User Tools

Site Tools


userpages:pirat-kapitan:raspiroc-an_lzv

zurück zur Übersicht Userpages Pirat-Kapitan

RasPi mit Rocrail an Lenz LZV 100

Diese Beschreibung beschreibt die erforderliche Hard- und Software einschließlich benötigter Einstellungen, um eine Lenz Zentrale LZV100 über das Lenz Ethernet/USB-Interface an einen RasPi mit Rocrail anzuschließen. Sie gilt für die Lenz-Zentrale LZV100 mit der Version 3.6 sowie auch für die LZ100 in der gleichen Version. Der Unterschied beider Zentrale besteht darin, dass die LZ100 keinen Booster eingebaut hat, dieses wird nachfolgend nicht weiter berücksichtigt.

1. Zunächst die Frage, was will ich überhaupt?

- Nur Loksteuerung / Gleisbildstellpult (einzeln oder beides).
Das ist ein Rocrailbereich, der die "manuelle Steuerung" enthält. Diese umfasst einen oder mehrere Lokfahrregler sowie ein Gleisbildstellpult.
Hier genügt für die Loksteuerung ein sehr rudimentärer Rocrail-"Gleisplan" (im Prinzip ein Gleisplan ohne Gleise), in dem nur die zu steuernden Loks mit allen auszulösenden Funktionen im Klartext (fürs handy oder Pad) dargestellt werden.
Bei einem Gleisbildstellwerk müssen natürlich die entsprechenden Weichen und Fahrstraßentaster dargestellt werden, Gleise sind auch hier nur "schmückendes Beiwerk" und sollten nur minimal zum Verständnis vorhanden sein.
- Automatischer Betrieb
Das ist schon etwas aufwendiger, weil hier im Rocrailplan neben den Objekten der manuellen Steuerung auch noch Fahrstraßen und Blöcke (wie soll ein Zug von wo nach wo fahren) sowie ggf. Berechtigungen (wann darf welcher Zug wohin fahren) bis hinzu ausgeklügelten Fahrplansammlungen entworfen und installiert werden müssen. Der eigenen schöpferischen Kreativität setzt Rocrail nur sehr wenige Grenzen !

2. Netzwerk - Hardware

Da ein Gartenbahner in der Regel nicht seinen Steuerungs-PC am langen Kabel über seine Anlage schleppt, muss eine "Client - Server" Struktur her.
"Server" ist der PC, auf dem Rocrail läuft und der an die Digitalzentrale angeschlossen wird. Hier ist es der Raspi.
"Client" ist das Bediengerät, mit dem der Gartenbahner seine Loks etc. steuert, also Smartphone oder Pad für die Steuerung, Monitor/externer PC für die Er- und Bearbeitung des Rocrailplans.
zu guter Letzt muss, damit beide miteinander kommunizieren können, auch noch ein (ggf. gartenbahneigenens) WLAN-Netzwerk vorhanden sein.

3. "Rocrail" und seine Programmteile

Rocrail besteht aus 2 (bzw. 3) Programmteilen, dem eigentlichen Programm Rocrail, das auf dem Server läuft und die Steuerungsarbeit vornimmt sowie Rocview (auf dem PC) bzw. eine "mobile App" (RocWeb oder andRoc), mit denen der Gartenbahner seine "Wünsche" an den Rocrailserver übermittelt.
Rocrail sowie Rocview sind auch ohne Unterstützungsschlüssel voll funktionsfähig, also ideal zu testen oder ausprobieren.
Die mobilen Apps sind "Goodies" für Unterstützungsschlüsselbesitzer, also bei einem ernsthaften Gartenbahneinsatz von Rocrail m.E. unverzichtbar. AndRoc lauft nur auf Androidgeräten und wird nur noch beschränkt weiterentwickelt, die aktuelle und stets weiterentwickelte mobile App ist Rocweb, die auf jedem aktuellen Browser läuft. Für RocWeb muss also kein Programm oder eine App heruntergeladen werden und es wird auch kein Unterstützungsschlüssel pro mobilem Gerät benötigt. Es reicht, wenn der Rocrailserver, der den Dienst bereitstellt, seinen gültigen Unterstützungsschlüssel hat.

4. Benötigte Hard- und Software, Serverseite

Neben der Lenz-Zentrale LZV100 wird benötigt:
- Lenz Interface USB/Ethernet: Art. Nr. 23151 ( Bedienungsanleitung )
- passendes XpressNet-Anschlusskabel, am besten das "XpressNet Anschlusskabel LY006: Art. Nr. 80006"
- USB-Kabel mit eine Seite A-Stecker und andere Seite B-Stecker ("Druckerkabel"), wenn der RasPi über USB angeschlossen werden soll
- alternativ LAN-Kabel zum Router / Switch, wenn der RasPi über das Netzwerk (LAN) angeschlossen werden soll.

- RasPi Modell 3B mit Netzteil, microSD-Karte 8GB oder mehr guter Qualität (!), bei Bedarf Gehäuse für RasPi
- optional, aber m.E. sinnvoll ist ein 5" Display zum Aufstecken auf den RasPi. Das erleichtert die Bedienung des RasPis.
- LAN-Kabel zum Router / Switch, wenn der RasPi über das Netzwerk (LAN) angeschlossen werden soll (also je 1 Kabel für RasPi und für Interface)
- Betriebssystem und Software auf dem RasPi gemäß meiner RasPi Installationsdokumentation
- Router mit Netzteil für den Aufbau eines eigenen Gartenbahnnetzes oder Switch / Accesspoint eines vorhandenen Netzes.

Als Skizze der Komponentenzusammenstellung eine Installation mit einem RasPi Modell 1 und zusätzlichem Booster LV200. Der RasPi übernimmt hier auch gleichzeitig die Funktion des Routers. Das Lenz-Interface ist via USB angeschlossen.
dek_beschriftet.jpg

5. benötigte Hard- und Software, Clientseite

- mobile Geräte (handy, Pad) für die reine Steuerung.
- dazu mobile App (andRoc oder RocWeb) sowie ggf. zur RasPi-Steuerung die App "Raspi SSH".

- Monitor / Display mit HDMI-Anschluss und HDMI-Kabel zum direkten Anschluss an den RasPi, dazu Tastaur und Maus je mit USB-Anschluss, damit mittels Rocview auf dem RasPi der Rocrailplan er- und bearbeitet werden kann.
Wenn der RasPi als reiner Server laufen soll, ist weder Monitor noch Tastatur oder Maus erforderlich, hilfreich sind diese dennoch.
- Ein externer PC mit Rocview als Alternative zu Rocview auf dem RasPi und zusätzlich zur Datenübertragung (Lokbilder) zum RasPi sowie zur externen Datensicherung. Für die Kommunikation PC mit RasPi ist ein SSH- und (S)FTP-Programm erforderlich, ich verwende Bitvise tunnelier .

6. Anschluss LZV100

userpages/pirat-kapitan/raspiroc-an_lzv.txt · Last modified: 2018/11/12 08:56 (external edit)