nicht erfunden. Aber ich habe ihn schön umgesetzt. :-)
Bei der beim Dreileitergleis üblichen Methode einen Rückmelder durch Isolation einer Schiene zu bauen, geht Kontaktfläche verloren. Bei ungünstigen Verhältnissen, wie z.B. Schmutz, bleibt eine Lok so ggf. liegen. Wird eine Diode (richtig gepolt) zwischen das isolierte Schienenstück und die durchgehende Schiene geschaltet, bekommt die Lok die "Halbe Miete" der Spannung, was in der Regel zum Anfahren und Empfangen von Befehlen reicht. Der Rückmelder funktioniert natürlich weiter…
Soweit… bekannt. Aber die Umsetzung!!! Da werden ja grausame Kabelverhaue gelötet…

Umsetzung

Ich verwende die Rückmelder 63330 von Uhlenbrock. Und ich liebe SMD Bauteile! Keine Sorge… es läßt sich wirklich einfach machen. Man benötigt nur Dioden, Lötzinn, Lötkolben, ein Stück Draht, Seitenschneider und ggf. eine Entlötpumpe/ Entlötlitze. Und: eine Spitzpinzette!! Und denkt bitte an ESD-Schutz. Geerdete Matte, Leitfähige Schuhe, Baumwollshirt statt Kunstfaser… was gerade so da ist.


Der Melder vor dem Umbau. Und der Melder nach dem Umbau. ,-)


Das Gehäuse läßt sich öffnen, in dem man den Deckel im Bereich der Rastnasen etwas zusammen drückt und das Unterteil nach außen. Gute Fingernägel helfen.

Ohne Deckel sieht es dann so aus.

Die Leiterplatte läßt sich am besten über die kurzen Seiten fixieren. An den langen sind die LocoNet bzw. Schraubklemmen im Weg.

An die Stifte der Schraubklemmen kommen jetzt Dioden. Hier SK34SMA. Alternativ SK18. Die Gehäuseform ist DO-214AC, hier gibt es 3A Typen, und das Gehäuse ist schmaler als der Schraubklemmenabstand! Die Dioden werden mit einer Pinzette in das erhitzte Lot der Schraubklemme gedrückt. Der Kathodenstrich muß dabei zur Klemme zeigen, wie die noch lose Diode zeigt. Die Lötstellen müssen noch nicht schön sein, zunächst werden die Dioden nur sauber platziert.

Wenn alle Dioden platziert sind, sieht es so aus.

Als nächstes wird ein Draht an die unterste Diode gelötet, an die oberste, dann noch ein oder zweimal in der Mitte, bis der Draht gut ausgerichtet ist. Dann können die übrigen leicht gelötet werden. Zum Schluß den Draht umbiegen, und an die oberste Klemme anlöten. Das ist der Masseanschluß vom Rückmelder! Da die Dioden jetzt auch am Draht hängen, kann die Klemmenseite nun nachgelötet werden, bis die Lötstellen ordentlich sind. Überschüssiges Lot mit Pumpe oder Litze entfernen.

Am Ende kann man mit einem Multimeter mit dem Diodentest nochmal prüfen. Die rote Messspitze am den Draht/ Masseanschluß, die schwarze an die Kannalklemmen. Das Messgerät muß die Vorwärtsspannung der Dioden, hier ca. 140 mV, anzeigen. Die Dioden liegen bewußt auf dem Gesicht, da so keine Kurzschlüsse mit der Leiterplatte entstehen können. Im zweifel Polung mit Multimeter prüfen!

Nun kann die Leiterplatte ins Gehäuse gelegt werden, und der Deckel wieder aufgerastet werden. Ggf. das Gehäuseunterteil erst an der Anlage montieren. So bleibt die Anlage sauber - kein Kabelsalat, kein Gefummel unter der Anlage, keine Kürzschlüsse, Schrumpfschlauch… und mit ca. 6 Cent sind die Dioden vergleichsweise günstig zu bekommen.



Ich hoffe, es inspiriert jemandem zum Nachbau!


103v113v7/german/63330_dioden.txt · Last modified: 2019/01/16 00:04 by 103v113v7