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Piratenbahn in klein

Neben meiner Gartenbahn habe ich mir auch eine "Winzigbahn" (aus Sicht eines Gartenbahners) als Innenanlage in H0m aufgebaut. Hauptaufgabe dieser Bahn ist neben der Bewegung meines H0m-Rollmaterials das Testen von Rocrail-Funktionen (incl. entsprechender Hardware), wenn ich dafür meine Gartenbahn witterungsbedingt lieber nicht nehmen möchte / kann oder für Fähigkeiten, die ich draußen nicht nutze.
Platzmäßig bedingt handelt es sich um eine fest aufgebaute Pendelstrecke auf einer Grundfläche von 4,5 x 0,2m. Diese kann bei Bedarf um "Teppichbahnerbetrieb" ergänzt werden. Die maximale Zuglänge ist auf 70cm begrenzt, als Rückmeldesensor wird Gleisbesetztmeldung verwendet. Die übrige Digitalausstattung entspricht der meiner Gartenbahn (Lenz LZV 100, RS-Bus, WLM und Rocrail auf RasPi), allerdings verzichte ich hier auf externe Booster.

Gleisplan


Der aktuelle Plan mit dem "Bemo" Gleisteil, der im Automatikbetrieb läuft, und dem "Teppichbahner" Gleisteil in Tillig Bettungsgleis
Der dazugehörende Rocrailplan: pb-bemo-rocrailplan-2018-04.zip

Die Digitalausstattung (Lenz) ist:
LZV100 als Zentrale mit 5A Ausgangsleistung, ETH-Interface zur Anbindung via Ethernet (Kabel) an den PC (RasPi P3). Dieser ist gleichzeitig Rocrail-Server und GUI mit Rocview. Verwendet werden LR101 als Rückmeldemodule (RS-Bus), alternativ RasPi P1, LS150 als Weichendecoder, LH100 als kabelgebundener sowie Roco WLM und Manhart-Funky als schnurloser Handregler. Als mobile Clients stehen Geräte für iRoc, padRoc, andRoc und rocWeb zur Verfügung.
Der Rocrail-RasPi hat Monitor und Tastatur angeschlossen und besitzt Internetzugang, nebenbei kann ich damit auch im Rocrailforum lesen und arbeiten.

Hiermit kann ich testen / demonstrieren:
1. Pendelbetrieb (im Automatikmodus / Zufallsmodus)
2. Geschwindigkeitsänderungen auf der Strecke mittels Blöcken (im Automatikmodus)
3. Ortschaften (im Automatikmodus) einschließlich Mindestbesetzung und Fifo
4. BBT bei ausgewählten Loks. Grundsätzlich sind die "Bremsabschnitte" auf die Decoderverzögerungen abgestimmt. (In der Realität werden Decoderverzögerung und Geschwindigkeiten der Loks so eingestellt, dass diese in den vorgegebenen Abschnitten zum halten kommen.)
5. Gleisbesetztmeldung als Sensor (im Automatikbetrieb und als optische Positionsmeldung im manuellen Betrieb)
6. RasPi als Rückmeldemodul (manueller und automatischer Betrieb)
7. Gleisbildstellpult (im manuellen Betrieb)
8. Roco WLAN-Maus an Lenz LZV100
9. Timer (am IN) zur Verlagerung des Anhaltepunktes. Der Verbinder 51 dient zum Übergang auf das Teppichbahn-Gleismaterial (Tillig Bettungsgleis), das weitere Möglichkeiten eröffnet.

1. Pendelbetrieb

Automatischer Pendelbetrieb auf dem Bemo-Anteil ist funktionsfähig, der Rocrailplan dazu wird noch nachgereicht. Derzeit ist der "Teppichbahner-"Anteil noch im Aufbau / in der Erprobung.

3. Ortschaften

Die rechten 3 Blöcke (BR1 - BR3) bilden eine Ortschaft mit Mindestbesetzung 2 (d.h. wenn 2 oder mehr Züge in der Ortschaft sind, darf einer Losfahren) sowie Fifo (d.h. der Zug, der zuerst eingefahren ist, fährt auch zuerst aus).

Das führt beim Testen mit nur einem Zug (auch wenn schon/noch ein weiterer in der Ortschaft platziert ist) dazu, dass dieser Zug oft mehrfach manuell gestartet werden muss, bis die Automatik den Startvorgang akzeptiert (die vorgegebenen Bedingungen, besonders Fifo, werden bei diesem Testen in der Regel nicht erfüllt). Ebenso ist das BBT-Anlernen einer einzelnen Lok unter dieser Konfiguration nicht möglich, hierzu muss die Mindestbesetzung auf 1 temporär reduziert werden.

4. BBT

BBT wird derzeit nur von den beiden Ge 4/4 II Loks genutzt. Zum Anlernen reichte ein 2-maliges Befahren jedes Blocks. Nach Anschluss der Anlernphase habe ich in den Lokeigenschaften alle BBT-Einstellungen auf "fest" gesetzt.

5. Gleisbesetztmeldung

Ich verwende als Sensorstrecke einen ca. 32cm langen Abschnitt (entspricht 2 Standardgleisen). Endblöcke (Kopfbahnhof) haben ENTER und IN als Rückmelder, Streckenblöcke (z.B. BRM) nur ENTER2IN. Die Gleisbesetztmelder sind DIY und werden an Rückmeldemodule (Lenz LR101 oder RasPi) angeschlossen. Auf "freier Strecke" zwischen den (rückmeldenden) Sensorstrecken ist jeweils ein "funktionsloses" GBM-Modul installiert, um die Gleisspannung der freien Strecke auf die Gleisspannung der Sensorstrecken anzupassen. Ohne diese Anpassung zeigen sich unschöne Geschwindigkeitssprünge. Das Thema wurde bereits im Forum behandelt. Alternativ wäre eine Lastregelungsanpassung an max. 12V (bei 12,9V Gleisspannung in den Sensorstrecken) zu untersuchen.
Ob hier noch Fahrstraßen-Geschwindigkeitseinstellungen optimierbar sind, bleibt zu untersuchen.

9. Timer (am IN)

In den Blöcken BR2 - BR3 verwende ich Timer, um den Anhaltepunkt etwas zu verspäten. Diese Maßnahme ist erforderlich, weil die Zuglänge bei den vorhandenen Gleistrennungen der IN-GBMs sonst nicht mit dem benötigten Freiraum an der Einfahrtsweiche übereinstimmt. (Kürzerer Zug ist hier keine Alternative!)

userpages/pirat-kapitan/pb-bemo.txt · Last modified: 2018/11/12 08:56 (external edit)