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Einstieg in Rocrail

Dieses ist KEIN Ersatz für das Durcharbeiten der ersten Schritte aus dem Wiki !
Hier sollen die besonderen Gegebenheiten eines Gartenbahners berücksichtigt und, immer in Bezug auf die "ersten Schritte" im Wiki , Hinweise für eine minimalistische Konfiguration gegeben werden. Im Regelfall können die Standardeinstellungen von Rocrail für den Einstieg unverändert übernommen werden. Da Rocrail umfangreiche Einstell- und Konfigurationsmöglichkeiten bietet, sollten zum Einstieg nur die unbedingt erforderlichen bzw. für einen Gartenbahnbetrieb sinnvollen Einstellungen vorgenommen werden.

1. Zunächst die Frage, was will ich überhaupt?

- "Nur" Loksteuerung / Gleisbildstellpult (einzeln oder beides)?
Das ist der Rocrailbereich, der nur die "manuelle Steuerung" enthält. Darin ist enthalten:
- Loksteuerung
- Weichen schalten
- ggf. Gleisbildstellpult als komfortable Weichen- / Fahrwegschaltung.

Für die Loksteuerung ein sehr rudimentärer Rocrail-"Gleisplan" (im Prinzip ein Gleisplan ohne Gleise), in dem nur die zu steuernden Loks mit allen auszulösenden Funktionen im Klartext (fürs handy oder Pad) dargestellt werden.
Bei einem Gleisbildstellwerk müssen natürlich die entsprechenden Weichen und Fahrwegtaster dargestellt werden, Gleise sind auch hier nur "schmückendes Beiwerk" und sollten nur minimal zum Verständnis des Fahrweges vorhanden sein.
Wenn nur mit eine Roco-WLANmaus gesteuert werden soll, ist die Anlage der Loks wahlfrei, die zu schaltenden Weichen müssen zwingend im Rocrailplan angelegt sein.

- Automatischer Betrieb
Das ist schon etwas aufwendiger, weil hier im Rocrailplan neben den Objekten der manuellen Steuerung auch noch Fahrstraßen und Blöcke (wie soll ein Zug von wo nach wo fahren) sowie ggf. Berechtigungen (wann darf welcher Zug wohin fahren) bis hin zu ausgeklügelten Fahrplansammlungen entworfen und installiert werden müssen. Der eigenen schöpferischen Kreativität setzt Rocrail nur sehr wenige Grenzen !
Der automatische Betrieb ist in den "ersten Schritten" Punkt 7 (Objekte) und Punkt 8 (Betrieb) ausreichend beschrieben und bedarf aus Gartenbahnersicht keiner Ergänzung.

2. Server-PC und Netzwerk

Das Programm Rocrail besteht aus 2 Programmteilen, dem eigentlichen Rocrailprogramm ("Rocrail"), der sog. "Rocrail-Server", der die eigentliche Steuerungsarbeit übernimmt und dem Bedienteil "Rocview", das die Eingabefunktion übernimmt. Verwirrenderweise zeigt das Icon für Rocview das Rocrail-Symbol, während für den Rocrail-Server als Icon Zahnräder dargestellt werden. Verglichen mit einer Digitalanlage ist Rocrail die Zentrale und Rocview der Handregler.
Das Programm Rocrail wird immer über Rocview gestartet:

Netzwerk hier nur in Stichworten:
Rocrail in "Client - Server - Struktur" mit RasPi(?) als Rocrail-Server, Einrichtung und Bedienung eines RasPis.
Netzwerkstruktur, Router / AP (Access Point), Netzwerkadressen ("IP-Adressen"), mobile Geräte (dann bitte den Unterstützungsschlüssel nicht vergessen).

3. Digitale Hardware

Die digitale Hardware (Digitalzentrale, PC-Schnittstelle, Lok-, Weichen- und Signaldecoder sowie Rückmelder [letztere nur für den automatischen Betrieb]) müssen funktionieren und ihre Adresseinstellungen vorliegen, bevor der Einstieg in Rocrail anhand der "ersten Schritte" begonnen wird. Meine Userpage (Nutzerseite) zeigt Hardwarebeispiele aus meiner bzw. aus betreuten Anlagen.

4. Der reale Einstieg, Teil 1 (Zentrale / Arbeitsbereich)

Beginnend mit dem Verbinden der Zentrale (Gleisstrom ein- bzw. ausschalten) sollte jeder Abschnitt der "Ersten Schritte" in der aufgezeigten Reihenfolge durchgearbeitet sein, bevor mit dem nächsten Abschnitt begonnen wird.

1. Schritt "Grundlagen"

Grundsätzlich empfehle ich, alle Funktionalitäten zunächst als "Trockenübung" mit der "virtuellen Zentrale" durchzuarbeiten. Mögliche Fehlerquellen aus einer vorhandenen Digitalanlage werden dabei erst einmal ausgeschlossen.
Für die Fehlersuche (warum funktioniert Rocrail nicht so wie ich will) empfehle ich dringend die Beschränkung auf ein kleines Demonstrationsbeispiel zum Erarbeiten der korrekten Rocraileinstellungen.

2. Schritt "Arbeitsbereich und Gleisplan einrichten"

Grundsätzlich gehört der Gleisplan auf dem RasPi in das /home/pi/ Verzeichnis !
Ich habe dazu ein eigenes "Bahnverzeichnis" /home/pi/Bahn/ angelegt, in dem (ggf. in weiteren Unterverzeichnissen) meine Rocrailpläne und auch (in einem eigenen Unterverzeichnis) die Lokbilder liegen. Das erleichtert spätere Sicherungen, weil immer nur dieses "Datenverzeichnis" gesichert werden muss.

3. Schritt "Digitalzentrale in Rocrail einrichten"

Die Einrichtung einer virtuellen Zentrale ist mit der Bearbeitung der Rocrail-Eigenschaften "Zentrale" abgeschlossen, bei jeder "echten" Zentrale ist danach ein Funktionstest erforderlich: lässt sich über Rocrail die Gleisspannung ein- und ausschalten ?
Ein entsprechender Funktionstest ist auch bei jedem weiteren Schritt erforderlich !

5. Der reale Einstieg, Teil 2 (Lok)

4. Schritt "die erste Lok einrichten"

Wird Rocrail nur als Gleisbildstellpult eingesetzt, kann dieser Schritt übersprungen werden. Da Rocrail auch als Basis für den Betrieb einer Roco WLANmaus verwendet werden kann (mit und ohne parallelem Gleisbildstellpult) empfehle ich das Überspringen dieses Punktes nicht.
Nachstehend nur die gartenbahnerischen Besonderheiten zum Wiki

Allgemein

Das Feld Kennung ist zwingend.
Ein Eintrag im Feld Gesellschaft erleichtert eine Auswahlsortierung auf mobilen Geräten ("Ansicht nach Gesellschaft")
Ein Bild ist immer nützlich.

Schnittstelle

Die Felder Adresse, Fahrstufen (in der Regel ist 28 der optimale Wert) sowie Funktionen (wie viele Funktionen kann der eingebaute Decoder?) sind selbsterklärend. Geschwindigkeitsangaben (rechte Seite) sollten immer in Prozent erfolgen. Mit Reduzierung von Vmax kann eine allgemeine Verlangsamung der Lok erreicht werden ("Enkelmodus"), dabei bitte darauf achten, dass die übrigen Geschwindigkeitsstufen in absteigender Wertigkeit bleiben.

Einzelheiten

Die korrekte Auswahl der Antriebsart ist nur für den automatischen Betrieb erforderlich.
Gleichwohl kann auch im manuellen Betrieb hiermit die Auswahlsortierung auf mobilen Geräten ("Ansicht nach Antrieb") erleichtert werden.

Funktionen

Ein Klartexteintrag erleichtert den Funktionsaufruf auf den mobilen Geräten.

Weitere Einstellungen (auch auf den restlichen Reitern) sind für die manuelle Loksteuerung nicht erforderlich.

WLM
Die Einrichtung der Roco WLANmaus habe ich hier beschrieben. Da die Eingaben über die WLM direkt zur Zentrale durchgeleitet werden, brauchen für die WLM keine Loks in Rocrail angelegt werden. Sollen mit der WLM auch Weichen geschaltet werden, müssen diese in Rocrail angelegt sein.

6. Der reale Einstieg, Teil 3 (Weichen)

5./6. Schritt "Den Gleisplan bearbeiten und Gleisplan-Objekte"

Für einen Gartenbahner gehören, wenn Rocrail (auch) als Gleisbildstellpult eingesetzt werden soll, die Einrichtung von Weichen sowie Ausgängen und Aktionen zum manuellen Betrieb
Blöcke und Fahrstraßen sind zwar originär Objekte des Automatikbetriebes, erleichtern aber mit ihren Standardeinstellungen die Erstellung eines Gleisbildstellpultes. Damit wäre die grundsätzliche Einrichtung dieser beiden Objekt dem manuellen Betrieb zuzuordnen, während ihre weitergehende Konfiguration erst für den automatischen Betrieb erforderlich sind. Rückmelder sind ausschließlich Objekte des automatischen Betriebes.

Weichen

Ergänzend zum Wiki ist für den manuellen Betrieb (Weichen Stellen, ggf. mit Hilfe eines Gleisbildstellpultes) nur wenig erforderlich.

Allgemein

Die Felder Kennung, Art und Richtung sind bereits bei der Anlage festgelegt worden.

Schnittstelle

Bei der Adressvergabe kommt es darauf an, welche Art der Adressierung die jeweils genutzte Zentrale erfordert.
Links eine Lenz-Zentrale, hier bleibt das Feld Adresse immer 0 und die Weichenadresse wird im Feld Port eingetragen,
rechts eine Massoth-Zentrale, hier wird die Weichenadresse im Feld Adresse eingetragen und das Feld Port bleibt immer 0.
Wenn die Weiche in der Realität entgegengesetzt zur in Rocrail angezeigten Lage schaltet, kann dieses durch Ankreuzen des "Umkehren" korrigiert werden. Ein Umklemmen der Kabel an Weiche oder Decoder ist nicht erforderlich.

Gleisbildstellpult

Die Einrichtung eines Gleisbildstellpultes habe ich hier beschrieben.

7. Der reale Einstieg, Teil 4 (Automatik)

7. Schritt "Voraussetzungen für den Automatikbetrieb: Blöcke, Rückmelder und Fahrstraßen"

Für den Automatikbetrieb sehe ich keine gartenbahnspezifischen Besonderheiten, wenn man von der Art der Rückmelder (Reedkontakte, also punktförmige Rückmelder) absieht, die witterungsbedingt ist.
Siehe: "erste Schritte" Punkt 7 (Objekte) und Punkt 8 (Betrieb) .

Eine druckbare Zusammenfassung http://www.kapitan.menkent.uberspace.de/Rocrail/Einfuhrung_Rocrail_Seminar/Rocrail_Seminar_Pendelplan_2018.pdf

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userpages/pirat-kapitan/einstieg.txt · Last modified: 2018/11/12 08:56 (external edit)